Fleischlos in der MHP Arena
: VfB rutscht etwas ab – bleibt aber in der Vegan-Spitzengruppe

Wie hat sich das Angebot an veganen Speisen in den Stadien der Bundesliga entwickelt. Das untersuchen die Tierschützer von Peta regelmäßig.
Von
Michael Bosch
Stuttgart
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Wie sieht es mit veganen Alternativen in der MHP-Arena aus?

IMAGO/DeFodi Images

Profisportler, die sich rein pflanzlich ernähren, sind längst keine Seltenheit mehr. In deutschen Fußball-Stadion fristen Veganer hingegen ein tristes dasein – oder? Bereits zum 15. Mal haben die Tierschützer von Peta das vegane Angebot in den Bundesliga-Stadion bewertet – erstmals seit 2019 auch wieder in der zweiten Liga.

„Auch auf den Tribünen achten immer mehr Fans auf eine nachhaltige und tierfreundliche Verpflegung“, sagt ein Peta-Sprecher. „Während einige Stadien der Bundesliga und der 2. Liga bereits mit gutem Beispiel vorangehen, besteht bei anderen Clubs noch deutlicher Verbesserungsbedarf.“ Der VfB Stuttgart darf sich dabei durchaus zu denen zählen, die auch fleischlos punkten.

VfB Stuttgart landet auf Rang 8 in der Vegan-Tabelle

Die MHP-Arena landet auf dem achten Tabellenplatz. Die Heimspielstätte des VfB Stuttgart rutscht damit im Vergleich zum Vorjahr zwar einen Tabellenplatz nach unten – Peta kategorisiert den VfB aber immer noch in die „Top Vereine“ ein. Denn: „Punktetechnisch steigert sich die MHP Arena deutlich auf 24 Punkte – letztes Jahr waren es nur 13“, heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Fans können sich im Cannstatter Stadion unter anderem mit Maultaschen, Chili sin Carne, Falafel im Pita-Brötchen und pflanzlicher Currywurst verköstigen.

Der VfB Stuttgart landet im Veganen-Stadion-Ranking von Peta auf Rang 8.

Foto: Peta

In der zweiten Tabellenhälfte findet sich unter anderem der deutsche Rekordmeister.

Foto: Peta

Die vegane Bundesliga-Tabelle basiert auf einer Selbstauskunft der Vereine: Peta hatte sie dazu um Auskunft gebeten. Dabei gab es für hochwertige vegane Speisen drei Punkte – dazu zählen nach Auskunft von Peta beispielsweise Falafel-Wraps oder Nudel-Gerichte. Snacks wie Pommes oder Brezeln brachten den Vereinen je einen Punkt ein. Chips, Eis, Popcorn oder Schokoriegel wurden nicht berücksichtigt.

Platz 1 geht an Traditionsclub aus dem Ruhrpott

Peta weißt in seiner Auswertung auch auf die veganen Speisen hin, die vor dem Stadion in einem veganen Foodtruck angeboten werden. Von der absoluten Spitze ist der VfB im übrigen ein Stück weit entfernt. Das beste Angebot bei den fleischlosen Speisen findet sich überraschenderweise im Ruhrpott – wo gern deftig und fleischlastig gegessen wird: Der FC Schalke 04 erreichte 62 Punkte und Platz eins.

Auf den weiteren Plätzen folgen RB Leipzig und Borussia Dortmung. Auf dem letzten Platz mit gerademal einem Punkt landet Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel. „Vegane Alternativen sind dort praktisch nicht vorhanden“, heißt es. Wer kein Fleisch essen will, dem bleiben nur Pommes.

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