FSME und Borreliose: Vorsicht Zecken! Diese Parasiten sind gefährlich

Die kleinen Spinnentiere mögen dünne Haut, weshalb sie sich oft an schwer erreichbaren Stellen wie den Kniekehlen, den Leisten oder hinter den Ohren verstecken.
Imago/Rene TrautBis heute sind weltweit über 900 Zeckenarten bekannt. Immer mehr von ihnen breiten sich in heimischen Gefilden aus. Typische Lebensräume für Zecken sind lichte Wälder und Waldränder sowie Flächen mit hohem Gras oder Büschen. Das Infektionsrisiko ist besonders in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und dem Südosten Thüringens hoch.
Wir stellen die häufigsten in Deutschland vorkommenden Zeckenarten vor:
Gemeiner Holzbock

Gemeiner Holzbock.
Foto: Imago/BlickwinkelDie in Europa und Deutschland am weitesten verbreitete Zeckenart ist der Gemeine Holzbock. Er befällt am häufigsten von allen Zecken Menschen und überträgt die gefährlichen Borrelien und FSME-Viren.
Auwaldzecke

Auwaldzecke.
Foto: Imago/Frank SorgeDie Auwaldzecke kann wie der gemeine Holzbock Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen. Sie sucht im Gegensatz zu ihren seit Jahren etablierten Verwandten schon bei Temperaturen um die vier Grad aktiv nach Wirten, die sie stechen könnte. Die Auwaldzecke ist vor allem im Osten und Südwesten von Deutschland heimisch.
Igelzecke

Igel mit Zecke.
Foto: Imago/BlickwinkelDie Igelzecke hält sich vorwiegend im Bau ihres Wirtstieres wie Igel und Füchse, wo sie auf ihrem Opfer auflauert.
Schafzecke

Schafzecke.
Foto: Imago/BlickwinkelDie Schafszecke – auch Frühjahrswaldzecke genannt – kommt in Deutschland relativ selten vor. Aber auch hierzulande breitete sie sich – vor allem in Süddeutschland – aus.
Taubenzecke

Taubenzecke.
Foto: Imago/Steffen SchellhornDie Taubenzecke ist in den Ländern Mitteleuropas anzutreffen und findet sich hauptsächlich an Gebäuden. Beim Menschen können Bisse dieser Zeckenart allergische Reaktionen auslösen.
Hyalomma

Hyalomma.
Foto: Imago/ZoonarAuch Tropenzecken der Gattung Hyalomma, die in Afrika beheimatet sind, tauchen in Deutschland immer häufiger auf. Sie werden durch Zugvögel in Deutschland eingetragen. Mit zunehmend trockenen, warmen Sommern kann diese Zecke her zu einem Stammgast hierzulande werden.
Gefährliche Spinnentiere
Zecken sind meist gar nicht so leicht zu entdecken: Die kleinen Spinnentiere mögen dünne Haut, weshalb sie sich oft an schwer erreichbaren Stellen wie den Kniekehlen, den Leisten oder hinter den Ohren verstecken.
Mit ihren Mundwerkzeugen stechen die Zecken zu – daher spricht man in Fachkreisen auch von einem Zeckenstich, nicht von einem Biss. Problematisch ist ein Zeckenstich, wenn das Spinnentier Träger von FSME-Viren oder Borreliose-Bakterien ist.

FSME-Risikogebiete in Deutschland (Stand: 2. März 2023).
Foto: © Robert Koch-Institut, 2023FSME
Borreliose
Folgen von FSME und Borreliose
Beide Erkrankungen machen sich zu Beginn lediglich durch Symptome eines grippalen Infekts bemerkbar. In manchen Fällen bleiben Beschwerden sogar ganz aus, sodass die Infektionen noch schwerer zu erkennen sind.
Schwerwiegende Folgen sind möglich: FSME kann zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute führen, Borreliose verursacht beispielsweise Gelenkentzündungen.
