Stellenabbau bei Generali: Versicherer macht Standort Stuttgart dicht – bundesweit 800 Jobs weg

Umbruch beim Versicherer Generali: Das Unternehmen schließt sein Stuttgarter Büro und bündelt die Kräfte künftig in Karlsruhe (Symbolfoto).
imago/STPP- Generali schließt Standorte in Stuttgart, Nürnberg und Aachen – 800 Stellen entfallen.
- Die 250 Beschäftigten in Stuttgart wechseln ins Regionalzentrum Karlsruhe.
- Bis Ende 2030 gilt eine Arbeitsplatz- und Standortgarantie ohne Kündigungen.
- Stellenabbau erfolgt über Fluktuation, Renten und freiwillige Angebote.
- Der Konzern investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in IT und KI.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Paukenschlag in der Versicherungsbranche: Die Generali Deutschland strafft ihr Standortnetz und streicht in diesem Zuge bundesweit 800 Arbeitsplätze. Der Versicherungskonzern beschäftigt in Deutschland rund 9100 Mitarbeiter. Von Schließungen betroffen sind nach Unternehmensangaben drei Standorte in Deutschland: Stuttgart, Nürnberg und Aachen. Die dortigen Teams sollen auf andere Regionalzentren verteilt werden.
Wie das Unternehmen auf Anfrage unserer Redaktion am Montag bestätigte, sind am Standort in Stuttgart derzeit 250 Mitarbeitende beschäftigt. Diese sollen künftig im Rahmen einer neuen Standortstrategie im Regionalzentrum Karlsruhe zusammengeführt werden. Das bisherige Büro in Stuttgart wird bis Ende 2030 geschlossen.
Abbau ohne betriebsbedingte Kündigungen
Trotz der Standortschließung setzt der Versicherer auf eine sozialverträgliche Umsetzung. Bis Ende 2030 gibt das Unternehmen eine Arbeitsplatz- und Standortgarantie. Der Abbau der 800 Stellen soll nicht über Kündigungen, sondern über die natürliche Fluktuation, Renteneintritte sowie freiwillige Abfindungs- und Altersinstrumente erfolgen. „Durch die frühzeitige Kommunikation wollen wir die Veränderungen planbar gestalten“, erklärt Generali-Personalvorstand Arne Benzin.

Konzernchef Stefan Lehmann plant Investitionen in Millionenhöhe für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
GenraliDie Generali reagiere damit auf ein „disruptiv veränderndes Marktumfeld“, wie CEO Stefan Lehmann mitteilt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investiert der Konzern einen dreistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung der IT sowie in Künstliche Intelligenz (KI).
Die durch den technologischen Fortschritt erwarteten Produktivitätssteigerungen machen den Personalabbau aus Sicht der Konzernleitung erst möglich. „Mit den geplanten Veränderungen schaffen wir die Voraussetzungen, um auch künftig profitabel zu wachsen“, begründet CEO Lehmann.
Generali: Fokus auf fünf große Hubs
Neben Stuttgart werden auch die Standorte Aachen und Nürnberg aufgegeben. Deren Teams werden in Regionalzentren in Köln und München integriert. Künftig konzentriert sich die Generali in Deutschland auf fünf Hauptstandorte: München, Köln, Karlsruhe, Hamburg und Saarbrücken. Hinzu kommen Spezialstandorte in Frankfurt, Leipzig und Berlin.
Für die 250 Stuttgarter Mitarbeitenden beginnt nun eine mehrjährige Übergangsphase, in der die Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat über die konkrete Ausgestaltung der Standortzusammenführung im Mittelpunkt stehen dürften.

