Wertkarten
: Ab wie viel Jahren darf man Paysafe-Karten kaufen?

Paysafecards sind anonym und vielfach einsetzbar, doch können auch Kinder und Jugendliche sie erwerben?
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Was für Kinder und Jugendliche im Umgang mit Paysafecards gilt.

Sulastri Sulastri / shutterstock.com

Wie alt muss man sein, um eine Paysafecard kaufen zu können?

Für den Kauf einer Paysafecard gibt es kein Mindestalter. Auch Personen unter 18 Jahren können die Wertkarten im Laden oder Internet erwerben. Allerdings sind Minderjährige beschränkt geschäftsfähig.

Was heißt das?

Kinder unter 7 Jahren sind gemäß § 104 BGB geschäftsunfähig und brauchen für alle Käufe die Zustimmung ihrer Eltern. Daher dürften sie ohne deren Einverständnis auch keine Paysafecard kaufen.

Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren sind nach § 106 BGB beschränkt geschäftsfähig. Das bedeutet, sie dürfen ihr Taschengeld oder Geldgeschenke (Konfirmationsgeld etc.) selbstständig ausgeben, zum Beispiel auch für eine Paysafecard.

Bestimme Käufe können jedoch rechtlich unwirksam sein, wenn diese die Höhe des als angemessen eingestuften Taschengeldbetrages übersteigen (§ 110 BGB). Sehen wir uns das an einem Beispiel an.

Beispiel für den Kauf einer Paysafecard

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) empfiehlt, dass Kinder im Alter von elf Jahren circa 20 € Taschengeld pro Monat erhalten (siehe Taschengeldtabelle). Ein Elfjähriger, der für 100 € eine Paysafecard erwirbt, übersteigt damit sein monatliches Budget um 80 €. Zwar könnte er sich das Geld über mehrere Monate zusammengespart haben, doch bei dieser starken Differenz könnten die Eltern den Kauf nachträglich für unwirksam erklären. Anders dagegen sieht es bei einem 16-Jährigen aus, der laut DJI bis zu 47 € Taschengeld im Monat bekommen kann. Er könnte sich problemlos eine Paysafecard für 20 oder 50 € leisten.

Händler müssen Alter überprüfen

Doch selbst wenn ein Jugendlicher mit einer Paysafecard einkauft, kann er damit nicht einfach Waren erwerben, die nicht für seine Altersgruppe gedacht sind – also etwa Videospiele mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren. Die Händler müssen das Alter der Käufer überprüfen.

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