Otto Ruppaner gibt seine Stimme ab. Foto: Stadt

Die Wahlergebnisse in Leinfelden-Echterdingen und in Filderstadt.

Das ist nun doch ein spannender Wahlabend landesweit geworden an diesem Sonntag: Wie groß bleibt am Ende der Unterschied zwischen Grünen und CDU, wer wird Ministerpräsident?

 

Viel Vorabspannung war auch bei den Wahlen in Leinfelden-Echterdingen sowie in Filderstadt zu erleben. Denn klar war: Winfried Kretschmann tritt hier im Wahlkreis 9 (Nürtingen) nicht mehr an und macht stattdessen mit ministerpräsidentiellen Würden Wahlkampf. Da durften sich die anderen sich schon mal berechtigt Hoffnung machen, dass sie hier zum Zuge kommen können und dass dieser Wahlkreis mal an eine andere Partei geht als an die Grünen.

CDU holt Mehrheit in Leinfelden-Echterdingen

Der Wahlbeteiligung allgemein in Leinfelden-Echterdingen hat das sicherlich gut getan und die 74,5 Prozent noch zusätzlich etwas beflügelt. Und die Grünen wiederum haben nun auch niemanden aufgestellt, der auch nur ungefähr an Kretschmann erinnern könnte. Ganz mutig haben sie mit Clara Schweizer eine junge Politikerin ins Rampenlicht geschoben. Und die hat auch ganz gut überzeugt fürs erste Mal, hat gleich 33,3 Prozent der Erststimmen für sich verbucht. Und 38,1 Prozent der Zweitstimmen. Klar, der langjährige Landesvater hatte 2021 beim letzten Landtagswahlkampf noch etwas mehr herausgeholt. Doch mit diesem Unterschied kann man leben. Promi-Faktor und politische Erfahrung, das sind Dinge, die eben ihre Zeit zum Reifen brauchen.

Christoph Traub gibt seine Stimme ab. Foto: Markus Brändli

Aber so gehen eben die meisten Erststimmen in Leinfelden-Echterdingen an Maren Steege von der CDU mit etwa 200 Stimmen mehr als Schweizer und damit mit einem Stimmenanteil von 34,3 Prozent. Die Prognosendifferenz von plus einem Prozent der CDU gegenüber den Grünen blieb hier also gewahrt.

AfD kann Stimmen fast verdoppeln

Ansonsten gingen die Wähler in Leinfelden-Echterdingen mit den anderen Parteien etwas glimpflicher um als im übrigen Land. Tim Reeth brachte die SPD mit 1370 Stimmen auf einen Erststimmenanteil von 6,9 Prozent. Und Dennis Birnstock – er war der einzige, der hier zum zweiten Mal angetreten ist, hievte die FDP auf 6,7 Prozent. Im Vergleich zur Landtagswahl 2021 mussten jedoch sowohl SPD wie FDP Federn lassen. Felix Schneider von der AfD hat in diesem Vergleich das Erststimmen-Ergebnis für seine Partei dagegen quasi verdoppelt.

Filderstadt ist in Sachen Erststimme mehr der CDU zugeneigt: 35,5 Prozent gehen da an Steege, Schweizer holt da gerade mal 26,9 Prozent. Das sind fast 2000 Stimmen Unterschied. Bei den Zweitstimmen bleiben sie jedoch quasi gleich bei 31,5 Prozent (Grüne) respektive 31,4 Prozent (CDU). Mit den anderen Parteien halten es die Filderstädter ähnlich wie die Bürger in Leinfelden-Echterdingen: Die SPD bekommt 7,4 Prozent, die FDP 8,2 Prozent und die AfD legt mächtig zu und landet bei 16,1 Prozent.