STN+STN+Trikotsponsor des VfB Stuttgart
: Winamax und die grenzwertige Rubbellos-Aktion beim Heimspiel

Der Protest gegen Winamax, den neuen Haupt- und Trikotsponsor des VfB Stuttgart, reißt nicht ab. Der tritt beim vergangenen Heimspiel in ein erstes Fettnäpfchen.
Von
Gregor Preiß
Stuttgart
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  • Offener Protest gegen Wettanbieter auf der Trikotbrust: Thomas Melchior mit seiner Litfaßsäule vor der VfB-Arena. In unserer Bildergalerie präsentieren wir die Trikotsponsoren der 18 Bundesligisten.

    Baumann
  • MHP ist seit der Saison 2021/22 Trikotsponsor des 1. FC Heidenheim (im Bild Seedy Jarju). Das Unternehmen bietet Management und IT-Beratung an. Die Kunden stammen vor allem aus der Automobilbranche. MHP ist ein Tochterunternehmen von Porsche und seit dieser Saison auch Namensgeber der Stuttgarter Arena. Seinen Sitz hat das Unternehmen mit mehr als 4000 Mitarbeitern in Ludwigsburg. Wie viel MHP jährlich an den Aufsteiger bezahlt, ist nicht bekannt.

    imago/Stefan Bösl
  • Der SV Darmstadt 98 (im Bild Fabian Schnellhardt) kehrt mit einem neuen Trikotsponsor in die Bundesliga zurück. Das Trikot der Lilien ziert in der kommenden Saison das Logo von Haix. Das Unternehmen ist auf Funktionsschuhe und -kleidung spezialisiert. Zu den Kunden von Haix zählen die Feuerwehr, die Polizei und das Militär. Das Unternehmen ist im bayerischen Mainburg beheimatet und hat mehr als 2300 Mitarbeiter. Wie viel Haix jährlich an die Lilien bezahlt, ist nicht bekannt.

    imago/Eibner
  • Vonovia ist seit 2021 Trikotsponsor des VfL Bochum (im Bild Kevin Stöger). Das Kerngeschäft von Vonovia liegt in der Vermietung von Wohnungen. Von diesen gehören dem Immobilienkonzern in Deutschland, Österreich und Schweden mehr als eine halbe Million. Seinen Sitz hat Vonovia in Bochum. Das Unternehmen beschäftigt rund 16 000 Mitarbeiter. Das Sponsoring soll sich die Firma schätzungsweise 2,5 Millionen Euro pro Jahr kosten lassen.

    imago/RHR-Foto
  • Die WWK-Versicherungsgruppe ist seit der Saison 2015/16 Trikotsponsor des FC Augsburg (im Bild Patric Pfeiffer). Das Unternehmen sitzt in München, wo 1120 Beschäftigte arbeiten. Das Kerngeschäft von WWK umfasst die Bereiche Vorsorge, Absicherung und Vermögensanlage. Die Partnerschaft soll dem FC Augsburg schätzungsweise drei Millionen Euro pro Jahr in die Kassen spülen.

    imago/Klaus Rainer Krieger
  • Der SC Freiburg (im Bild Nicolas Höfler) präsentiert mit Jobrad einen neuen Trikotsponsor für die Saison 2023/24. Jobrad ist mit mehr als 6000 Fachhandelspartnern in Deutschland Marktführer im Dienstrad-Leasing. Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg hat mehr als 700 Mitarbeiter. Das Sponsoring soll dem Sport-Club jährlich schätzungsweise vier Millionen Euro einbringen.

    imago/Beautiful Sports
  • Das Unternehmen Profine ist mit seiner Marke Kömmerling seit 2015 Trikotsponsor beim 1. FSV Mainz 05 (im Bild Brajan Gruda und Ludovic Ajorque). Profine bietet Kunststoffprofile zur Herstellung von Fenstern und Türen an. Seinen Sitz hat das Unternehmen in Pirmasens. Insgesamt beschäftigt Profine 3000 Menschen, davon 1600 in Deutschland. Für drei Jahre soll der Trikotsponsor schätzungsweise insgesamt 13 Millionen Euro an den FSV überweisen.

    imago/Rene Schulz
  • Trikotsponsor der TSG 1899 Hoffenheim (im Bild Tom Bischof) ist seit 2013 SAP. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist die Entwicklung von Software zur Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse eines Unternehmens wie Buchführung oder Controlling. Der Softwarekonzern aus Walldorf wurde 1972 von Dietmar Hopp mitgegründet. SAP ist das wertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands. Jährlich sollen schätzungsweise 4,5 Millionen Euro von SAP an die TSG fließen.

    imago/Jan Huebner
  • Union Berlin (im Bild Jérôme Roussillon) ist ein weiterer Verein, der einen neuen Trikotsponsor hat. Bei dem neuen Sponsor handelt es sich um Paramount+. Der amerikanische Streamingdienst ging in Deutschland am 8. Dezember 2022 an den Start. Paramount+ soll schätzungsweise sechs Millionen Euro pro Jahr an Union Berlin überweisen.

    imago/Eibner Europa
  • Barmenia ziert seit 2016 die Brust des Trikots von Bayer Leverkusen (im Bild Ayman Aourir). Die Versicherungsgruppe beschäftigt 3800 Mitarbeiter und sitzt in Wuppertal. Barmenia bietet Versicherungen in verschiedenen Sparten an. Den meisten Umsatz macht das Unternehmen durch Krankenversicherungen. Das Unternehmen soll schätzungsweise jährlich sechs Millionen Euro an Bayer Leverkusen zahlen.

