STN+STN+Das Nordbahnhofviertel 1942
: 80 Jahre vor Stuttgart 21

Das Nordbahnhofviertel überzeugt mit historischer Bausubstanz, wenig Verkehr und Parknähe. Stuttgart 21 wird in dieser Gegend viel verändern. Wir schauen, wie es im und ums Eisenbahnerdörfle vor 80 Jahren aussah.
Von
Jan Georg Plavec
Stuttgart
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  • Schon vor 80 Jahren fuhr die Straßenbahn durchs Nordbahnhofviertel. In der Bildergalerie spazieren wir durch ein Quartier im Wandel.

    Stadtarchiv/101 FN 250
  • Schon 1942 beginnt die Nordbahnhofstraße direkt hinter der Gleisunterführung und steigt recht steil an. Das Gebäude mit der abgerundeten Fassade ...

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  • ... existiert heute allerdings nicht mehr. Wir machen kurz Station an der Ecke Friedhofstraße. Die Frau rechts im Bild kommt vom Pragfriedhof her.

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  • Blick in die Friedhofstraße. In dieser Gegend entstehen gerade viele neue Gebäude, weshalb das „Auto Staiger“-Schild für heutige Betrachter das vertrauteste Element sein dürfte.

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  • Wir gehen an ebenfalls verlorenen Gebäuden die Stadtbahngleise entlang und kommen ...

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  • ... an die Ecke Eckartstraße. Hier schauen wir, den Pragfriedhof im Rücken, über die Nordbahnhofstraße Richtung Bahngleise.

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  • An dieser Straßenecke, hier von der Nordbahnhofstraße aus gesehen, entdecken wir eine bis heute bekannte Ansicht. Hier beginnt das „Eisenbahnerdörfle“. Das Eckgebäude existiert nicht mehr, die dahinterliegende Bebauung sehr wohl.

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  • Wir gehen einige Meter weiter und schauen wir in die nächste von der Nordbahnhofstaße rechts abgehende Straße, die Knappstraße

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  • Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich deutlich kleinere Gebäude als die Mietshäuser auf der Seite Richtung Bahngleise. Sie hatten damals eingezäunte Vorgärten, wie dieses Bild zeigt.

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  • Die Mittnachtstraße hat ihren Charakter bis heute weitgehend erhalten. Dazu tragen neben der Breite der teilweise autofreien Straße auch die Bäume bei.

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  • Auch die Varnbülerstraße sieht heute noch ganz ähnlich aus wie 1942. Auffällig ist der weiße Splitterschutz vor den Kellerräumen – man bereitete sich damals schon auf die Luftangriffe vor.

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  • Die gegenüberliegende Seite der Varnbülerstraße von der Ecke Nordbahnhofstraße aus.

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  • Auf der anderen Seite der Nordbahnhofstraße sind die Gebäude mit den Hausnummern 121 bis 125. Sie sind inmitten moderner Büro- und Gewerbebauten bis heute erhalten.

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  • Dieser Gebäuderiegel im weiteren Verlauf der Nordbahnhofstraße mit seiner fast idyllisch wirkenden umliegenden Bepflanzung ist dagegen verschwunden.

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  • Ganz am Ende der Nordbahnhofstraße (Hausnummer 151) ist dieses Bild entstanden. Die Bebauung passt so gar nicht zur Umgebung, als Beschriftung hat der Fotograf „Zerpeloni“ hinterlassen – es ist unklar, was hier genau zu sehen ist. Wir setzen unseren Spaziergang in Richtung Rosensteinstraße fort.

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  • An der Ecke Steinbeisstraße endet die Eisenbahnersiedlung. Wir schauen noch einmal zurück in die Nordbahnhofstraße, ehe wir links hinunter Richtung Bahngleise gehen. Das Eckgebäude ...

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  • ... ist hier nochmals zu sehen, mitsamt der oberen Steinbeisstraße. Wir gehen nun in Richtung der Gleise hinunter zur Rosensteinstraße.

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  • Schon 1942 war die Rosensteinstraße von der Nordbahnhofstraße kommend durchgängig mit einem riesigen Mietshaus bebaut.

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  • Wir stehen nun an der Ehmannstraße an der Stelle, wo sie in die Rosensteinstraße mündet und blicken in Richtung der Eisenbahnersiedlung. Die Bahngleise verlaufen hinter dem Fotografen, rechts knickt die Goppelstraße ab. Die beiden Gebäude links und rechts der Straße sind bis heute erhalten.

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  • Hier sehen wir dieselben Gebäude noch einmal vom Bahndamm aus, ganz rechts im Bild kann man die Unterführung Richtung Rosensteinpark erahnen. Wir gehen nun an den Gleisen entlang durch die Rosensteinstraße zurück zum Ausgangspunkt unseres Spaziergangs.

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  • Wir gehen die Rosensteinstraße entlang und schauen weiterhin zurück. Hinten rechts sehen wir noch einmal die Bahnunterführung.

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  • Dieser Abschnitt der Rosensteinstraße auf Höhe des heutigen Supermarkts ist in den 1942 angefertigten Bilderlisten als „Posthof“ gekennzeichnet. Der Wohnblock links im Bild an der Rümelinstraße ist bis heute erhalten.

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  • Hier sehen wir den Milchhof am Ende der Rosensteinstraße, das einstige Firmengelände der Südmilch AG, zwischenzeitlich Deutschlands größter Molkereibetrieb – heute gibt er nur noch der nahen Stadtbahnhaltestelle seinen Namen. Auf der Bilderliste ist auch „Brauerei“ vermerkt. Was es damit auf sich hat, zeigt das nächste Bild.

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  • Wir sind am Ausgangspunkt zurück, an der Ecke Nordbahnhof-/Rosensteinstraße, die Straßenbahngleise zeigen den Verlauf der Nordbahnhofstraße. Ein Pferdegespannt verrät, dass hier Stuttgarter Hofbräu ansässig ist – und zwar ...

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  • ... die Mälzerei samt angeschlossenem Saalbau.

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  • Zum Abschluss zeigen wir noch eine Auswahl interessanter Bilder aus dem Herzen der Eisenbahnersiedlung, die wir mit dem Spaziergang durch die Nordbahnhof- und Rosensteinstraße ja bislang nur umrundet haben. Hier ein Bild aus der belebten Kleinstraße, in der das alte Kopfsteinpflaster eher notdürftig asphaltiert worden ist.

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  • Die dicht bebaute Knollstraße ...

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  • ... und hier ein sich mühender Mann in der Rümelinstraße. Die 1929/30 errichteten Wohnblöcke mit der auffällig gestreiften Optik hatten wir schon von der Rosensteinstraße aus erahnen können.

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  • Einige Meter weiter unterhalb rücken weitere Industrieanlagen in den Blick.

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  • Der Blick schweift nach links, und hiermit endet unser Gang durchs Nordbahnhofviertel.

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