Hilfe bei Spamnachrichten: Spam-SMS: Was tun? – 7 Tipps

Nicht bei jeder SMS ist es so offensichtlich.
panuwat phimpha / shutterstock.comWie gehe ich mit Spam-SMS richtig um?
Grundsätzlich sollte man bei jeder unaufgefordert empfangenen Nachricht vorsichtig sein, egal ob per SMS, E-Mail oder Messenger. Auch wenn der Absender zunächst vertrauenswürdig scheint: Betrüger geben sich gerne als Ihre Bank oder einen anderen Dienstleister aus, bei dem Sie registriert sind. Eine ausführliche Anleitung zum richtigen Umgang mit Spam-SMS stellen wir in unserem Ratgeber „Was ist Smishing?“ zur Verfügung. Als Faustregel kann man sich jedoch merken: Handeln Sie nicht hastig und denken Sie nach, klicken Sie nicht auf irgendwelche Links und geben Sie niemals irgendwelche sensiblen Informationen weiter.
Was Sie gegen SMS-Spam tun können: 7 Tipps
1. Spam-SMS melden
Eine Möglichkeit, um sich gegen Spam-SMS zu wehren, ist es, eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einzureichen. Über zwei Online-Formulare können sowohl klassische SMS-Spamnachrichten als auch über Messenger-Dienste wie WhatsApp empfangene Textnachrichten gemeldet werden. Die Bundesnetzagentur kann dann je nach Art und Schwere der Verstöße mit geeigneten Maßnahmen wie Abmahnungen oder in Härtefällen sogar der Geschäftsmodelluntersagung reagieren. Bei Ärger mit Telefonnummern im Allgemeinen können Sie außerdem die folgenden Kontaktmöglichkeiten der Bundesnetzagentur nutzen:
2. SMS-Absender blockieren
Sie müssen nicht warten, bis die Bundesnetzagentur gegen die Spammer vorgeht und können selbst tätig werden, indem Sie eine Nummer vorsorglich blockieren. So gehen Sie auf Android und iPhone vor.
Android: SMS blockieren
Öffnen Sie die Voice App. Wählen Sie nun „Nachrichten“. Öffnen Sie eine SMS von dem Kontakt oder der Nummer, die blockiert werden soll. Tippen Sie nun auf „Weitere Optionen“ und dann „Personen & Optionen“. Hier können Sie die Nummer blockieren, um keine Nachrichten mehr zu erhalten.
iPhone: SMS blockieren
Tippen Sie in dem Nachrichtenverlauf der App „Nachrichten“ auf den Namen oder die Telefonnummer ganz oben. Wählen Sie dann „Info“ und scrollen Sie nach ganz unten zu „Anrufer blockieren“. Dadurch erhalten Sie keine Anrufe oder SMS mehr von diesem Kontakt.
3. Eintrag in die Robinsonliste
Ein Eintrag in die Robinsonliste soll Verbraucher vor unaufgeforderten Werbeanrufen und SMS schützen. Die Idee dahinter ist, dass seriöse Unternehmen ihre Kontaktlisten mit der Robinsonliste abgleichen und die darin befindlichen Telefonnummern aus ihrem System löschen. Allerdings ist dieser Abgleich freiwillig und längst nicht alle Unternehmen nehmen an dem Projekt teil. Der Eintrag in die Robinsonliste bedeutet also nicht, dass Sie keine unerwünschten Anrufe oder SMS mehr erhalten. Er kann aber zumindest die ein oder andere Nachricht verhindern.
4. Antivirenprogramm installieren
Während iPhones von Haus aus sehr gut vor Schadsoftware geschützt sind und sich daher keine Antiviren-Apps im App Store finden, kann es bei Android-Geräten durchaus Sinn machen, einen zusätzlichen Schutz zu installieren. Die Verbraucherzentrale empfiehlt die von AV-Test getesteten Antivirenprogramme für Android. Die Übersicht und weitere nützliche Informationen zum Thema Spamming finden Sie hier.
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5. Nicht überall anmelden
Seien Sie vorsichtig, wo Sie Ihre Handynummer angeben. Je öfter Sie Ihre Nummer im Internet weitergeben oder sich bei diversen Diensten registrieren, desto größer ist die Chance, dass Spammer Zugriff darauf erhalten.
6. Drittanbietersperre einrichten
Zum Schutz vor ungewollten Abos durch Links in Spam-SMS empfiehlt die Verbraucherzentrale, eine Drittanbietersperre bei Ihrem Mobilfunkanbieter einzurichten. So können Sie verhindern, dass Sie über Ihre Telefonnummer ungewollt ein Abo abschließen und dadurch unvorhergesehene Kosten entstehen. Die Drittanbietersperre können Sie entweder über Ihr Kundenkonto einrichten oder per Post / E-Mail beauftragen. Weitere Informationen erhalten Sie direkt von Ihrem Mobilfunkanbieter.
7. Rufnummer wechseln
Sollte die Spamflut nicht abnehmen und die oben genannten Tipps nicht zu einer Besserung führen, können Sie im Zweifelsfall auch eine Rufnummeränderung erwägen. Bei den meisten Mobilfunkanbietern ist das gegen eine einmalige Gebühr im laufenden Vertrag möglich. Allerdings sollten Sie nicht zu voreilig sein, denn heutzutage sind viele Dienste wie das Online-Banking aufgrund der Zwei-Faktor-Authentifizierung mit der Telefonnummer verknüpft. Informieren Sie sich daher zunächst bei allen Diensten und Anbietern, welche die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, wie Sie die Telefonnummer ohne Probleme wechseln können.
Was tun, wenn ich auf einen Spam-Link geklickt habe?
Falls Sie eine Spam-SMS erhalten und aus Versehen auf einen Link geklickt haben, empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wie folgt vorzugehen:
Lesen Sie jetzt weiter: So funktioniert Telefonspam