    imago/Pressinphoto
  • Rewe ist seit der Saison 2007/08 Trikotsponsor des 1. FC Köln (im Bild Luca Kilian). Das Unternehmen ist mit rund 3600 Läden der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Rewe beschäftigt mehr als 161 000 Personen und ist in Köln zu Hause. Für das Logo auf der Brust soll Rewe schätzungsweise 6,5 Millionen Euro im Jahr aufbringen.

    imago/Beautiful Sports
  • Matthäi ist seit dieser Saison Trikotsponsor des SV Werder Bremen (im Bild Milos Veljkovic). Das Bauunternehmen hat seinen Sitz im niedersächsischen Verden und beschäftigt rund 3000 Mitarbeiter. Die Dienstleistungsschwerpunkte des Unternehmens liegen im Bereich Erd- und Straßenbau. Für das Sponsoring soll Matthäi schätzungsweise sieben Millionen Euro pro Jahr an den SVW überweisen.

    imago/Nordphoto
  • Der VfB Stuttgart (im Bild Maximilian Mittelstädt/links und Enzo Millot) präsentierte Anfang August als letzter Bundesligist seinen Trikotsponsor für die kommende Saison. Winamax heißt das Unternehmen, das fortan auf dem roten Brustring steht. Dabei handelt es sich um einen französischen Anbieter von Onlinepoker und Sportwetten. Seit 2021 bietet Winamax auch in Deutschland Wetten an. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Paris. Von dort überweist der neue Haupt- und Trikotsponsor nach Informationen unserer Zeitung jährlich 8,5 Millionen Euro nach Stuttgart.

    VfB Stuttgart
  • Flatex prangt seit der Saison 2020/21 auf den Trikots von Borussia Mönchengladbach (im Bild Joe Scally). Das Unternehmen, das mit vollem Namen Flatexdegiro heißt, zählt zu den führenden Onlinebrokern in Europa. Das Finanztechnologieunternehmen bietet Aktien, ETFs, Hebelprodukte und Zertifikate an. Seinen Sitz hat Flatex in Frankfurt. Die 1300 Mitarbeiter verteilen sich auf 16 Standorte in drei Ländern. Jährlich sollen schätzungsweise zwischen acht und zehn Millionen Euro von Frankfurt nach Mönchengladbach fließen.

    Baumann
  • Eintracht Frankfurt (im Bild Makoto Hasebe) gehört zu den wenigen Bundesligisten, die mit Indeed einen ausländischen Trikotsponsor haben. Das Unternehmen hat seinen Sitz in den USA und gehört einer japanischen Holding an. Indeed betreibt eine Jobsuchmaschine. Seit der Saison 2017/18 ist das Unternehmen Trikotsponsor der Eintracht. Weltweit hat Indeed mehr als 14 600 Beschäftigte. Die Partnerschaft soll der Eintracht schätzungsweise zehn Millionen Euro pro Jahr in die Kassen spülen.

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  • Red Bull (im Bild David Raum) ist seit der Gründung von RB Leipzig 2009 Trikotsponsor der Sachsen. Der österreichische Konzern ist für seinen gleichnamigen Energydrink bekannt. Darüber hinaus engagiert sich Red Bull in den Branchen Sport, Medien und Immobilien. Weltweit hat Red Bull mehr als 15 000 Mitarbeiter. Im vergangenen Geschäftsjahr machte das Unternehmen einen Umsatz von fast zehn Milliarden Euro. Red Bull soll schätzungsweise rund 35 Millionen Euro pro Jahr für das Trikotsponsoring an RB Leipzig überweisen.

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  • Der BVB (im Bild Niklas Süle) hat als einziger Bundesligist zwei Trikotsponsoren. In der Liga ziert 1&1 das Trikot der Schwarz-Gelben, im DFB-Pokal und der Champions League Evonik. 1&1 ist seit 2020 Trikotsponsor des BVB. Das Telekommunikationsunternehmen bietet Breitbandanschlüsse und Mobilfunktarife an. Seinen Sitz hat 1&1 im rheinland-pfälzischen Montabaur. Das Unternehmen soll jährlich schätzungsweise 20 Millionen Euro an den BVB bezahlen.

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  • Evonik ist seit 2006 Trikotsponsor des BVB (im Bild Salih Özcan). Der Konzern ist in der Chemieindustrie tätig und spezialisiert sich dort auf die Bereiche Spezialchemie und Hochleistungsmaterialien. Evonik hat rund 33 000 Mitarbeiter und sitzt in Essen. Das Unternehmen ist mit 14,78 Prozent größter Anteilseigner des BVB. Für das Trikotsponsoring in den Pokalwettbewerben soll Evonik schätzungsweise 20 Millionen Euro pro Jahr überweisen. Damit verdient der BVB durch Trikotsponsoring insgesamt 40 Millionen Euro jährlich.

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  • Die Deutsche Telekom ist seit über 20 Jahren Trikotsponsor des FC Bayern (im Bild Kingsley Coman). Das Telekommunikationsunternehmen aus Bonn betreibt Fest- und Mobilfunknetze und verkauft die darauf laufenden Dienste wie Internet oder Telefonie. Mit 211 000 Mitarbeitern zählt die Telekom zu den größten Unternehmen in Deutschland. Der FC Bayern soll von der Telekom jährlich schätzungsweise 50 Millionen Euro erhalten.

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  • Volkswagen ist langjähriger Trikotsponsor des VfL Wolfsburg (im Bild Maxence Lacroix). Der größte Automobilhersteller Europas ist Hauptpartner und Eigner des Bundesligisten. Volkswagen hat weltweit mehr als 650 000 Mitarbeiter – allein 60 000 davon sind in Wolfsburg beschäftigt. Kein Bundesligist verdient mehr durch Trikotsponsoring als der VfL. Der Jahresbetrag soll schätzungsweise bei 70 Millionen Euro liegen.

    imago/regios24
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