Deniz Undav darf mit zur WM – aber nicht ins Panini-Sammelalbum. Foto: Baumann/Julia Rahn

Deniz Undav fährt zur WM, im Panini-Album fehlt der VfB-Stürmer aber. Dafür ist ein anderer VfB-Profi drin – obwohl er gar nicht mit nach Nordamerika reist.

Vor einigen Wochen noch hatte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann eher zurückhaltend zur Rolle von Deniz Undav im Nationaltrikot und den Leistungen des 29-Jährigen beim VfB Stuttgart geäußert. Seit Donnerstag ist aber klar: Undav fährt mit zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko – und er war sogar einer der ersten, dessen Nominierung für den DFB-Kader offiziell gemacht wurde.

 

An anderer Stelle fehlt Undav allerdings. Bei Panini haben die Diskussionen um den Stürmer, der in der abgelaufenen Saison mit 19 Treffern bester deutscher Torschütze der Bundesliga war, offenbar dafür gesorgt, dass er nicht im Sticker-Heft berücksichtigt wurde. Um das Heft bricht vor großen Turnieren regelmäßig ein kleiner Hype aus.

Panini-Album: Kein Platz für alle Nationalspieler

Panini begründet das Versäumnis damit, dass der Redaktionsschluss für die Kader der 42 frühzeitig qualifizierten Teams am 12. Januar gewesen sei. Das italienische Unternehmen musste sich also frühzeitig festlegen und konnte so nicht mehr auf Entwicklungen reagieren. Anders als im finalen WM-Kader, in den 26 Spieler berufen werden, ist auf der DFB-Doppelseite des Panini-Albums zudem nur Platz für 18 Spieler. Irgendjemand, der mit zum Turnier darf, fällt also zwangsläufig raus aus dem Heft. Nicht immer beweisen die Sticker-Heft-Macher, die nach eigenen Angaben bei der Auswahl unter anderem die Bekanntheit eines Spielers, Statistiken aus der Quali sowie „Leistungs- und Entwicklungspotenzial“ berücksichtigen, ein glückliches Händchen.

So kommt es beispielsweise, dass den Langzeitverletzten Marc-André ter Stegen und Serge Gnabry ein Sticker gewidmet wurde. Daneben haben unter anderem die Ex-VfB-Spieler Nick Woltemade und Waldemar Anton ihren Weg ins Heft gefunden – und ein aktueller Spieler vom Club mit dem Brustring, der nicht zum DFB-Tross gehören wird: Maximilian Mittelstädt. Vom VfB wurden neben Undav noch Torhüter Alexander Nübel, Angelo Stiller und Jamie Leweling für das Turnier nominiert. Insgesamt muss man den Heft-Machern aber ein gutes Näschen attestieren: bei 13 von 18 Spielern, die es als Klebebildchen gibt, lagen sie richtig.

Rechnet vor, wie es in den USA klappen soll: Nagelsmann bei der Kadervorstellung am Donnerstag. Foto: Federico Gambarini/dpa

Diese deutschen Nationalspieler finden sich im Panini-Sammelalbum:

  • Marc-André ter Stegen
  • Jonathan Tah (im DFB-Kader für die WM)
  • David Raum (im WM-Kader)
  • Nico Schlotterbeck (im WM-Kader)
  • Antonio Rüdiger (im WM-Kader)
  • Waldemar Anton (im WM-Kader)
  • Ridle Baku
  • Maximilian Mittelstädt
  • Joshua Kimmich (im WM-Kader)
  • Florian Wirtz (im WM-Kader)
  • Felix Nmecha (im WM-Kader)
  • Leon Goretzka (im WM-Kader)
  • Jamal Musiala (im WM-Kader)
  • Serge Gnabry
  • Kai Havertz (im WM-Kader)
  • Leroy Sané (im WM-Kader)
  • Karim Adeyemi
  • Nick Woltemade (im WM-Kader)

Insgesamt gibt es bei der diesjährigen XXL-WM mit 48 Mannschaften auch so viele Klebebilder wie bei keinem bisherigen Turnier: Auf 112 Seiten können 980 Sticker eingeklebt werden. Neben den 18 Spielerbildern pro Team gibt es pro Nation noch das Mannschaftsfoto sowie das Verbandswappen.

Übrigens: die Sammelbilder, die Panini seit 60 Jahren herstellt, sind in absehbarer Zeit Geschichte. Ab der WM-Endrunde 2034 produziert die US-Firma Fanatics mit ihrer Marke Topps die Sammelbildchen und -alben.