Camper Ausbau: Stauraum schaffen im DIY-Campingbus

Ein gemütliches, einladendes Bett im Campingbus - doch ein Bett nimmt viel Platz ein. Der Stauraum darf dabei nicht auf der Strecke bleiben.
Shutterstock/ Nomad_SoulEinen Bus selbst auszubauen, ist spätestens seit der Corona-Pandemie so beliebt wie nie. Zu Beginn muss man die Planung angehen und dabei die eigenen Bedürfnisse reflektieren, um zu entscheiden, welche Features der Camper Marke Eigenbau denn haben soll.
Van Ausbau: Was braucht man im Camper?
Da der ausgebaute Campervan in der Zukunft das Zuhause auf Rädern sein wird, muss natürlich einiges an Equipment und Ausstattung an Bord passen. Deshalb benötigt man im Inneren des Vans besonders eines: Stauraum und praktische Lösungen, um diesen zu schaffen. Doch wie bekommt man so viel Stauraum wie möglich auf so wenig Grundfläche?
Camper Ausbau: Ideen für mehr Stauraum
Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf kleinem Raum im Campervan mehr Stauraum zu schaffen. Im Internet finden sich zahlreiche kreative Ideen.

Stauraum unterm Bett, Hochschränke und eine praktische Sitzbank mit Stauraum - eine gute Planung ist die halbe Miete.
Shutterstock/ Gabriel.FCampingboxen: Individueller Stauraum für Camper
Campingboxen bieten Hobby-Campern die Möglichkeit, ihr Auto zeitweise in einen Campingbus zu verwandeln. Gerade wer in der Stadt wohnt und vor der Haustür nur Platz für ein Auto hat, oder generell für Freunde der Flexibilität sind die Campingboxen die ideale Gelegenheit, um das eigene Auto Camping-tauglich zu machen. Auf dem Markt gibt es zahlreiche verschiedene Optionen, die die individuelle Gestaltung für jeden Geldbeutel ermöglichen. Die meisten dieser Module ermöglichen ein Bett mit Stauraum im Inneren des Vans, da häufig der Schlafplatz über den eingebauten Modulen entsteht.
Welche Campingboxen gibt es?
Es gibt zahlreiche Hersteller solcher Campingboxen, doch einige sind bereits seit vielen Jahren im Geschäft und zählen somit zu den Vorreitern der Branche.
Dazu gehört auch das Unternehmen QuQuQ. Seit 2011 widmet sich dieser Hersteller dem Thema Camping und erweitert kontinuierlich die Palette der Möglichkeiten. Hier gibt es verschiedene Variationen der Campingbox zu kaufen: von der klassischen Kombi-Campingbox, über Busboxen und Flatboxen, die Camping in niedrigeren Fahrzeugen ermöglichen, bis hin zu Boxen für bestimmte Modelle wie Defender oder die Mercedes G-Klasse. Die Campingboxen sind in sich ein kompaktes Modul, bei dem keine zusätzlichen Einzelteile zusammengebaut werden müssen. Sie sind schnell in das Fahrzeug einzubauen und so sind Bett und Küche innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Der Campingkocher kommt inklusive praktischem Windschutz. Besonders bestechen die Campingboxen von QuQuQ dadurch, dass sie in zahlreiche Automodelle einbaubar sind.
Auch das Team von Calibox hat sich auf mobile Campingausbauten spezialisiert. Hier bekommen ambitionierte DIY-Camper alles von Komplettausbauten bis hin zu einzelnen Modulen, die sich in den Plan für den Camper-Ausbau fügen. Es gibt verschiedene Heckküchen, Innenraumküchen, Küchenmodule, die zur Nutzung außerhalb des Campers bestimmt sind, Heckauszüge für mehr Stauraum, sowie zahlreiches Campingzubehör.

