Vogelfutter
: Meisenknödel selbst machen: So geht’s

AnzeigeMeisenknödel hängen in fast jedem Garten, doch wer sich daran bedient, überrascht viele. Und der Winterfutter-Klassiker lässt sich mit wenigen Zutaten ganz einfach selbst machen.
Von
leane
Stuttgart
Eine Blaumeise auf Futtersuche.

Eine Blaumeise auf Futtersuche.

Shutterstock/Nitr

Kaum sinken die Temperaturen, kehrt Leben an die Futterstellen zurück: Es flattert, pickt und zwitschert, was das Zeug hält. Mittendrin baumelt oft ein kleiner, runder Energiespender, den fast jeder kennt. Doch hinter dem Meisenknödel steckt mehr, als sein Name vermuten lässt. Wer kommt eigentlich zum Fressen vorbei? Wann ist das Füttern sinnvoll, und was steckt in so einem Knödel überhaupt drin?

Fressen nur Meisen Meisenknödel?

Auch wenn der Name des Meisenknödels zu verstehen geben kann, dass nur Meisen von ihm fressen, ist das bei Weitem nicht der Fall. Denn auch zahlreiche andere Vögel finden im Winter Gefallen an dem Energielieferanten und bedienen sich am Buffet. Neben Meisen trifft man am Futterspender auch auf Sperlinge, Buchfinken, Amseln, Rotkehlchen, Spechte oder Eichelhäher.

Wann darf man Vögel mit Meisenknödeln füttern?

Es ist ganzjährig sinnvoll Vögeln ein zusätzliches Nahrungsangebot zu machen. Früher galt die Vorgabe, nur zwischen November und Februar Vogelfutter bereitzustellen. Doch heute empfehlen Ornithologen ein ganzjähriges Angebot, da die Vögel durch den Schwund von Lebensraum und Insekten das ganze Jahr über zu wenig Futter finden.

Wichtig: Es wird empfohlen, Meisenknödel ohne Netze zu verwenden, da Vögel Gefahr laufen, sich im Netz zu verfangen und sich zu verletzen.

Was ist in Meisenknödeln drin?

Meisenknödel bestehen aus verschiedenen Körnern, Samen und Nüssen sowie Fett. In der Regel besteht etwa die Hälfte des Knödels aus Fett. Häufig handelt es sich um Rindertalg oder Hammeltalg. Es gibt jedoch pflanzliche Alternativen wie Kokosfett oder gehärtetes Pflanzenfett. Die anderen 50 Prozent des Meisenknödels machen Körner, wie Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Weizenflocken, Hirse, Leinsamen und Hanfsamen aus. Je nach Hersteller befinden sich auch gehackte Nüsse wie Walnüsse, Haselnüsse oder Erdnüsse in den Knödeln. Auch getrocknete Beeren oder Insekten wie Mehlwürmer können enthalten sein.

Ein selbstgemachter Meisenknödel liefert Vögeln im Herbst und Winter wichtige Energie.

Ein selbstgemachter Meisenknödel liefert Vögeln im Herbst und Winter wichtige Energie.

Shutterstock/Bachkova Natalia

Wie kann man Meisenknödel selbst machen?

Wer Meisenknödel selbst herstellen möchte, um die gefiederten Besucher im Winter zu unterstützen, kann mit diesem einfachen Rezept beginnen. Man benötigt:

  • 500 Gramm Fett oder Butterschmalz (tierische Varianten sind beim Metzger erhältlich, eine pflanzliche Alternative ist beispielsweise Kokosfett)
  • Etwas Speiseöl
  • Eine Kordel
  • 500 Gramm Körner und Samen

Anleitung:

    • Im ersten Schritt muss das Fett vorsichtig in einem Topf erwärmt werden. Man sollte darauf achten, es jedoch nicht ganz zum Schmelzen zu bringen. Es muss lediglich gut formbar sein.
    • Ist das Fett weich, kann man die Futtermischung hinzugeben und alles umrühren.
    • Nun muss man das Ganze etwas erkalten lassen. Ist es geschmeidig aber noch nicht fest, kann man die Masse zu Kugeln formen.
    • Bröckelt das Fett, kann man es mit einem Schuss Speiseöl geschmeidig halten.
    • Die Schnur oder Kordel nimmt man doppelt und knotet die Enden zusammen. Anschließend formt man die Knödel um das eine Ende.
    • Zum Aushärten legt man die Meisenknödel in den Kühlschrank.