Stuttgart gewinnt mit 4:0 gegen FC Augsburg
: Stiller-Verletzung überschattet letztes Heimspiel des VfB

Der VfB Stuttgart hat sein letztes Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg mit 4:0 gewonnen. Der Sieg ist bitter erkauft – mehrere Spieler müssen verletzt vom Feld.
Von
dpa/mbo
Stuttgart
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  • Angelo Stiller (rechts) jubelt gemeinsam mit Torschütze Atakan Karazor (links). Kurz darauf wurde das Mittelfeld-Duo jäh auseinander gerissen, als Stiller verletzt vom Feld musste.

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  • Die Partie startete stimmungsvoll mit einer Choreo der Cannstatter Kurve.

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  • Schnell fiel auch das erste Tor: Atakan Karazor traf bereits in der 8. Minute zum verdienten 1:0 ...

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  • ... und der VfB durfte jubeln.

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  • Die Freude war aber dahin, als Angelo Stiller kurz darauf brutal umgekrätscht wurde.

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  • Unter Tränen verließ der Mittelfeldregisseur den Platz.

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  • Schiri Timo Gerach zeigte Samule Essende die Rote Karte – allerdings erst nach VAR-Einsatz.

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  • Der eingewechselte Yannik Keitel musste nach etwas mehr als einer halben Stunde wieder vom Feld.

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  • Auch Innenverteidiger Finn Jeltsch hörte den Pausenpfiff nicht auf dem Feld. Er musste ebenfalls verletzungsbedingt raus.

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  • Das Spiel plätscherte vor sich hin ...

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  • ... im Augsburger Block wurde gezündelt ...

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  • ... und Nick Woltemade hatte die einzige größere Chancen auf einen weiteren Treffer für den VfB.

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  • Angelo Stiller auf der Bank.

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  • Mit einem überragenden Treffer nach Drehschuss sorgte Woltemade in der 51. Minute dann für die Vorentscheidung.

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  • Enzo Millot erhöhte auf 3:0 ...

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  • Ermedin Demirovic besorgte gegen seinen Ex-Club den 4:0-Endstand.

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Bittere Szene beim Heimsieg des VfB Stuttgart: Die Schwaben gewannen durch das 4:0 (1:0) gegen den FC Augsburg zwar erstmals seit fast vier Monaten wieder ein Bundesliga-Spiel im eigenen Stadion, verloren aber ihren Mittelfeldstrategen Angelo Stiller. Der Nationalspieler musste nach einem Foul von Samuel Essende, für das der FCA-Stürmer die Rote Karte sah, unter Tränen ausgewechselt werden. Für das DFB-Pokalfinale des VfB am 24. Mai in Berlin gegen Drittligist Arminia Bielefeld ließ das nichts Gutes erahnen.

Kapitän Atakan Karazor brachte die Stuttgarter vor 59.000 Zuschauern bereits in der 8. Minute in Führung. Außerdem trafen Shootingstar Nick Woltemade (51.) sowie die eingewechselten Enzo Millot (80.) und Ermedin Demirovic (87.).

Für den Europacup kann sich der VfB zwar nur noch mit einem Pokalsieg qualifizieren. Zumindest beendete er in der Fußball-Bundesliga aber seine Serie von zuvor sechs Heimniederlagen nacheinander. Der FCA kassierte die dritte Pleite in Folge und beendet die Saison definitiv in der unteren Tabellenhälfte.

Erst Traumstart, dann Stiller-Schock

Er wolle diese „unsägliche Serie“ im letzten Heimspiel der Saison unbedingt beenden, hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß angekündigt. Und sein Team war von Anfang an am Drücker. Nachdem Jamie Leweling erst die Latte getroffen hatte (3.) und dann an FCA-Keeper Finn Dahmen gescheitert war, stocherte Karazor den Ball im Nachsetzen zur frühen Führung über die Linie.

Nur kurz später gab’s für die Gäste den nächsten Rückschlag. Essende stieg Stiller heftig auf die Wade. Schiedsrichter Timo Gerach zeigte dem Angreifer zunächst Gelb, sah sich die Szene dann aber noch mal am Bildschirm an und zückte Rot (12.). Stiller wurde lange behandelt, bandagiert und schließlich ausgewechselt. Der 24-Jährige weinte, als er vom Spielfeld humpelte. Später tauchte er mit Krücken wieder an der Ersatzbank auf. Genaue Informationen zur Schwere seiner erlittenen Verletzung lagen zunächst nicht vor.

Weitere Verletzte vor der Pause

Der VfB blieb auch in Überzahl die bessere Mannschaft, musste aber weitere Wechsel vornehmen. Sowohl Yannik Keitel, der erst für Stiller in die Partie gekommen war, als auch der junge Verteidiger Finn Jeltsch gingen in der 34. Minute jeweils mit Problemen am Oberschenkel vom Feld.

Die Augsburger kamen nur selten gefährlich vor das Stuttgarter Tor, auf der Gegenseite verpasste Woltemade (35./45.+3) vor dem Halbzeitpfiff zweimal das mögliche 2:0.

Woltemade trifft sehenswert zum 2:0

Kurz nach der Pause war es dann aber so weit für den knapp zwei Meter großen VfB-Stürmer: Von der Strafraumgrenze aus schoss er den Ball aus der Drehung sehenswert ins linke Eck. FCA-Torwart Dahmen war machtlos.

Auch in der letzten halben Stunde spielten vor allem die Stuttgarter, von den Gästen kam offensiv fast gar nichts. Joker Demirovic traf die Latte, dann Millot mit einem Schlenzer zum 3:0. Wenige Minuten vor dem Ende setzte Demirovic per Kopf sogar noch einen drauf.

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