Kaufhaussterben
: Galeria Kaufhof – diese Filialen in BW stehen vor der Schließung

33 Galeria-Kaufhäuser stehen auf dem Prüfstand – darunter Standorte in Berlin, Köln, München und Baden-Württemberg. Der Konzern hat erneut zu kämpfen.
Von
Michael Maier
Stuttgart
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Galeria Kaufhof: ARCHIV - 30.05.2024, Niedersachsen, Oldenburg: Eine Filiale der Kaufhauskette Galeria Kaufhof in der Fußgängerzone. (zu dpa: «Kommt Galeria aus der Krise? So bewerten Fachleute die Lage») Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Welche Kaufhof-Filialen sind jetzt in Gefahr?

Sina Schuldt/dpa
  • Galeria prüft 33 Filialen auf Schließung – betroffen sind Standorte in mehreren Städten.
  • Die Kette betreibt noch rund 83 Häuser in Deutschland und beschäftigt etwa 12.000 Menschen.
  • Hintergrund sind hohe Mieten und die Krise des stationären Handels, zudem die Signa-Insolvenz.
  • Ein Kredit von bis zu 160 Mio. Euro ist an einen Sanierungsplan mit weiteren Schließungen gebunden.
  • Einige Vermieter melden ausstehende April-Mieten, während gut laufende Häuser wie Stuttgart bleiben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Warenhaus-Drama um Galeria geht in die nächste Runde. Was sich lange andeutete, ist nun traurige Gewissheit: 33 Filialen der Warenhauskette stehen auf dem Prüfstand und könnten womöglich geschlossen werden. Die Entwicklung ist dramatisch. Nach Schließungen von 47 Filialen im Jahr 2020, weiteren rund 40 Filialen in den Jahren 2023/2024 und neun Schließungen 2024 ist die Anzahl der Standorte von ehemals über 170 bereits auf unter 90 gesunken. Heute betreibt der Konzern, der auch unter der Pleite von Investor René Benko zu leiden hatte, noch rund 83 Warenhäuser in Deutschland und beschäftigt etwa 12.000 Menschen.

Es gibt aber auch gut laufende Häuser, wie etwa in Stuttgart in der Unteren Königstraße, die sogar aufgehübscht werden. Unter anderem soll dort ein Lidl im Untergeschoss einziehen – ein Konzept, das Kaufhof auch an anderen Standorten versucht.

Bedrohte Galeria-Kaufhof-Filialen

  • Baden-Württemberg: Freiburg (Europaplatz), Heilbronn, Mannheim, Offenburg, Singen
  • Bayern: Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen, München (Rotkreuzplatz), Würzburg
  • Berlin: Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm, Spandau
  • Brandenburg: Potsdam (Stadtpalais)
  • Nordrhein-Westfalen: Euskirchen, Kleve, Köln (Breite Straße), Köln (Hohe Straße), Köln (Nippes), Mülheim an der Ruhr, Münster
  • Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer

Kredit und Sanierungsplan für Galeria Kaufhof

Das zentrale Thema ist die Miete. Die angeschlagene Warenhauskette erwägt Standortschließungen und führt intensive Verhandlungen zur Flexibilisierung von Mietkonditionen an mehreren Filialstandorten. Die neue Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro, bereitgestellt von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers, ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. Dazu kommt: Mehrere Vermieter berichten, dass Galeria die Mieten für April 2026 nicht oder nicht vollständig gezahlt hat – das Unternehmen soll in einigen Fällen um Stundung gebeten haben.

Lange Krise bei Galeria Kaufhof

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hängen unter anderem mit der Krise des stationären Einzelhandels, hohen Mietkosten in Innenstadtlagen und der Insolvenz des früheren Eigentümers Signa von René Benko zusammen. Bis zu 50 Prozent der noch verbliebenen 83 Kaufhäuser könnten auf den Prüfstand gestellt werden, sollte ein neuer dreijähriger Sanierungsplan nicht greifen.

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Die Gewerkschaft ver.di schlägt unterdessen Alarm. Für viele Beschäftigte bleibt unklar, wie es mit ihren Filialen weitergeht – der Konzern hält an seinem Umbaukurs fest und will das Filialnetz weiter „optimieren".