Stuttgarter Autobauer: Porsche steigt bei Autozulieferer KS Huayu Alutech ein

Die Porsche AG ist nun an der KS Huayu Alutech GmbH beteiligt, die in Neckarsulm, Walldürn und Langenhagen ansässig ist.
Marijan Murat- Porsche steigt beim Autozulieferer KS Huayu Alutech ein und hält nun Anteile am Joint Venture.
- Die EU-Kommission gab im Sommer grünes Licht – Hasco ist nicht mehr beteiligt, Rheinmetall bleibt.
- KS Huayu Alutech sitzt in Neckarsulm, mit Standorten in Walldürn und Langenhagen, rund 1000 Beschäftigte.
- Der Zulieferer fertigt große Aluminiumgusskomponenten und ist nicht Teil des Rüstungsgeschäfts.
- Porsche erklärt: Technologie in Deutschland erhalten und die eigene Lieferkette absichern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Porsche hat Anteile des Autozulieferers KS Huayu Alutech mit Hauptsitz in Neckarsulm erworben. Das geht aus einer Mitteilung der EU-Kommission hervor, die in diesem Sommer für den Einstieg des Stuttgarter Sportwagenherstellers grünes Licht gab.
Der chinesische Autozulieferer Hasco, der dem Amtsblatt der EU zufolge zuvor Anteile besessen hatte, ist demnach nicht mehr beteiligt. Unverändert bleibt dagegen der zweite Partner des Joint Ventures: Rheinmetall.
Porsche und Rheinmetall an Zulieferer beteiligt
Der Dax-Konzern ist vor allem für seine Aktivitäten in der Rüstung bekannt, besitzt aber auch eine zivile Sparte. Im Juni verkündete Rheinmetall, den bereits besiegelten Verkauf des Bereichs Power Systems bis Ende 2026 abschließen zu wollen. Dadurch konzentriert er sich auf das Rüstungsgeschäft.
Vom Verkauf ausgeschlossen war allerdings unter anderem die KS Huayu Alutech GmbH. Das Joint Venture soll nach Angaben des Unternehmens mittelfristig im Rheinmetall-Konzern bestehen bleiben, als „nicht fortgeführte Aktivität“. Auf eine Anfrage zu dem Porsche-Einstieg bei KS Huayu Alutech und dem Joint Venture als solchem hat er sich bislang nicht geäußert.

Rheinmetall hat sich von seinem zivilen Geschäft getrennt. An dem Joint Venture KS Huayu Alutech ist der Rüstungskonzern aber noch beteiligt.
IMAGO/Malte Ossowski/Sven SimonKS Huayu Alutech mit Sitz in Neckarsulm und Standorten in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) und Langenhagen in Niedersachsen beschäftigt um die 1000 Mitarbeiter. Mit dem Rüstungsgeschäft von Rheinmetall hat der Autozulieferer nichts zu tun. Er fertigt nach eigenen Angaben große und komplexe Aluminiumgusskomponenten.
Porsche begründet die Beteiligung
„Mit dem Einstieg bei der KS Alutech GmbH möchte Porsche einen Beitrag zum Erhalt von innovativen Technologien am Standort Deutschland leisten“, begründet ein Porsche-Sprecher auf Anfrage den Einstieg beim Zulieferer. „Gleichzeitig sichert Porsche damit seine Lieferkette ab“, heißt es weiter.
Zuletzt machte der kriselnde Sportwagenbauer nicht mit neuen Beteiligungen Schlagzeilen – im Gegenteil. Er wickelte die Tochterfirmen Cellforce (Batterien), eBike Performance und Cetitec (Software) ab, verkaufte seine Anteile an der Sportwagenschmiede Bugatti und dem E-Auto-Hersteller Rimac und trennte sich von seiner IT-Beratungstochter MHP.
Hintergrund ist, dass der seit Januar verantwortliche CEO Michael Leiters mit seiner neuen Strategie den Fokus wieder mehr auf das Kerngeschäft legen will – für das KS Huayu Alutech Teile beisteuert.
