STN+STN+Evolution des Menschen
: Die Wiege der Menschheit liegt in Europa

Woher kommt der Mensch? Tübinger Forscher haben nach Funden in Bulgarien und Griechenland nun auch in Süddeutschland Hinweise auf eine bisher unbekannte Vormenschen-Art entdeckt. Die ältesten Vorfahren des Menschen stammen aus Europa und nicht – wie bislang immer angenommen – aus Afrika.
Von
Markus Brauer
Stuttgart
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  • Graecopithecus freybergi – Spitzname El Graeco – hat vor 7,2 Millionen Jahren in einer staubbelasteten Savannen-Landschaft rund um das heutige Athen gelebt. Der Künstler Velizar Simeonovski hat dieses Gemälde nach wissenschaftlichen Vorgaben von Madelaine Böhme und Nikolai Spassov erstellt.

    Velizar Simeonovsk
  • Die bisher unbekannte Primatenart Danuvius guggenmosi lebte vor 11,62 Millionen Jahren in Süddeutschland.

    Velizar Simeonovsk/Universität Tübingen
  • Die Rekonstruktion eines Exemplars von Danuvius guggenmosi liegt am 6. November 2019 auf einem Brett in der Universität Tübingen. Das männliche Exemplar wurde nach dem Musiker Udo Lindenberg „Udo“ benannt.

    Sebastian Gollnow/dpa
  • Die Geowissenschaftlerin und Paläontologin Madelaine Böhme ist seit 2009 Professorin für Paläoklimatologie an der Universität Tübingen. Ihr Spezialgebiet ist die terrestrische Paläoklimatologie.

    Christoph Jäckle/Universität Tübingen
  • Madelaine Böhme mit einem Lendenwirbel eines mehr als zwölf Millionen Jahre alten männlichen Danuvius guggenmosi.

    Sebastian Gollnow/dpa
  • Dieser 1944 bei Athen gefundene Unterkiefer von Graecopithecus freybergi, den Madelaine Böhme in der Hand hält, hat die Wissenschaftlerin auf eine ganz neue Spur zu den Vorfahren des heutigen Menschen geführt.

    dpa/Marijan Murat
  • Das Foto zeigt den 2012 aus dem Grabungsort Azmaka bei der bulgarischen Stadt Tschirpan gefundene oberere linke Backenzahn von Graecopithecus freybergi.

    Wikipedia commons/Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David R. Begun, Madelaine Böhme/journals.plos.org/CC BY 4.0
  • Der Backenzahn ist 7,24 Millionen Jahre alt.

    Wolfgang Gerber, Universität Tübingen
  • Unterkiefer des Graecopithecus freybergi (El Graeco) aus Pyrgos Vassilissis, dem heutigen Stadtgebiet von Athen, gefunden 1944.

    Wolfgang Gerber, Universität Tübingen
  • Die Zeichnung zeigt den Unterkiefer von Graecopithecus freybergi (a) sowie den linken vorderen Backenzahn (b). Darunter ist der rekonstruierte Unterkiefer mit den Zahnwurzeln zu sehen (c, d, e).

    Wikipedia commons/Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David R. Begun, Madelaine Böhme/journals.plos.org/CC BY 4.0
  • So könnte ein Nachfahre Graecopithecus freybergi – Spitzname El Graeco – ausgesehen haben. Er lebte vor rund 7,2 Millionen Jahren nachweislich im heutigen Bulgarien und Griechenland und könnte ein Nachfahre von Danuvius guggenmosi gewesen sein, der vor zwölf Millionen Jahren im Allgäu lebte.

    Universität Tübingen
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