STN+STN+Die Gnirshöhle am Bodensee
: Wo der Wolf zum Hund wurde

Wo liegt der Ursprung des Hundes als Haustier? Ein Tübinger Forschungsteam geht davon aus, dass eiszeitliche Menschen vor 15 000 Jahren im Süden Baden-Württembergs wilde Wölfe gezähmt haben. Ein Besuch in der Gnirshöhle.
Von
David Scheu
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
  • Nach rechts geht es in die erste Höhlenkammer: Susanne Münzel in der Gnirshöhle, dem Fundort eines besonderen Unterkiefers

    stock.adobe.com/AB Photography -
  • Die Gnirshöhle befindet sich in der Nähe des Bodensees. Etwa einen Kilometer östlich der Stadt Engen führen 43 Treppenstufen hinauf zum Eingang.

    Foto: Scheu
  • Im Inneren der Höhle besteht Helmpflicht. Zehn Schutzhelme stehen am Eingang zur Verfügung.

    Foto: Scheu
  • Das Gestein schimmert gelblich. Insgesamt elf Lampen sorgen für eine vollständige Ausleuchtung der Höhle.

    Foto: Scheu
  • Nach einigen Metern teilt sich der Weg. Nach rechts geht es weiter in die erste Höhlenkammer, aus der die meisten fossilen Funde stammen.

    Foto: Scheu
  • Die Archäozoologin Susanne Münzel von der Uni Tübingen hat die Knochen aus der Gnirshöhle in den vergangenen Jahren ausgewertet.

    Foto: Scheu
  • Über eine Leiter geht es mehrere Meter senkrecht nach unten in die erste Höhlenkammer.

    Foto: Scheu
  • Höhlenführer Alfred Rigling verweist auf die rote Markierung. Bis hierhin war die Höhle mit Sediment befüllt, bis sie ab 1977 ausgegraben wurde.

    Foto: Scheu
  • An den Wänden der Höhlenkammer hat sich sogenanntes Calcit gebildet.

    Foto: Scheu
  • Die Kristalle haben sich über die Jahrtausende im stehenden Wasser geformt, als sich der Kalk an den Wänden kristallisiert hat.

    Foto: Scheu
  • Aus der Höhlenkammer stammt auch der Caniden-Unterkiefer. Er weist sowohl Merkmale eines Wolfs als auch eines Haushunds auf und gilt daher als Beleg für der Domestikation von wildlebenden Wölfen.

    Foto: Senckenberg Forschungsinstitut
  • Ausgräber Gerd Albrecht, Archäozoologin Susanne Münzel, Höhlenführer Alfred Rigling, Engens Bürgermeister Johannes Moser, Genetikerin Saskia Pfrengle, Paleoökologe Chris Baumann (von links).

    Foto: Scheu
1 / 12