Stimmen zum VfB-Spiel
: „Die haben uns einfach fertig gemacht“

Nach dem 0:5 des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.
Von
Heiko Hinrichsen, Jochen Klingovsky, Robert Korell und Laura Wallenfels
Stuttgart
  • Zum Wegschauen: Auch Deniz Undav (vorne) vergräbt nach der 0:5-Pleite gegen den FC Bayern sein Gesicht im Trikot.

    Baumann/Volker Müller
  • Der FC Bayern erwischt im Südschlag den besseren Start und geht in der 11. Minute in Führung. Nach einem Doppelpass Michael Olise taucht mit Konrad Laimer frei vor Alexander Nübel auf und vollendet mit der rechten Hacke.

    Baumann/Julia Rahn
  • Glück im Unglück für den VfB in der 35. Minute: Michael Olise zieht von der rechten Außenbahn nach innen und schließt aus gut 18 Metern ins untere rechte Ecke ab. Nübel rutscht der Ball durch die Hände, doch daraufhin kullert die Kugel am Pfosten vorbei.

    Baumann/Volker Mueller
  • Die MHP-Arena jubelt – doch nur kurz. Nachdem Nikolas Nartey nach einer Freistoßflanke von El Khannouss per Kopf Jonas Urbig überwindet, gibt es eine lange Überprüfung durch den VAR. Das Ergebnis: Abseits. Der Treffer wird daher zurückgenommen.

    IMAGO/Michael Weber
  • Chema hat Sekunden vor dem Pausenpfiff die große Chance auf den Ausgleich – doch sein Schuss geht Zentimeter am Pfosten vorbei (Bild zeigt andere Szene).

    Baumann/Julia Rahn
  • 60. Minute: Undav verlangt Urbig alles ab! Der Stürmer marschiert im Zentrum auf die letzte gegnerische Linie zu und zieht aus gut 19 Metern ab. Kim fälscht den Ball so ab, dass er mittig auf das Tor fliegt. Urbig lenkt ihn mit der rechten Hand über die Latte.

    IMAGO/Pressefoto Baumann
  • In der Folge werden die Gäste wieder gefährlicher – und belohnen sich schließlich in der 66. Minute durch Harry Kane. Der Engländer hat im Zentrum viel Platz und donnert den Ball aus 20 Metern mit dem rechten Spann trocken und mit über 120 km/h in die flache linke Ecke. Zuvor hatte Luis Diaz eine Riesenchance vergeben.

    IMAGO/Sportfoto Rudel
  • In der Schlussviertelstunde fällt der VfB dann auseinander. Harry Kane (x2) und Josip Stanisic erhöhen auf 5:0 aus Sicht der Gäste. Zudem fliegt Lorenz Assignon nach einem Handspiel mir Rot vom Platz.

    Baumann/Volker Mueller
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Am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga verliert der VfB Stuttgart gegen den FC Bayern 0:5. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Wir haben nach dem Spiel die Stimmen der Beteiligten gesammelt.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Die erste Chance und gleich das erste Gegentor. Das ist nicht der Start, den du gern hättest. Dann arbeiten wir uns aber ins Spiel rein, ab der 20. Minute war das Spiel offen. Wir haben ein Tor gemacht, das knapp Abseits war, haben dann zwei sehr gute Chancen noch eins zu machen. Aber diese Situationen haben wir nicht genutzt, das wäre wichtig gewesen. Wir hätten mit diesem Momentum in die Halbzeit gehen sollen, aber das haben wir nicht geschafft. Die spielentscheidende Phase ist das zweite Tor, damit geben wir das Spiel aus der Hand. Wir hören kurzzeitig auf zu spielen und das Spiel nimmt dann eben seinen Lauf, wie es mal laufen kann gegen die Bayern.“

Bayern-Trainer Vincent Kompany: „Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir das Momentum verloren, durch Fouls und weil Stuttgart einfach besser reingekommen ist. Aber in der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Fokus auf der Tiefe. Die Wechsel und die Körperlichkeit unseres Kaders hat uns geholfen, eine viel stärkere zweite Hälfte zu spielen.“

VfB-Profi Angelo Stiller: „Bodenlose zweite Halbzeit, wir laufen nur hinterher und sind immer einen Schritt zu spät. Dafür ist Bayern zu gut. Vielleicht waren wir nicht frisch genug im Kopf. Die Taktik, Eins gegen Eins zu verteidigen ist gegen die Bayern eigentlich gut, aber dann muss jeder heiß sein und alles geben.“

VfB-Profi Deniz Undav: „Das waren zwei Klassen unterschied. Wir wollten eins gegen eins spielen, das haben wir nicht hinbekommen. Die haben uns einfach fertig gemacht heute! Traurig, aber da müssen wir draus lernen. Wir haben in der Halbzeit Dinge angesprochen und die dann nicht durchgezogen. Wir haben sie einfach machen lassen. Das macht traurig. Mann gegen Mann muss man durchziehen. Heute war es eine sehr, sehr schwache Leistung von uns.“

VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Die Niederlage ist deutlich zu hoch ausgefallen. Wir graben uns aber deswegen nicht ein. Anders als gegen Bochum war heute das Momentum, der Spielverlauf, auch der Schiedsrichter nicht unbedingt auf unserer Seite. Es gab schon viele Spiele in den letzten Jahren, in denen man hoch gegen Bayern verloren hat. Aber ich glaube, dass heute mehr drin war. Wir hatten Chancen, die wir dann aber nicht genutzt haben. Wir haben die Tore nicht sauber verteidigt. Es war heute nicht aussichtslos.“

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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Übrigens: Auch Sie können hier die VfB-Spieler bewerten. Die Bilder zum Spiel haben wir in der Galerie für Sie zusammengestellt.

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