VfB Stuttgart im DFB-Pokal
: Traum von Titelverteidigung lebt – VfB gewinnt in Kiel und steht im Halbfinale

Die Mission Titelverteidigung geht weiter: Der VfB Stuttgart gewinnt am Mittwochabend bei eisigen Temperaturen auswärts beim Zweitligisten Holstein Kiel und steht nun im Halbfinale.
Von
red/dpa
Stuttgart
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  • Deniz Undav wird von seinen Mitspielern für sein Tor zum 1:0 gefeiert.

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  • Der Gastgeber aus Kiel erwischt den besseren Start in die Partie – und kommt nach Kontern in der achten und elften Minute zu den ersten Chancen des Spiels. Beides Mal verfehlt der Ball jedoch das Tor von Alexander Nübel.

     
  • Mitte der ersten Halbzeit kommt der VfB zu ersten Chancen – doch gefährliche Abschlüsse von Undav und Co. springen dabei nicht heraus.

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  • Die beste Chance aufseiten des VfB hat Chris Führich, doch sein Schuss rauscht knapp am langen Pfosten vorbei.

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  • Der VfB hat zur Pause rund 70 Prozent Ballbesitz, doch bleibt vor dem Tor des Zweitligisten harmlos. Die Folge: Nach 45 Minuten steht es 0:0.

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  • Der VfB kommt verbessert aus der Kabine – und belohnt sich in der 55. Minute in Person von Deniz Undav. Der Stürmer stochert den Ball nach einem Freistoß von Bilal El Khannouss zum 1:0 aus Sicht des VfB über die Linie – dabei erwischt Undav den Kieler Schlussmann Weiner, der behandelt werden muss. Doch das Tor bleibt bestehen.

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  • Aldin Jakupović hat in der 80. Minute die große Chance zum Ausgleich, doch der 19-jährige Stürmer schließ überhastet ab und setzt den Ball am linken Pfosten vorbei.

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  • Die letzten Minuten entwickelt sich ein richtiger Pokalfight mit Chancen auf beiden Seiten.

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  • Chris Führich macht in der 90. Minute den Deckel drauf. Der Flügelspieler bleibt vor dem Tor ganz cool, legt den Ball am Torwart der Gäste vorbei und schiebt locker ein zum 2:0. Doch damit nicht genug.

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  • Atakan Karazor erhöht in der Nachspielzeit mit einem kuriosen Tor zum 3:0. Der Kapitän befördert den Ball im Fallen irgendwie am Torwart vorbei ins Tor. Beim 3:0 bleibt es dann auch. Damit zieht der VfB ins Halbfinale ein – und ist weiter auf Kurs Titelverteidigung.

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Der VfB Stuttgart hat sich im eiskalten Norden nicht wie einst der FC Bayern düpieren lassen und seine nächste Aufgabe im DFB-Pokal gemeistert. Der Titelverteidiger gewann am Ende cool mit 3:0 (0:0) beim Zweitligisten Holstein Kiel und zog zum dritten Mal innerhalb von vier Spielzeiten unter der Regie von Trainer Sebastian Hoeneß in das Halbfinale ein.

Der schwäbische Champions-League-Kandidat trotzte dank der Treffer von Deniz Undav (56. Minute), Chris Führich (89.) und dem Ex-Kieler Atakan Karazor (90.+2) vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion auch den widrigen Minustemperaturen und ließ keine erneute Pokal-Sensation der Kieler zu. Der Bundesliga-Absteiger hatte vor knapp fünf Jahren den Rekordgewinner aus München aus dem Wettbewerb geworfen.

Kiel ärgerte zuvor zwei Bundesligisten

Während Hoeneß keine kurzfristigen Ausfälle verzeichnen musste, fehlte bei den Gastgebern überraschend Steven Skrzybski. Am Vortag hatte der Kieler Kapitän noch als Gast bei der Pressekonferenz bekräftigt, wie groß die Vorfreude auf das Spiel sei. „Das ist ja das, wofür jeder Fußballer brennt. So ein Spiel. Flutlicht. Pokal. Dafür ist man dann auch als Kind Fußballer geworden und hat darauf hingefiebert“, hatte der Angreifer gesagt. Wegen einer muskulären Verletzung im Abschlusstraining musste er aber passen.

Guter Kieler Beginn

Die Kieler kamen auch ohne ihren Kapitän gut ins Spiel und nutzten einige Umschaltaktionen clever für aussichtsreiche Torschüsse durch Adrian Kapralik (8.) und Andu Kelati (11.).

Die Stuttgarter taten sich zunächst etwas schwer, wurden aber trotz der eisigen Bedingungen etwas munterer. Chris Führich und Deniz Undav (25.) per Kopf versuchten sich vergeblich am 1:0, ehe die VfB-Führung fast durch eine Unachtsamkeit von Pokaltorwart Timon Weiner entstand, dem eine Flanke durch die Finger flutschte. Doch der Schuss von Bilal El Khannous wurde geblockt.

Tierischer Flitzer sorgt für Unterhaltung

Auf dem Platz blieb die Unterhaltung eher mäßig. Dafür sorgte ein tierischer Flitzer für Abwechslung. Ein Hase rannte wenige Minuten nach dem Pausenpfiff quer über den Rasen und verschwand dann wieder. Die Zuschauer im ausverkauften Holstein-Stadion jubelten dem Tier zu, nachdem beide Teams torlos in die Pause gegangen waren.

In dieser Pokalsaison hatten sich die in der Liga durchwachsen auftretenden Kieler jeweils auswärts gegen die Bundesligisten VfL Wolfsburg (1:0) und dann den Hamburger SV im Elfmeterschießen durchgesetzt. Der gut aufgelegte Titelverteidiger Stuttgart, der seit dem Jahreswechsel nur eines von sieben Pflichtspielen verloren hat, besiegte im Pokal bislang die Zweitligisten Braunschweig und Bochum sowie dazwischen Erstliga-Konkurrent Mainz.

Doppelschlag in der Schlussphase

Die Gäste starteten deutlich aktiver in die zweite Hälfte. Führich bekam nach einem Duell mit Kiels Kasper Davidsen einen Freistoß zugesprochen. Aus der daraus resultierenden Hereingabe leitete VfB-Kapitän und Ex-Kieler Atakan Karazor den Ball im Strafraum zu Undav per Kopf.

Der Nationalspieler setzte sich beharrlich durch und spitzelte den Ball ins Tor. In der Schlussphase wurden die Kieler noch mal gefährlich, der Titelverteidiger machte dann mit seinen beiden späten Toren aber alles klar.

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