Bundesversammlung
: Was Reinhold Würth die Wahl des Staatsoberhaupts bedeutet

Bundespräsident oder Bundespräsidentin: Wer das nächste Staatsoberhaupt Deutschlands wird, ist noch offen. Fest steht, dass Reinhold Würth mitwählen darf. Was sagt der Unternehmer dazu?
Von
dpa
Künzelsau
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Der Unternehmer Reinhold Würth, aufgenommen bei der Wiedereröffnung der erweiterten Kunsthalle Würth vor der Kunsthalle. (Archivbild).

Bernd Weißbrod/dpa
  • Reinhold Würth darf in der Bundesversammlung das nächste Staatsoberhaupt mitwählen.
  • Er fühlt sich geehrt und betont als Demokrat die Pflicht, die Demokratie zu schützen.
  • Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier.
  • Der Landtag in Baden-Württemberg nominierte u. a. Würth, Cacau und Pur-Sänger Hartmut Engler.
  • Mehrere Spitzenpolitiker werben für Ilse Aigner – die Union hat noch keine Kandidatur benannt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Unternehmer Reinhold Würth fühlt sich nach eigenen Worten sehr geehrt, das nächste Staatsoberhaupt Deutschlands mitwählen zu dürfen. „Dass ich mit 91 Jahren zum ersten Mal in meinem Leben den Bundespräsidenten oder, was ja wahrscheinlich ist, zum ersten Mal sogar eine Bundespräsidentin mitwählen darf, dafür bin ich sehr dankbar“, teilte Würth mit.

Als überzeugter Demokrat sei es für ihn ein Geschenk, in diesem Staatswesen leben und wählen zu dürfen. „Unsere gemeinsame Verantwortung ist, die Demokratie zu schützen, um nicht nur für uns, sondern vor allem den kommenden Generationen ein Leben in Freiheit und Wohlstand vorbereiten zu dürfen“, so Würth.

Würth nicht der einzige Prominente aus dem Südwesten

Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar über Steinmeiers Nachfolge. Sie setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Wahlleuten der Länder zusammen. Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. Der baden-württembergische Landtag hat seine Vertreter für die Wahl des nächsten Staatsoberhaupts bereits bestimmt - darunter Würth, aber auch der ehemalige VfB-Fußballer Cacau oder Pur-Sänger Hartmut Engler.

Zuletzt hatten sich mehrere einflussreiche CDU-Politiker, unter ihnen alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten, offen für die CSU-Politikerin Ilse Aigner als künftige Bundespräsidentin ausgesprochen. Auch führende Politiker von SPD und Grünen – darunter Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Cem Özdemir - befürworten die Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin. Die CSU wirbt seit Monaten für Aigner.

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte für eine Frau für das höchste Staatsamt plädiert, aber noch keinen Namen genannt. Das Vorschlagsrecht hat die Union, bisher hat sie noch niemanden als Kandidatin oder Kandidaten offiziell benannt.

Vom Lehrling zum Milliardär

Reinhold Würth begann 1949 eine Lehre in der Schraubengroßhandlung seines Vaters. Nach dessen Tod fünf Jahre später übernahm der damals 19-Jährige den kleinen Betrieb. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten im großen Stil. Das für seine Produkte im Montage- und Befestigungsbereich bekannte Unternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg machte Würth zum Milliardär und zu einem der reichsten Deutschen. Würth ist Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats des Familienunternehmens.