Stuttgarter Sportwagenhersteller: Bei Porsche stehen offenbar bis zu 4000 weitere Jobs auf der Kippe

Bei Porsche lief es in den vergangenen Jahren nicht gerade rosig. 2026 soll im Zeichen der Neuausrichtung werden, sagt CEO Michael Leiters.
dpa- Porsche verhandelt mit Betriebsrat über ein Zukunftspaket mit massiven Einsparungen.
- Medien berichten von bis zu 4000 gefährdeten Jobs – vor allem Management und Verwaltung.
- Zuffenhausen und Weissach sind im Fokus, in Weissach stehen rund 30 Prozent Kapazität auf dem Prüfstand.
- Entscheidung soll bis zu den Werksferien im Juli fallen; konkrete Zahlen nennt Porsche nicht.
- Absätze und Gewinne sind seit dem Rekordjahr 2023 rückläufig – 2026 steht für Neuausrichtung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche steckt derzeit mitten in Verhandlungen um ein Zukunftspaket für das gebeutelte Unternehmen. Dieses solle nach Informationen unserer Redaktion massive Einsparungen vor allem an den Standorten Zuffenhausen und Weissach beinhalten. Nach Informationen des „Handelsblatts“ könnten dabei bis zu 4000 Jobs gefährdet sein.
Nach Angaben des Berichts betreffe der erneute Stellenabbau besonders die Mitarbeiter im Management und der Verwaltung. In Weissach, wo sich der Entwicklungsstandort von Porsche befindet, stünden dem „Handelsblatt“ zufolge etwa 30 Prozent der Kapazitäten auf dem Prüfstand.
Porsche will Ende Juli Zukunftspaket vorstellen
Porsche selbst will sich auf Anfrage nicht zu den konkreten Zahlen äußern. „Bis zu den Werksferien im Juli wollen wir eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmern erreichen“, sagte Porsche-Chef Michael Leiters kürzlich. Dann dürfte klar sein, wie viele Jobs tatsächlich entfallen.

Porsche hatte im Frühjahr 2025 angekündigt, insgesamt 3900 Stellen abzubauen. Nun sollen weitere folgen.
Christoph Schmidt/dpaKurz nachdem Leiters zu Beginn des Jahres seine Stelle als Porsche-CEO angetreten hatte, erklärte er, dass der Sportwagenhersteller „insbesondere in den indirekten Bereichen überproportional zur Entwicklung unseres Geschäfts gewachsen“ sei. Zu den indirekten Bereichen zählen unter anderem Entwicklung, Personal und Finanzen. Aus Sicht des Vorstands entspricht der Personalbestand dort nicht mehr der Unternehmensgröße, auf die sich Porsche angesichts des dauerhaft gesunkenen Absatzes einstellen müsse.
Bereits bei der Verkündung des ersten Sparprogramms im Frühling 2025 war klar, dass der Vorstand und die Arbeitnehmervertretung über ein weiteres Paket verhandeln wollen. Damals beschlossen beide Parteien, 3900 Stellen abzubauen. Darin enthalten sind 2000 befristete Verträge, die ausgelaufen sind.
Für die Mitarbeiter der Porsche AG gilt noch bis 2030 eine Beschäftigungssicherung. Bis dahin sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen; das Unternehmen muss also darauf setzen, dass die Mitarbeiter freiwillig gehen.
Porsche soll schlanker und schneller werden
Seit dem Rekordjahr 2023 sinken die Absatzzahlen bei Porsche deutlich. Auch zu Beginn 2026 setzte sich die Abwärtsspirale fort. Im ersten Quartal sank der Absatz erneut um 15 Prozent. Nach dem wiederholten Gewinneinbruch 2025 verlor der Rückgang zu Beginn dieses Jahres an Tempo: In den Quartalen zuvor hatte Porsche deutlich höhere Einbrüche verzeichnet. Von Januar bis März ging der Gewinn nach Steuern um 24,6 Prozent auf 391 Millionen Euro zurück.
„2026 steht für Porsche im Zeichen der Neuausrichtung“, sagte Leiters im April. Mit klaren Maßnahmen mache man die Sportwagenschmiede schlanker und schneller. Nicht mehr lange, bis die Beschäftigten wissen, wie die Maßnahmen dafür ausgestaltet sind.

