Schauspiel Stuttgart und die KI: „Wannsinnig hilfreich, wahnsinnig gefährlich“

Willkommen im Datenstrom: "KI Essen Seele auf (ORPHEAI)" von Thomas Köck steht im "KI-Labor“ auf dem Programm.
Björn Klein- Schauspiel Stuttgart richtet ein „KI Labor“ vom 3. bis 5. Dezember 2026 aus.
- Intendant Burkhard C. Kosminski betont Chancen und Risiken, Theater bleibt analog geprägt.
- Auftakt im Schauspielhaus: Expertinnen und Experten skizzieren in sieben Minuten die Zukunft.
- Ranga Yogeswar hält die Keynote „Emils Welt“ – danach Diskurs- und Experimente im Kammertheater.
- Geplant sind Gespräche, ein AI Dance Workshop, Köcks „KI essen Seele auf“ und eine Chatbot Challenge.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
15 Stunden „Der Ring des Nibelungen“ im Bayreuther Festspielhaus, von einer künstlichen Intelligenz sintflutartig bebildert, das war für so manchen Wagnerianer der Albtraum des Sommers. Aber die KI ist allgegenwärtig, dringt in unser Leben ein, Chatbots steuern den Alltag – und natürlich schreitet diese Technologisierung auch in der Bühnenwelt voran. „Das ist wahnsinnig hilfreich und wahnsinnig gefährlich“, sagt Burkhard C. Kosminski, der Intendant des Schauspiels Stuttgart: „Theater mit Menschen ist das Tolle, unser Kerngeschäft verändert sich nicht, wir spüren die Sehnsucht nach dem analogen Raum – aber wir müssen uns mit allem Neuen auseinandersetzen.“ Und so hat Kosminski ein „KI Labor“ angekündigt: vom 3. bis 5. Dezember 2026 im Schauspielhaus und im Kammertheater.
Vergangenes Jahr hieß eine erste Ausgabe noch „Innovationslabor Zukunft“. Jetzt beleuchtet das Schauspiel Stuttgart ein weiteres Mal vielfältig das Thema. Zum Auftakt am 3. Dezember (18.30 Uhr) sollen namhafte Expertinnen und Experten im Schauspielhaus in jeweils sieben Minuten ausführen, wie sie sich die Zukunft in sieben Jahren vorstellen. Erleichtert die KI unsere Arbeit, oder nimmt sie uns diese ab und weg? Eröffnet sie uns neue Möglichkeiten eines gleichberechtigten Miteinanders? Solche Fragen. TV-Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeswar startet mit einer Keynote unter dem Titel „Emils Welt“.
In den folgenden Tagen soll sich das Kammertheater in eine Diskurs- und Experimentierstätte verwandeln. Gespräche werden angeboten, etwa mit dem Autor und Regisseur Emre Akal über „digitalen Surrealismus“. Oder es gibt einen „AI Dance Workshop“ von und mit Carlos Strasser vom Stuttgarter Ballett, der die Capture-Technologie vorstellt: Sensoren an den Körpern machen die Bewegungen von Tänzern messbar und übertragen deren Dynamik in Echtzeit auf die Musik. Und anderes mehr im Programm. Das Schauspiel zeigt noch einmal Thomas Köcks Stück „KI essen Seele auf (ORPEAI)“, das Theaterkollektiv Interrobang bietet eine „Chatbot Challenge“, eine KI-Performance.

