Die „RefCam“ von Schiedsrichter Sven Jablonski gibt Einblicke in seine Kommunikation mit Ermedin Demirovic und Co während des Endspiels um den DFB-Pokal gegen den FC Bayern.
Nicht nur für die Spieler ist ein Pokalfinale ein sportliches Highlight, auch für die eingeteilten Schiedsrichter stellt die Partie einen Höhepunkt ihrer Laufbahn dar – erst recht, wenn alles rund läuft ohne größere Fehler wie am Samstag für Sven Jablonski beim 3:0-Sieg des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart. Wie der 36-Jährige das Geschehen auf dem Rasen erlebte, zeigt nun ein Videozusammenschnitt der „RefCam“, den der übertragende Sender Sky mit der DFB Schiri GmbH veröffentlicht hat.
Hitzig wurde es zum Beispiel in der Anfangsphase, als Jablonski nach einem Check von Ermedin Demirovic die Gemüter beruhigen musste. Im Austausch mit dem VfB-Stürmer: „Du kommst zu krass. Ist kein Gelb, aber du musst aufpassen, weil wir fangen gerade an, ja?“ Und gegenüber dem protestierenden Bayern-Profi Konrad Laimer: „Ja, ist unnötig, aber er checkt ihn nur weg. Es sieht nach viel aus, weil er auch mit Speed kommt.“
Zudem ist in dem Video zu erfahren, dass der Stuttgarter Chema nur knapp um eine Gelbe Karte herumkam. „Das ist das allerletzte Mal. Jetzt ist die Grenze, das war das letzte Mal für die Karte“, rief der Referee nach einem Foul des Spaniers, das bei den Münchnern Joshua Kimmich und Harry Kane für Gesprächsbedarf sorgte.
Nach Spielende hatten sich die Gemüter dann aber wieder schnell beruhigt – und Jablonski verteilte Lob. An Leon Goretzka, für den es das letzte Spiel im Bayern-Trikot war: „Glückwunsch mein Bester, war immer geil mit dir. Wirklich geiler Typ, alles Gute.“ Und an VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Danke. Und auch für die Champions League und die Saison. Glückwunsch.“ Diese Gratulationen konnte auch Jablonski selbst nach einer souveränen Leistung im Finale entgegennehmen.