Daimler in Sindelfingen
: Tausende Mitarbeiter legen Arbeit nieder

Warnstreik bei Daimler in Sindelfingen. Am Dienstag haben mehrere tausend Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt.
Von
red/lsw
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
  • 10.000 Daimler-Mitarbeiter in Sindelfingen haben am Dienstagmorgen um 9 Uhr ihre Arbeit niedergelegt.

    factum/Bach
  • Die Zuschauer der Großkundgebung sahen sogar von einem Parkhaus aus zu.

    factum/Bach
  • Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn und ...

    factum/Bach
  • ... das Recht, die individuelle Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden zu begrenzen.

    factum/Bach
  • Der IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger informierte die Belegschaft über den aktuellen Stand der Tarifrunde.

    factum/Bach
  • Ergun Lümali, Vorsitzender des Betriebsrates im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen, sagte: „In wirtschaftlich guten Zeiten ein so niedriges Angebot zu machen, wie es die Südwestmetall getan hat, provoziert die Beschäftigten. Die passende Antwort ist die heutige Großkundgebung im Sindelfinger Werk.“

    factum/Bach
  • Am Donnerstag sind die Beschäftigten des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim zum Warnstreik und einer Kundgebung am Untertürkheimer Tor aufgerufen.

    factum/Bach
1 / 7

Sindelfingen - Erstmals im laufenden Tarifkonflikt haben Tausende Daimler-Mitarbeiter im Sindelfinger Werk des Autobauers die Arbeit niedergelegt. Bei einer Kundgebung vor den Werkstoren zeigte sich die Gewerkschaft IG Metall kampfbereit: „Diesmal ist es nur ein Warnstreik, aber wir können eskalieren - wenn kommende Woche von den Arbeitgebern kein anständiges Angebot kommt, dann streiken wir den ganzen Tag“, rief Daimler-Vize-Betriebsratschef Ergun Lümali am Dienstag in Sindelfingen bei Stuttgart seinen Kollegen zu.

Roman Zitzelsberger, Landesbezirksleiter der IG Metall, forderte die Arbeitnehmer auf, sich zu bewegen. „Am vergangenen Donnerstag ist man uns in einem Tippelschritt entgegengekommen, indem es hieß, man sei bereit, über kürzere Vollzeit zu reden. Aber das reicht noch lange nicht aus.“

Der Gewerkschaft geht es für die 3,9 Millionen Metaller nicht nur um die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Sie fordert angesichts der starken Wirtschaftslage auch sechs Prozent mehr Geld - die Arbeitgeber bieten bisher zwei Prozent. Außerdem sollen Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, um Kinder oder Familienangehörige zu betreuen, einen Zuschuss erhalten. Am 24. Januar wird weiterverhandelt. Bis dahin finden in verschiedenen Unternehmen im Südwesten Warnstreiks statt.

StN Kompakt - Der Abend
Montag - Samstag um 17.00 Uhr
Die wichtigsten Themen aus Stuttgarter Sicht - mit unserem Newsletter gewinnen Sie abends schnell den Überblick über das Tagesgeschehen.