WM 2026
: Nach Telefonat von Trump mit Infantino: Rot-Sperre für US-Stürmer aufgehoben

US-Präsident Donald Trump ruft Medienberichten zufolge persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino an und bittet um eine Überprüfung der Roten Karte für US-Stürmer Balogun - mit Erfolg.
Von
sid
Los Angeles
President Donald Trump Announces 2026 World Cup Draw FIFA President Gianni Infantino hands President Donald Trump the FIFA World Cup trophy after announcing the 2026 World Cup draw will be held at the Kennedy Center in December in the Oval Office of the White House in Washington, DC on Friday, August 22, 2025. The FIFA World Cup, coming to North America next summer will be the first World Cup with three host countries in the U.S., Canada and Mexico, and it will be the first to feature a 48-team field. Photo by Annabelle Gordon/Pool/ABACAPRESS.COM WASHINGTON DC United States PUBLICATIONxNOTxINxFRAxUK Copyright: xPool/ABACAx

US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino

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  • FIFA hob Baloguns Rote Karte aus dem Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina auf.
  • Trump telefonierte laut Berichten mit Infantino, um eine Überprüfung zu erwirken.
  • Die Strafe gilt nun als Spielsperre mit Bewährung – ein Jahr Bewährungszeit.
  • Balogun ist im Achtelfinale der USA gegen Belgien spielberechtigt.
  • Der belgische Verband protestiert, FairSquare übt scharfe Kritik an der Entscheidung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

US-Präsident Donald Trump hat allem Anschein nach den Anstoß zur Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun durch die FIFA gegeben. Wie die New York Times und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf ungenannte Quellen berichten, rief das Staatsoberhaupt nach dem Spiel am vergangenen Mittwoch persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino an, um eine Überprüfung der Roten Karte für Balogun zu bitten.

Am Sonntag nahm die FIFA die Rote Karte für Balogun aus dem Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina tatsächlich (2:0) zurück und setzte eine Sperre zur Bewährung aus. Der 25-Jährige ist damit am Montagabend (Ortszeit) im Achtelfinale der USA gegen Belgien spielberechtigt. Der belgische Verband hat gegen die Entscheidung protestiert. Trump bedankte sich auf seiner Plattform Truth Social umgehend bei der FIFA „dafür, dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat!“ Die FIFA ließ eine SID-Anfrage zu den Berichten um Trump zunächst unbeantwortet.

USA v Bosnia and Herzegovina: Round Of 32 - FIFA World Cup 2026: SANTA CLARA, CALIFORNIA - JULY 01: Folarin Balogun #20 of the United States fouls Tarik Muharemovic #4 of Bosnia and Herzegovina which is later reviewed by VAR and awarded as a red card foul a during the FIFA World Cup 2026 Round of 32 match between USA and Bosnia and Herzegovina at San Francisco Bay Area Stadium on July 01, 2026 in Santa Clara, California.   Michael Steele/Getty Images/AFP (Photo by MICHAEL STEELE / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Für dieses Foul sah Balogun die Rote Karte.

MICHAEL STEELE/afp

Belgischer Verband will gegen Entscheidung vorgehen

Die FIFA-Regularien sehen bei einer roten Karte automatisch eine Sperre für ein Spiel vor, gegen die die Mannschaft des betroffenen Spielers keinen Einspruch einlegen kann. Die Disziplinarkommission der FIFA teilte am Sonntag in einer Mitteilung dennoch mit, die Strafe geändert zu haben, und wandelte sie „von einer Spielsperre ohne Bewährung in eine Spielsperre mit Bewährung, verbunden mit einer einjährigen Bewährungszeit“ um. Der belgische Verband als nächster US-Gegner will gegen die Entscheidung vorgehen.

Entrüstet zeigte sich auch Nicholas McGeehan von der Organisation FairSquare, die Beschwerde gegen Infantino bei der FIFA-Ethikkommission eingereicht hat, gegenüber dem SID: „Die Regeln wurden eindeutig in einer Weise gebrochen, die den politischen Interessen des US-Präsidenten zugutekommt“, erklärte McGeehan. Die Frage sei, „welche Rolle der FIFA-Präsident dabei gespielt hat. Nationale Verbände und Politiker sollten Antworten von der FIFA fordern. Wenn das Gastgeberland seinen politischen Einfluss auf den FIFA-Präsidenten genutzt hat, um einen unfairen Vorteil zu erschaffen, wäre das ein skandalöser Verstoß gegen die Regeln und eine Manipulation des Wettbewerbs.“