Energieeffizienz von Elektroautos
: Warum weniger Verbrauch mehr Vorteile bringt

AnzeigeBeim Kauf eines Elektroautos spielt neben dem Preis die Reichweite die Hauptrolle. Mindestens so wichtig ist aber die Energieeffizienz. Denn ein geringer Stromverbrauch ist nicht nur günstiger sondern erhöht häufig auch die Reichweite. Worauf es dabei ankommt.
Von
NPG Digital
Stuttgart
Gute Aerodynamik – wie hier beim smart #3 – sorgt für hohe Energieeffizienz. Aber auch Batterietechnologie und Fahrweise spielen eine Rolle.

Gute Aerodynamik – wie hier beim smart #3 – sorgt für hohe Energieeffizienz. Aber auch Batterietechnologie und Fahrweise spielen eine Rolle.

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Für viele Autofahrer entscheidet zunächst die Reichweite darüber, ob ein Elektroauto infrage kommt. Dabei gerät ein anderer Aspekt häufig in den Hintergrund: Wie effizient nutzt das Fahrzeug die verfügbare Energie überhaupt?

Genau wie ein niedriger Kraftstoffverbrauch bei einem Verbrenner von Vorteil ist, gilt auch beim Elektroauto: Je weniger Strom pro 100 Kilometer benötigt wird, desto wirtschaftlicher und nachhaltiger lässt sich das Fahrzeug betreiben. Eine hohe Energieeffizienz kann sich deshalb gleich mehrfach auszahlen – bei den Betriebskosten ebenso wie bei der Alltagstauglichkeit.

Was Energieeffizienz bei Elektroautos bedeutet

Die Energieeffizienz beschreibt, wie viel elektrische Energie ein Fahrzeug benötigt, um eine bestimmte Strecke zurückzulegen. Angegeben wird der Verbrauch üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer.

Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto effizienter arbeitet das Fahrzeug. Gleichzeitig bedeutet ein geringerer Stromverbrauch häufig auch, dass mit derselben Batteriekapazität größere Distanzen zurückgelegt werden können.

E-Autos punkten durch höheren Wirkungsgrad als Verbrenner

Dass Elektromotoren grundsätzlich extrem effizient arbeiten, zeigt auch ein Vergleich des Bundesumweltministeriums: Während ein Benzinmotor nur rund 20 Prozent der eingesetzten Energie tatsächlich in Bewegung umsetzt, erreichen Elektromotoren Wirkungsgrade von rund 80 Prozent. Selbst unter Berücksichtigung der Verluste bei Stromerzeugung und Ladevorgang liegt der Gesamtwirkungsgrad mit 64 Prozent dreimal so hoch wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Elektroautos wie der smart #1 punkten im Vergleich zu Verbrennern mit größerer Energieeffizienz – das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Elektroautos wie der smart #1 punkten im Vergleich zu Verbrennern mit größerer Energieeffizienz – das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

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Das heißt: Elektroautos benötigen generell weniger Energie als Verbrenner – und je sparsamer das E-Auto ist, desto niedriger die Stromkosten pro gefahrenem Kilometer und desto seltener sind (bei gleicher Akkukapazität) auch die notwendigen Ladestopps auf längeren Fahrten. Auch die Umwelt profitiert davon, denn neben den laufenden Energiekosten reduziert sich mit geringerem Stromverbrauch auch die Umweltbelastung.

Diese Faktoren beeinflussen die Energieeffizienz

Nicht nur die Fahrzeugtechnik wie Aerodynamik oder Batterietechnologie entscheidet darüber, wie effizient ein Elektroauto unterwegs ist. Auch äußere Bedingungen und das eigene Fahrverhalten spielen eine wichtige Rolle.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen:

  • Fahrstil und Beschleunigung
  • Durchschnittsgeschwindigkeit
  • Außentemperatur
  • Nutzung von Heizung oder Klimaanlage
  • Streckenprofil
  • Reifendruck
  • Fahrzeuggewicht und Beladung

Besonders bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Energiebedarf durch den Luftwiderstand deutlich an. Im Stadtverkehr arbeiten Elektroautos dagegen sehr effizient. Beim Bremsen wird über die sogenannte Rekuperation ein Teil der Bewegungsenergie zurückgewonnen und wieder in der Batterie gespeichert.

Selbst größere Elektroautos wie der smart #5 liegen in puncto Energieeffizienz vor vergleichbaren Verbrennern – vor allem im Stadtverkehr.

Selbst größere Elektroautos wie der smart #5 liegen in puncto Energieeffizienz vor vergleichbaren Verbrennern – vor allem im Stadtverkehr.

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Nach einer Studie des Umweltbundesamts können Nebenverbraucher wie Heizung, Klimaanlage oder Batteriekonditionierung im Realbetrieb etwa 10 bis 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ausmachen.

Mit einfachen Maßnahmen effizienter unterwegs

Viele Faktoren lassen sich im Alltag selbst beeinflussen. Bereits kleine Änderungen im Fahrverhalten können den Stromverbrauch spürbar reduzieren.

Hilfreich sind unter anderem:

  • vorausschauend und gleichmäßig fahren
  • starke Beschleunigungen vermeiden
  • auf der Autobahn ein moderates Tempo wählen
  • Rekuperation möglichst konsequent nutzen
  • den Reifendruck regelmäßig kontrollieren
  • unnötiges Gewicht vermeiden
  • das Fahrzeug während des Ladens vorheizen oder vorkühlen

Gerade im Winter lohnt sich das sogenannte Vorkonditionieren. Wird der Innenraum bereits während des Ladevorgangs auf Temperatur gebracht, muss die Energie dafür später nicht mehr aus der Batterie entnommen werden.

Der persönliche Fahralltag entscheidet

Wie effizient ein Elektroauto unterwegs ist, hängt also letztlich immer vom individuellen Einsatzprofil ab. Wer überwiegend im Stadtverkehr oder auf täglichen Pendelstrecken unterwegs ist, profitiert besonders von einem geringen Energieverbrauch. Auf längeren Autobahnfahrten gewinnen dagegen Faktoren wie Geschwindigkeit und Fahrweise zusätzlich an Bedeutung.

Wer sich näher mit den Zusammenhängen beschäftigen möchte, dem gibt smart in seinem Ratgeber zur Energieeffizienz von Elektroautos eine verständliche Übersicht darüber, welche Faktoren den Stromverbrauch beeinflussen und wie sich die verfügbare Energie im Alltag möglichst effektiv nutzen lässt.

Fest steht: Eine hohe Energieeffizienz macht Elektroautos wirtschaftlicher, nachhaltiger und alltagstauglicher. Wer beim Fahrzeugkauf nicht nur auf die Reichweite und die Kapazität des Akkus, sondern auch auf den Stromverbrauch achtet, trifft häufig langfristig die bessere Entscheidung. Denn so sinken Stromverbrauch und Betriebskosten – davon profitieren sowohl der Geldbeutel als auch die Umwelt.