VfB Stuttgart in der Europa League
: Ärger in der Nationalelf? Das sagt Atakan Karazor dazu

Der VfB-Kapitän wartet noch immer auf sein Debüt für die Türkei. Vor dem Spiel bei Fenerbahce Istanbul hat er sich dazu geäußert – und Überraschendes offenbart.
Von
Carlos Ubina
Stuttgart
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Der VfB-Kapitän Atakan Karazor steht vor dem Spiel bei Fenerbahce Istanbul Rede und Antwort.

Baumann / Michael Treutner

Für Atakan Karazor steht eine ganz spezielle Begegnung an. Aus verschiedenen Gründen, wie der Kapitän des VfB Stuttgart im Vorfeld des Europa-League-Spiels bei Fenerbahce Istanbul an diesem Donnerstag (18.45 Uhr) erklärt hat. Zum einen geht es im Şükrü Saracoğlu Stadion um wichtige Punkte für den Fußball-Bundesligisten. Zum anderen hofft der Mittelfeldspieler darauf, wieder in die Startelf zu rücken, da ihn zuletzt Chema verdrängt hatte. Das sind die sportlichen Aspekte, die mit dem VfB in Verbindung stehen.

Doch darüber hinaus will sich Karazor gerade auf der Bühne am Bosporus auch weiter für die türkische Nationalmannschaft empfehlen. Der 29-Jährige wurde schon mehrfach nominiert, auf sein Debüt im Nationaltrikot muss er jedoch noch warten. Deshalb gab es bereits mehrfach Irritationen, da sich hinterher die Frage stellte, warum ihn der Nationaltrainer Vincenzo Montella überhaupt berufen habe, wenn er ihn nicht einsetze.

Karazor gibt sich allerdings entspannt und sagt: „Ich bin geduldig und gebe weiter Gas, um möglichst bald mein Debüt feiern zu können.“ Für den VfB-Profi ist es nur eine Frage der Zeit, bis es so weit ist. Mit Montella habe er mehrere Gespräche geführt. „Ich schaue immer danach ein gutes Verhältnis zum Trainer zu haben. Das gilt für Stuttgart, aber auch die Nationalmannschaft“, sagt Karazor. Er wisse um seine Rolle in der türkischen Nationalelf und habe große Konkurrenz im Mittelfeld.

Ismail Yüksek gehört zu den türkischen Nationalspielern von Fenerbahce Istanbul.

Foto: IMAGO/Middle East Images

Zum Beispiel durch Ismail Yüksek, der bei Fenerbahce spielt. „Mit ihm verstehe ich mich sehr gut und ich würde mich freuen, ihm auf dem Platz zu begegnen. Je mehr Spieler der türkischen Nationalmannschaft auf dem Platz stehen, umso motivierender wird das für mich sein, gegen Freunde zu spielen“, sagt Karazor, der es als Ehre beschreibt, für die Türkei (das Land seiner Eltern) nominiert zu werden. Zudem empfindet es der gebürtige Essener als etwas Besonderes, gleichzeitig ein deutsches Vereinsteam als Kapitän anzuführen.

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