Stürmer des VfB Stuttgart: Eine Belastung? Das sagt Ermedin Demirovic über seine hohe Ablösesumme

Ermedin Demirovic im VfB-Trikot: der Mittelstürmer hat schon fünf Ligatore erzielt, aber auch Anlass zu Kritik gegeben.
Baumann/Volker MüllerErmedin Demirovic bereitet sich zurzeit mit der Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas auf das Länderspiel an diesem Samstag (20.45 Uhr/RTL) gegen Deutschland vor. Es wird in Freiburg ausgetragen, wo der Stürmer von 2020 bis 2022 gespielt hat. Über den FC Augsburg ging es dann in der Fußball-Bundesliga zum VfB Stuttgart – für eine Ablösesumme in Höhe von 21 Millionen Euro. „Da musste ich schon schlucken. Natürlich ist das ein Rucksack, den man mit sich trägt“, sagt Demirovic im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt.“
Bislang hat der Angreifer in zehn Einsätzen fünf Ligatore für den VfB erzielt. Zuletzt hagelte es nach der bitteren Niederlage gegen Eintracht Frankfurt (2:3) jedoch von außen Kritik, weil Demirovic bereits seinen zweiten Elfmeter verschossen hat. „Wenn man nicht trifft, heißt es schnell, der 20-Millionen-Transfer trifft nicht mehr. Ich versuche es auszublenden, wie viel ich gekostet habe. Und ich weiß, wie hart ich dafür arbeiten musste“, führt der 26-Jährige in dem Gespräch weiter aus.
Demirovic hat alles andere als einen geraden Karriereweg genommen. Das war schon in der Jugend so, als es für ihn sowohl beim Hamburger SV als auch bei RB Leipzig nicht weiterging. Über Leihen in Spanien, Frankreich und der Schweiz kam er doch ans Ziel. Und jetzt fühlt sich der Mittelstürmer beim VfB an der richtigen Stelle – nicht nur wegen der Champions League, wo er plötzlich Clubs wie Real Madrid (1:3), Juventus Turin (1:0) und Paris Saint-Germain (29. Januar) gegenüber steht.
„Dafür bin ich Profi geworden. Ich spiele gegen die größten Mannschaften für einen ganz besonderen Verein vor 60 000 Zuschauern. Es ist gerade die schönste Phase in meiner Karriere. Natürlich würde ich die schweren Phasen gerne streichen, aber die gehören dazu“, betont Demirovic.
