Wasserkocher entkalken mit Hausmitteln - So geht's! Foto: FotoHelin/Shutterstock

Um den Wasserkocher zu entkalken brauchen Sie keine teuren Reiniger. Einfache Hausmittel reichen vollkommen aus. Sicher haben Sie etwas davon bereits im Haus.

Haushaltsgeräte, die regelmäßig mit Wasser in Kontakt kommen, setzen irgendwann Kalk an – das ist vollkommen normal. Dass Sie Ihren Wasserkocher reinigen sollten, erkennen Sie an weißen Ablagerungen am Boden des Geräts oder an weißen Flecken an den Seitenwänden. Auch feine, weiße Kalkschlieren im gekochten Wasser können auftreten.

Kalk aus dem Leitungswasser ist nicht schädlich. Sie sollten Ihren Wasserkocher dennoch regelmäßig entkalken, da die Ablagerungen das Gerät schädigen und den Geschmack des Wassers beeinträchtigen können. Außerdem verbraucht der Wasserkocher mehr Energie, wenn er stark verkalkt ist.

Wasserkocher entkalken mit Essig

Essig oder Essigessenz enthält viel Säure, die den Kalk zersetzt. Geben Sie 2 EL Essigessenz in Ihren Wasserkocher und gießen Sie anschließend einen Becher Wasser dazu. Rühren Sie das Gemisch mit einem Löffel um und kochen Sie es dann auf.

Lassen Sie die Mischung nach dem Aufkochen für weitere 30 Minuten einwirken. In dieser Zeit werden die Kalkablagerungen vollständig gelöst. Spülen Sie nun den Wasserkocher gut aus.

Wasserkocher mit Zitrone entkalken

Zitronen bzw. Zitronensäure kann in vielen Bereichen des Haushalts als Reinigungsmittel eingesetzt werden. Ihr Vorteil: Zitronen verströmen beim Reinigen einen frischen Duft.

Bei leichten Verkalkungen halbieren Sie eine Zitrone und reiben den Wasserkocher mit der Schnittfläche ab. Üben Sie leichten Druck aus, damit der Saft austritt und spülen Sie anschließend mit klarem Wasser nach.

Bei hartnäckigen Verkalkungen hilft Zitronensäure in Pulverform. Füllen Sie den Wasserkocher bis oben hin mit Wasser – je nach Größe also 1 bis 2 Liter. Rühren Sie 3 bis 4 EL Zitronensäure ein und lassen Sie das ganze mindestens 1 Stunden einwirke. Gießen Sie die Mischung dann aus und spülen Sie den Wasserkocher sehr gründlich mit klarem Wasser ab.

Achtung: Kochen Sie die Zitronensäure-Wasser-Mischung nicht auf! Dabei kann Calciumcitrat entstehen – ein weißer Belag, der noch hartnäckiger ist als Kalk. Daher ist es besonders wichtig, die Zitronensäure auszuspülen, bevor der Wasserkocher wieder wie gewohnt zum Einsatz kommt.

Wasserkocher entkalken mit Natron

Auch der Alleskönner Natron eignet sich wunderbar, um den Wasserkocher zu entkalken. Geben Sie dazu etwa 20 Gramm Natron in den Wasserkocher und gießen Sie anschließend etwa 200 Milliliter Wasser hinzu. Schalten Sie den Wasserkocher an und lassen Sie die Natron-Mischung aufkochen.

Hinweis: Es empfiehlt sich, den Wasserkocher bei dieser Methode im Blick zu behalten, da das Gemisch aus Natron und Wasser stark sprudeln und überkochen kann.

Lassen Sie die Lösung nach dem Aufkochen noch etwa 1 Stunde abkühlen und einwirken. Anschließend spülen Sie den Wasserkocher gut aus.

Wenn Sie kein Natron zur Hand haben, können Sie stattdessen auch Backpulver verwenden.

Wasserkocher mit Gebissreiniger putzen

Eigentlich sollen Gebissreiniger-Tabletten die dritten Zähne reinigen, aber auch im Wasserkochen sind sie nützlich. Legen Sie eine Sprudeltablette in den Kocher und gießen Sie etwa eine Tasse Wasser hinzu. Warten Sie, bis sich der Gebissreiniger aufgelöst hat und schalten Sie das Gerät dann ein.

Lassen Sie die Mischung anschließend 60 Minuten einwirken, damit der Kalk vollständig zersetzt wird. Gießen Sie die Lösung dann weg und spülen Sie mit klarem Wasser nach.

Genialer Trick: Wasserkocher entkalken mit Aspirin

Aspirin hilft nicht nur gegen Kopfschmerzen, sondern auch gegen Verkalkungen im Wasserkocher! Die enthaltene Acetylsalicylsäure löst die Ablagerungen und hilft somit effektiv, den Wasserkocher zu reinigen.

Lösen Sie eine Tablette Aspirin in einem Glas Wasser auf und geben Sie die Lösung in den Wasserkocher. Schalten Sie das Gerät an und lassen Sie die Mischung anschließend noch 30 Minuten einwirken. Danach den Wasserkocher einfach ausspülen – fertig.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: