VfB Stuttgart gegen SC Freiburg
: Last-Minute-Sieg in der Verlängerung – VfB steht erneut im DFB-Pokalfinale

Der VfB Stuttgart gewinnt am Donnerstagabend im Halbfinale des DFB-Pokals mit 2:1 nach Verlängerung gegen den SC Freiburg – und zieht zum zweiten Mal in Folge ins Pokalfinale ein.
Von
red/dpa
Stuttgart
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  • Titelverteidiger VfB steht nach einem dramatischem Sieg im Pokal-Finale.

    Baumann/Hansi Britsch
  • Vor Beginn des Spiels zündete die Stuttgarter Kurve massiv Pyrotechnik.

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  • Beim von Freiburg besetzten Auswärtsblock wurde derweil eine Choreografie vorbereitet.

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  • Die Partie begann zunächst verhalten, beide Teams agierten vorsichtig und ließen kaum gefährliche Szenen im Strafraum zu.

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  • Mit zunehmender Spieldauer gewann das Spiel jedoch an Intensität,...

    Baumann/Volker Mueller
  • ...was sich auch in mehreren Unterbrechungen und Verwarnungen durch den Schiedsrichter widerspiegelte.

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  • Durch einen Standard erarbeiteten sich die Freiburger schließlich die Führung.

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  • Jubel beim SC Freiburg.

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  • Der VfB wirkte nach dem Tor kurzzeitig verunsichert, steigerte sich aber vor allem in der Schlussphase der ersten Halbzeit.

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  • Und an die Leistung vom Ende des ersten Durchgangs knüpfte der VfB zum Start der zweiten Halbzeit an.

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  • In der 70. Minute dann der Ausgleich für die Hausherren.

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  • Deniz Undav beförderte die Kugel in das Tor der Freiburger.

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  • Es gab noch einige Torchancen für Stuttgarter, sie bestimmten das Spiel, doch am Ende ging es in die Verlängerung.

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  • In der Verlängerung ging es weiter mit den zahlreichen Torchancen für die Hausherren, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

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  • In der 119. Minute dann endlich der erlösende Treffer für den VfB: Tiago Tomás schießt die Stuttgarter ins Pokalfinale.

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Der VfB Stuttgart fährt wieder nach Berlin. Mit einem packenden 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung gegen den SC Freiburg zog der favorisierte Titelverteidiger erneut ins Endspiel des DFB-Pokals ein und fordert am 23. Mai den übermächtig wirkenden FC Bayern heraus. In einem ebenso stimmungsvollen wie umkämpften Halbfinale gegen den Landesrivalen führten Deniz Undav (70. Minute) und Tiago Tomas (119.) den VfB vor 60.000 Zuschauern zum Sieg.

Damit drehte der VfB nach dem 0:1 von Maximilian Eggestein (28.) die Partie. Unmittelbar vor dem Ausgleich von Undav hatte Yuito Suzuki das 2:0 für die Badener auf dem Fuß – nur 19 Sekunden lagen zwischen der riesigen Chance der Freiburger und dem erfolgreichen Konter der Schwaben, die kurz vor dem Ende der Verlängerung entscheidend jubeln durften.

Für Freiburg auch nach dem Ausscheiden noch Titel möglich

Im vergangenen Jahr hatten die Stuttgarter gegen Außenseiter Arminia Bielefeld den ersten Pokal-Triumph seit 28 Jahren gefeiert. Nun schreibt Trainer Sebastian Hoeneß gleich das nächste Pokal-Erfolgskapitel mit dem VfB. Dass der Verein zweimal nacheinander im Finale steht, hat es in der Club-Historie noch nie gegeben.

Ins Endspiel geht der VfB diesmal aber als Außenseiter. Der FC Bayern hatte in seinem Halbfinale am Mittwochabend mit einem 2:0 in Leverkusen vorgelegt - und wirkt national fast unantastbar.

Für den SC, der sein zweites Pokal-Finale nach 2022 verpasste, ist in einer bemerkenswerten Saison trotz des DFB-Pokal-Ausscheidens noch ein Meilenstein und der erste große Titel der Vereinshistorie drin: In den zwei Halbfinal-Duellen der Europa League mit Sporting Braga am 30. April und 7. Mai ist das Erreichen des Endspiels keinesfalls unmöglich.

Hektischer Auftakt

Nachdem die Fanlager die Teams eingestimmt hatten, verzögerte Rauch von der rot leuchtenden Pyrotechnik auf VfB-Seite den Anpfiff um wenige Minuten. Auf dem Rasen begann die Partie hitzig. Nach einer guten Viertelstunde hatten sich vier Spieler - je zwei auf jeder Seite - Gelbe Karten abgeholt.

„Wir müssen zeigen, dass wir nach Berlin wollen. Wir wollen mutig und offensiv sein“, hatte Hoeneß vor dem Anpfiff bei Sky gefordert. Doch vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann tat sich die VfB-Offensive um Nationalstürmer Undav gegen die aufmerksame Freiburger Defensive zunächst schwer.

Freiburg beweist seine Standardstärke

Freiburg tauchte als Erstes gefährlich vor dem Tor auf - und forderte sogleich Elfmeter. Mittelfeldakteur Eggestein kam beim Kontakt von Angelo Stiller ins Straucheln, für Schiedsrichter Tobias Welz war das für einen Pfiff zu wenig.

Ausgangspunkt des 1:0 zehn Minuten später war eine Ecke, die die VfB-Defensive zentral klärte. Freiburgs Matthias Ginter bediente per Kopf Eggestein, der den Ball an VfB-Torhüter Alexander Nübel vorbei spitzelte.

Der VfB hatte bis dato keine Torchance. Erst in den Minuten vor der Pause zeigte der Gastgeber vielversprechende Offensivaktionen, doch Ermedin Demirovic, Jamie Leweling und Undav vergaben.

Stuttgarter dominant nach dem Seitenwechsel

Anders als in der teils zerfahrenen ersten Hälfte gewann das Baden-Württemberg-Duell nach dem Seitenwechsel immer mehr an Schwung. Angetrieben von ihren Fans drängten die Stuttgarter auf den Ausgleich, belohnten sich aber lange nicht.

Tiago Tomas erzielte das Siegtor.

Foto: IMAGO/Sven Simon

Als Stiller dann doch traf, fand der Treffer keine Anerkennung. Demirovic stand zuvor im Abseits.

Erst Undav ließ die Fans mit seinem Flachschuss ins linke Eck jubeln. Angesichts eines Chancenplus und zwei Pfostentreffern war der VfB näher dran am Sieg, doch Freiburgs Ersatz- und Pokal-Torhüter Florian Müller parierte mehrmals glänzend. Ein Freiburger Treffer von Lucas Höler zu Beginn der Verlängerung zählte nicht. Als es schon auf ein Elfmeterschießen hinauslief, entschied Tomas mit einer starken Aktion die Partie.

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