Kandidatin braucht Publikumsjoker
: Schon bei 100 Euro ist Schluss mit Wissen

Gleich zum Auftakt nach der Sommerpause erlebt eine Kandidatin bei „Wer wird Millionär?“ einen denkbar schwierigen Start.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Günther Jauch +++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++

WWM-Moderator Günther Jauch. (Archivbild)

RTL / Stefan Gregorowius/Wer wird Millionär ?

Nach der Sommerpause ist „Wer wird Millionär?“ am Montagabend (31. August 2026, 20.15 Uhr) zurück bei RTL. Und schon die erste Kandidatin sorgt für einen Moment, der auch Moderator Günther Jauch nicht verborgen bleibt.

Katharina Heun aus Lauf an der Pegnitz, Logistik-Direktorin bei Adidas, nimmt als erste Kandidatin auf dem berühmten Ratestuhl Platz. Doch bereits die 100-Euro-Frage bringt sie gehörig ins Schwitzen.

Jauch will von ihr wissen:

„Geht’s im Sprechgesang um das Geschäft mit dem ‚schwarzen Gold‘, dann ist wohl das Thema des …?“

A) Butter Schmalz
B) Brat Fett
C) Raps Öl
D) Marga Rine

„Schwarzes Gold“ bringt Kandidatin aus dem Konzept

Heun steht zunächst völlig auf dem Schlauch. Beim Begriff „schwarzes Gold“ denkt sie an Kohle. Weil jedoch keine der vier Antwortmöglichkeiten dazu passen will, gerät sie zunehmend ins Grübeln.

Auch den Hinweis „Sprechgesang“ bringt sie zunächst nicht mit „Rap“ in Verbindung. Die Kandidatin versucht deshalb sogar, die Antwortmöglichkeiten unterschiedlich auszusprechen und so auf die Lösung zu kommen.

Jauch gibt schließlich eine kleine Hilfestellung und spricht Antwort B, „Brat Fett“, englisch aus. Doch auch damit fällt der Groschen zunächst nicht.

Die Situation ist Heun sichtlich unangenehm. Vor der Sendung, erzählt sie, sei sie noch der Meinung gewesen, bei „Wer wird Millionär?“ könne man sich eigentlich gar nicht blamieren – schließlich müsse man sich erst einmal auf den Stuhl trauen.

Jauch sieht das etwas anders und kommentiert trocken: „Bei 100 Euro wäre schon schön, wenn wir da weiterkämen.“

Publikumsjoker schon bei der 100-Euro-Frage

Nachdem auch aus dem Publikum Gelächter zu hören ist, trifft Heun eine ungewöhnliche Entscheidung: Sie setzt bereits bei der 100-Euro-Frage ihren Publikumsjoker ein.

Nervös fragt sie Jauch daraufhin, ob sie damit womöglich einen Rekord für den frühesten Joker-Einsatz aufgestellt habe. Der Moderator kann sie zumindest in diesem Punkt beruhigen: Es habe sogar schon Kandidaten gegeben, die bei der 50-Euro-Frage einen Joker benötigten.

Das Publikum lässt Heun anschließend nicht im Stich. Mit überwältigender Mehrheit stimmen die Zuschauer für Antwort C: „Raps Öl“. 95 Prozent entscheiden sich dafür, nur vereinzelte Stimmen entfallen auf die übrigen Möglichkeiten.

Und tatsächlich ist C richtig.

Der Wortwitz dahinter: „Rap“ steht für den Sprechgesang, während „Öl“ als „schwarzes Gold“ bezeichnet wird. Zusammengesetzt ergibt sich daraus „Rapsöl“.

„Leider nicht meine Welt“, sagt Heun anschließend mit Blick auf Rapmusik – räumt aber selbst ein, dass das eigentlich nur eine Ausrede sei.

Damit hat die Adidas-Managerin die erste Hürde zwar genommen. Ihr Weg bei „Wer wird Millionär?“ geht allerdings schon nach der 100-Euro-Frage mit einem Joker weniger weiter.

Besonders bitter: Später verlässt sie sich auf den Zusatzjoker und verliert dadurch mehrere tausend Euro.