Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Anpfiff in bester Laune.
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Lothar Matthäus (l.) ist nach überstandener OP wieder zurück und begrüßt Young-Boys-Trainer Gerardo Seoane.
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Nach der Niederlage gegen AS Rom scheint der VfB entschlossen zu sein, dieses Spiel zu gewinnen. Deniz Undav erzielte bereits in der 6. Minute das 1:0.
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Nur eine Minute später legt der VfB nach: Ermedin Demirović erzielt in der 7. Minute das 2:0.
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Freude nach dem Doppelschlag: Die Torschützen Deniz Undav und Ermedin Demirović umarmen sich.
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Die Devise des VfB schien zu sein: Möglichst früh Druck aufbauen und sich rechtzeitig absichern. So kam es bereits in der 13. Minute zur nächsten Torchance. Allerdings scheiterte Jeff Chabot (M.) an YB-Keeper Marvin Keller.
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Der VfB blieb weiter am Drücker: Badredine Bouanani kam aus guter Position zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp.
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Als Nächstes sorgte Chris Führich für Gefahr. Der VfB-Angreifer kam über links zum Abschluss – leider ohne Erfolg.
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Young-Boys-Coach Seoane spornte seine Mannschaft von der Seitenlinie aus an.
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VfB-Flügelspieler Lorenz Assignon tauchte im Strafraum auf, kam aber nicht zum Torabschluss.
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Um den VfB am Toreschießen zu hindern, war Young-Boys-Torwart Keller auf die Hilfe seiner Mitspieler angewiesen.
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Beim Kampf um den Ball landeten VfB-Torhüter Fabian Bredlow und YB-Offensivspieler Darian Males verstrickt auf dem Boden.
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Zu nachlässig in der Schlussphase der ersten Hälfte: Der VfB kassiert in der 42. Minute durch Armin Gigović das 1:2.
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In der zweiten Halbzeit kamen die Schwaben durch einen Freistoß von Angelo Stiller in den Strafraum der Gegner, konnten die Chance aber nicht nutzen.
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Und plötzlich war der VfB ausgekontert. In der 57. Minute glich Sandro Lauper für die Young Boys zum 2:2 aus.
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Wenn es auf der einen Seite nicht klappt, droht die Strafe auf der anderen. In der 64. Minute kamen die Young Boys fast zur Führung: Saidy Janko stürmte über die rechte Seite, ...
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...seine Flanke verpasste Sanches, ...
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...doch Bredlow parierte glänzend.
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Dabei hatten die Fans ihren VfB durchgehend mit einer beeindruckenden Choreografie und lautstarken Gesängen unterstützt.
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Trainer Sebastian Hoeneß reagiert und wechselte in der 67./68. Minute gleich vier Spieler aus, um neuen Schwung ins VfB-Spiel zu bringen
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Es war wie verhext: Bilal El Khannouss brachte einen Freistoß von der rechten Seite herein, Demirović verlängerte per Kopf, doch der Ball ging knapp am langen Eck vorbei.
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Auch Badredine Bouanani scheiterte. Nach einem starken Sprint von Jamie Leweling kam sein Linksschuss zu spät und ging am Tor vorbei.
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Nach etlichen vergeblichen Versuchen erlöste Chema Andrés die VfB-Fans schließlich. In der 90. Minute traf er zum Siegtor.
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Der VfB Stuttgart empfing am achten Spieltag der Europa League das Team der Young Boys aus Bern. Am Ende siegte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß durch einen Last-Minute-Treffer von Chema mit 3:2 – muss aber dennoch in die Play-offs. Wir haben nach dem Spiel die Stimmen der Beteiligten gesammelt.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Wir haben 35 Minuten wie aus einem Guss gespielt. Es fühlte sich sehr leicht an, es war viel Spielfreude auf dem Platz. Wir haben es aber versäumt, das dritte Tor zu machen. Es waren genug Möglichkeiten da. Dann haben wir nicht mehr so gespielt. Das müssen wir uns ankreiden lassen, da ist das Spiel komplett aufgegangen. Das Spiel reiht sich ein in den Wettbewerb – vor allem, was die Chancenverwertung angeht.“
YB-Coach Gerardo Seoane: „Es war ein sehr intensives Spiel, ein Wechselbad der Gefühle. Die Hypothek mit dem schnellen 0:2 war schon hoch. Aber ein Kompliment an meine Mannschaft, dass sie dran geblieben ist. Danach war es ein offener Schlagabtausch. Dass wir den Punkt dann so spät aus der Hand geben, war sehr ärgerlich. Das war ein Mangel an Erfahrung. Wir sind enttäuscht, dass diese Europareise nun zu Ende ist.“
VfB-Stürmer Deniz Undav: „Wir hatten das eh von Anfang an nicht in unserer eigenen Hand. Trotzdem müssen wir sagen, dass das Spiel von uns ab der 35. Minute gut war. Ich weiß nicht, warum wir bei Führungen irgendwie wild spielen. Aber wir dürfen es nicht zulassen, dass es so ein enges Spiel wird. Das haben wir heute leider zugelassen. Wir müssen so etwas schneller abstellen, weil immer geht das vielleicht nicht mehr gut. Wir müssen auf jeden Fall eine viel bessere Leistung zeigen, als wir gerade gezeigt haben.“
VfB-Kapitän Atakan Karazor: „Auf dem Feld war es unterhaltsam. Wir hatten im Kopf, dass wir die Möglichkeit haben, uns für die Top-Acht zu qualifizieren. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und müssen die Play-offs jetzt mitnehmen. In der einen oder anderen Situation fehlt uns die Reife, wir hatten das Spiel bis zur 30. Minute unter Kontrolle, geraten dann aber noch in die Bredouille. Wir müssen immer aktiv sein, das muss in die Köpfe rein. Wir müssen noch reifer und besser werden. Aber wir sind auf einem guten Weg.“
VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Die Wiese war nach sieben Minuten gemäht. Leider hat uns das nicht geholfen, sondern uns eher träge gemacht. Am Ende war es zäh, auch wenn wir zu Hause gewonnen haben. Das war heute ein Denkzettel. Auf internationalen Niveau darf man sich so etwas eigentlich nicht erlauben. Wir werden aber gut vorbereitet sein – egal, wo es jetzt hingeht.“
Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Übrigens:Auch Sie können hier die VfB-Spieler bewerten. Die Bilder zum Spiel haben wir in der Galerie für Sie zusammengestellt.