Sogenannte Campingboxen bieten Module für die Planung und Gestaltung von Stauraum.
Shutterstock/ sylv1rob1Der Hersteller Kaua’i Camper bietet ebenfalls praktische Campingboxen zum Ausbau des Campervans an. Hier gibt es verschiedene Module für Kompaktkombis, Hochdachkombis, Defender und andere Land Rover Modelle sowie den Volkswagen T5 und T6. Alle Module ermöglichen das Schlafen auf einer Einzel- oder Doppelmatratze und zusätzlichen Stauraum. Jedes Schlafsystem lässt sicher außerdem individuell durch zusätzliche Module ergänzen.
Camp Champ lässt die Herzen leidenschaftlicher Köche höherschlagen. Denn wer auf Reisen nicht auf seine ausgezeichnete Küchen-Ausstattung verzichten möchte, findet bei diesem Anbieter hochkarätige Küchenmodule für den eigenen Camper. Die Module finden im Heck des Vans Platz, sind aber als zusammenhängende und freistehende Kochinsel herausnehmbar. Verschließt man das Modul, rasten die einzelnen Bestandteile ineinander ein.
Stauraumbett: Verschiedene Möglichkeiten für mehr Platz im Camper
Es gibt zahlreiche verschiedene Optionen für Betten im selbstausgebauten Camper. Von Blockbetten oder Schiebebetten, über Klapptischbetten bis hin zu Klappbänken, gibt es zahlreiche Möglichkeiten ein Bett vielseitig nutzbar zu gestalten. Bei der Planung des Campers gilt es im Voraus zu reflektieren, welche Funktionen im Innenraum erfüllt werden sollen. Da ein Bett ein großer Bestandteil des Innenraums ist, sollte man überlegen, welche Bett-Lösung passend ist. Möchte man ein fest installiertes Bett? Soll unter dem Bett Stauraum sein, wenn ja, welche Art von Stauraum? Soll man das Bett tagsüber umfunktionieren können?

Ein ausgebauter Camper mit einer gemütlichen Sitzecke. Idealerweise kann man diese dann zu einem Bett umfunktionieren.
Shutterstock/ design us studioEinbaubett im Camper: die gängigste Methode
Am häufigsten finden sich einfache Einbaubetten in Campingbussen. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Holzrahmen mit Lattenrost, der in beliebiger Höhe im Innenraum des Vans platziert wird. So entsteht ein dauerhafter und bequemer Schlafplatz im Bus, der auch noch Stauraum unter dem Bett bietet. So kann man bei geöffneten Türen im Bett entspannen und lesen oder den Sonnenuntergang beobachten. Erweitern kann man den Schlafbereich dann durch ein Vorzelt am Heck des Campervans. Der Nachteil ist: durch diese dauerhafte Installation nimmt das Bett den meisten Platz im Innenraum des Campers ein.
Das Hubtischbett: Wandelbar für Tag und Nacht
Eine flexiblere Lösung ist das sogenannte Hubtischbett. Tagsüber entsteht im Van eine gemütliche Sitzecke mit einem praktischen Tisch in der Mitte. Für die Nachtruhe verschwindet dieser Tisch in der Lücke der Sitzecke und kreiert dadurch eine durchgehende Liegefläche für das Bett. Der Umbau geht schnell von der Hand und man kann je nach Bedarf zwischen einem Schlaf- und einem Wohnzimmer wählen. Jedoch muss das Bett jeden Abend für die Nacht neu aufgebaut werden. Praktisch: Unter den fest installierten Polsterteilen, können zusätzliche Truhen für Stauraum verbaut werden.
Das Ausziehbett: Einfach den Lattenrost verschieben
Klappt genau so gut, funktioniert nur etwas anders. Bei einem Schiebebett oder Ausziehbett gibt es eine fest installierte Couch, aus der sich bei Bedarf ein Lattenrost ausziehen lässt, um die Couch zum Bett auszubauen. In den festen Bestandteilen der Couch, die entweder mit der Seitenwand oder am Heck verankert sind, kann zusätzlicher Stauraum geschaffen werden.
Die Sitzbank mit Stauraum wird zum Bett
Bei Tag eine gemütliche Sitzbank mit Polster und Schubladen, bei Nacht ein kuscheliges Bett. Hierfür bauen Camper eine Sitzbank, die auch als Truhe genutzt werden kann, mit großen ausziehbaren Schubladen an der Seite. Bei Nacht können diese ausgezogen werden und ein Rost wird darauf für die Erweiterung der Matratze platziert.

Ein Einbaubett in der Konstruktion.
Shutterstock/ photoschmidtMehr Stauraum im Camper: Nützliche Gadgets und Tricks
Doch nicht nur die großen Lösungen, schaffen mehr Stauraum im Camper – denn auch Kleinvieh macht bekanntlich viel Mist! Kleine Möglichkeiten für mehr Stauraum im Camper:
Camper Ausbau: Ideen realistisch abwägen
Wichtig ist beim Prozess des Camper Ausbaus oder Camper Umbaus vor allem die richtige Planung. Man sollte überlegen, welche Bedürfnisse der Campervan abdecken soll und welche Funktionen er dafür mitbringen muss. Die Umsetzbarkeit der gewünschten Pläne spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Besonders die Richtlinien und Obergrenzen für Camper und Wohnmobile, wie Größe, Gewicht, Länge und Zuladung sollte keinesfalls außer Acht gelassen werden. Wer alle wichtigen Punkte im Blick behält, kann beim Eigenausbau des Campers nicht nur Geld sparen, sondern auch ganz individuelle Vorstellungen wahrwerden lassen.