„The Alabama Solution“: Oscar-nominierte Doku jetzt im Streaming

Die Doku arbeitet unter anderem mit heimlich aufgenommenem Material.
HBOEin Gefängnisbesuch im Jahr 2019 wird zum Ausgangspunkt für eine jahrelange Recherche: Der Dokumentarfilm „The Alabama Solution – Die Hölle hinter Gittern“ ist ab heute bei Sky sowie über den Streamingdienst WOW abrufbar. Zudem läuft die 114-minütige Produktion am Abend um 20.15 Uhr auf Sky Crime.
Der Film der Emmy-prämierten Filmemacher Andrew Jarecki und Charlotte Kaufman („The Jinx – Der Unglücksbringer: Das Leben und die Tode des Robert Durst“) ist 2026 als bester Dokumentarfilm für einen Oscar nominiert. Im Zentrum steht das Gefängnissystem des US-Bundesstaates Alabama, das seit Jahren wegen Gewalt, Überbelegung und struktureller Missstände in der Kritik steht.
Sechs Jahre Recherche
Ursprünglich wollten Jarecki und Kaufman eine Erweckungsversammlung in einem Gefängnis filmen. Abseits der Kamera berichten inhaftierte Männer jedoch von Zuständen, die sie als lebensgefährlich beschreiben. Aus diesen Hinweisen entwickelt sich eine sechsjährige Untersuchung.
Hier können Sie den Film streamen:
Den Filmemachern gelingt ein ungewöhnlich direkter Zugang. Ergänzt werden die Aufnahmen durch Videos, die mit eingeschmuggelten Mobiltelefonen entstanden sind. Sie dokumentieren unter anderem einen gewaltsamen Todesfall, dessen offizielle Darstellung im Verlauf der Recherchen zunehmend infrage gestellt wird.
Der Film erzählt die Ereignisse in Echtzeit und zeichnet das Bild eines Systems, das von Brutalität, Korruption und Kontrollverlust geprägt ist. Zugleich begleitet er Gefangene, die versuchen, mit gewaltfreien Mitteln auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Die in diesem Jahr für den Oscar nominierte HBO-Dokumentation "The Alabama Solution" startet am 27. Februar bei Sky und WOW. (Bild: Home Box Office, Inc.)
Sky Deutschland/ Home Box Office, Inc.Über Alabama hinaus
„The Alabama Solution“ versteht sich nicht nur als Bestandsaufnahme eines einzelnen Bundesstaates. Die Dokumentation ordnet die Zustände in einen größeren Kontext ein und verweist auf die landesweite Problematik der Masseninhaftierung in den USA. Damit richtet sie den Blick auf strukturelle Fragen von Strafvollzug, Verantwortung und Menschenrechten.
