Social-Media-Trend
: Was bedeutet „Unc Status“?

Auf Social Media stolpert man häufiger über den Begriff "Unc Status" - doch was heißt das? Wir erklären Bedeutung & Ursprung des Trends.
Von
Katrin Jokic
Stuttgart
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Was bedeutet "Unc Status" auf Social Media?

Rawpixel.com/Shutterstock

Grob übersetzt heißt „Unc Status“ auf Deutsch so viel wie „Onkel-Status“, denn „Unc“ steht für eine kurze Version des englischen Worts „uncle“. In der jüngeren Gen-Z-Generation und auf TikTok verbreitet er sich gerade recht schnell. „Unc Status“, also „Onkel-Status“, erreicht, wer älter ist und Dinge tut oder sagt, die eben ältere Menschen tun oder sagen.

Allerdings wird der Begriff „Unc Status“ wohl vor allem von jüngeren Mitgliedern der Gen Z oder älteren Mitglieder der Generation Alpha verwendet, also jenen Kindern und Teenagern, die 2006 oder später geboren wurden. Das bedeutet, dass auch Menschen, die sich auf Themen, Sprache oder Aktivitäten der 90er Jahre beziehen, als alt und somit als „Unc“ gelten können. Zum Teil wird aber auch bereits 19-jährigen auf Social Media der „Unc Status“ verliehen – eine klare Grenze, wer oder was als „Unc“ gilt, lässt sich hier also nicht ausmachen.

Ursprung des Unc-Status-Trends war vermutlich ein Video des TikTok-Users @callmechosen85, der am 27. Juni 2021 ein Video postete, in dem er von einem Kind mit „Wassup Unc“ („Was geht ab, Onkel“) gegrüßt wird. Das Video wurde mittlerweile über 940.000 Mal aufgerufen (Stand: 24.06.2023).

Der Begriff bzw. die Abkürzung „Unc“ stammt möglicherweise aus dem AAVE, also dem afroamerikanischen Englisch, einer in den USA verbreiteten Variante des Englischen, das von Afroamerikanern gesprochen wird. „Unc“ bezieht sich in diesem Kontext auf ältere männliche Mitglieder der Familie, unabhängig davon, ob sie tatsächlich ein Onkel oder ein anderer Verwandter sind. In den aktuellen Clips und Memes wird der Begriff eher dazu verwendet, sich über ältere Personen lustig zu machen. Ein weibliches Äquivalent zum „Unc“ wäre „Auntie“, also so viel wie „Tante“ oder „Tantchen“, doch als Trendbegriff hat sich dies noch nicht durchgesetzt.