Zum wiederholten Mal zeigt sich eine Prognose der Deutschen Bahn zur Inbetriebnahme als nicht belastbar. Stuttgart 21 geht nicht im Dezember 2026 in Betrieb.
Stuttgart 21 wird ein weiteres Mal später fertig als behauptet: Auch Ende 2026 geht der neue Tiefbahnhof nicht in Betrieb. Entsprechende Informationen machen unter den Projektpartnern von Land, Stadt Stuttgart und Region die Runde. Ein Sprecher des Bahnkonzerns wollte dies auf Anfrage nicht bestätigen.
Damit verlängert sich das Trauerspiel um das Projekt, das schon für viele Auseinandersetzungen in der Stadt gesorgt hat. Sämtliche in der Vergangenheit von der Deutschen Bahn abgegebenen Prognosen zur Inbetriebnahme haben sich letztlich als zu optimistisch erwiesen und mussten wieder kassiert werden. So ist es auch dieses Mal.
Bis zuletzt verbreitete die Bahn Zuversicht
Im Sommer dieses Jahres hatte die Bahn zumindest eine Teilinbetriebnahme für Dezember 2026 in Aussicht gestellt. Der Fernverkehr sollte dabei durch den Durchgangsbahnhof fahren sowie auch ein Großteil des Regionalverkehrs. Rund ein Drittel der Züge, die Ziele in der Region ansteuern, sollten hingegen bis Sommer 2027 weiterhin den Kopfbahnhof ansteuern. Nun wird der gesamte Zugverkehr auch 2027 auf den oberirdischen Anlagen abgewickelt.
Selbst nach der jüngsten Lenkungskreissitzung, bei der Spitzenvertreter aller Projektpartner zusammenkommen, blieb es beim bisherigen Fahrplan für die Inbetriebnahme. Der ist nun hinfällig.