Hitzewelle: Wohnung abkühlen ohne Klimaanlage: So geht´s

In den heißen Sommermonaten lädt sich die Wohnung schnell mit Hitze auf.
Shutterstock/DimaBerlinSobald die Temperaturen steigen und die Sonne auf Fenster und Dächer scheint, wird es in der eigenen Wohnung schnell zu heiß. Besonders im Dachgeschoss oder im schlecht isolierten Altbau werden die Sommermonate dann sehr unangenehm – tagsüber ist es unerträglich heiß, und auch in der Nacht kühlt es nicht richtig ab. Es gibt allerdings einige einfache und effektive Maßnahmen, mit denen die Innentemperaturen auf einem erträglichen Level gehalten werden können – und das ganz ohne Klimaanlage.
Wann und wie sollte man bei Hitze lüften?
Beim Lüften im Sommer kommt es vor allem auf eines an: den richtigen Zeitpunkt. Wer tagsüber die Fenster öffnet, lädt die warme Luft nach Hause ein. Deshalb gilt: früh morgens und spät abends stoßlüften, wenn die Außentemperaturen niedriger sind – so kann die warme Luft entweichen und kühlere Luft eintreten.
Fenster richtig abdunkeln
Um die Wohnung im Sommer effektiv abzudunkeln, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Wenn Rollläden vorhanden sind, können diese geschlossen werden. Wer es nicht so dunkel in der Wohnung haben möchte, hat ebenfalls die Option, Rettungsdecken außen am Fenster zu befestigen. Hier sollte die silberne Seite der Decke nach Außen zeigen. Wenn die Sonne das Fenster dann anstrahlt, werden die Sonnenstrahlen reflektiert und das Fenster kann sich gar nicht erst aufheizen. Eine andere Möglichkeit sind Spiegel- oder Hitzeschutzfolien aus dem Baumarkt. Diese haben den Vorteil, dass sie Tageslicht zulassen. Spiegelfolien sorgen zusätzlich dafür, dass niemand mehr von außen in die Fenster blicken kann, was zusätzliche Privatsphäre als Bonus mit sich bringt. Generell gilt: Sonnenschutz von außen ist am wirksamsten.
Elektrische Geräte bewusst nutzen
Auch wenn es nicht so scheint, als würden elektrische Geräte viel Hitze in der Wohnung erzeugen: Sie produzieren im Dauerbetrieb doch einiges an Wärme. In den heißen Monaten ist es hier deshalb besonders ratsam, Fernseher, Computer oder Lampen auszustecken, wenn diese nicht im Betrieb sind. Das spart nicht nur unnötige Wärme, sondern auch Kosten.
Ventilatoren clever einsetzen
Der Ventilator allein kühlt die Wohnung leider nicht ab. Zwar macht der Luftzug die Hitze angenehmer, sobald man jedoch nicht mehr im direkten Ventilatoren-Wind ist, merkt man davon nichts mehr. Anders ist das jedoch, wenn der Ventilator vor ein feuchtes Tuch oder Bettlaken gestellt wird – so wird die feuchte Luft verteilt, und es entsteht Verdunstungskälte, die den Raum etwas kühlt.
Pflanzen als natürliche Klimaanlage
Zimmerpflanzen wie die Grünlilie, die Areca-Palme oder die Friedenslilie können die Wohnung herunterkühlen, da sie besonders viel Feuchtigkeit in die Luft abgeben. So entsteht ebenfalls Verdunstungskälte, und das Raumklima verbessert sich spürbar.
Wer ein paar einfache Maßnahmen umsetzt, schafft auch ohne Klimaanlage ein deutlich angenehmeres Raumklima – ganz einfach, nachhaltig und günstig.