Rechtsverteidiger des VfB Stuttgart: Jürgen Klopp über Josha Vagnoman: „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“

Josha Vagnoman: Spielt der Rechtsverteidiger gegen die Niederlande oder nicht?
IMAGO/HMB-Media- Jürgen Klopp lobt Josha Vagnoman und sagt: „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen.“
- Startelf-Frage offen – der Bundestrainer verrät vor dem Spiel in Amsterdam keine Aufstellung.
- Trainingstage liefen positiv, alle Spieler seien „top drauf“ – kein Testspiel vor dem Wettbewerb.
- Vagnoman überzeugt mit Stärken und Torgefahr, hat aber mit Philipp Treu einen starken Konkurrenten.
- Klopp: Vagnoman war in allen Einheiten gut – deshalb könnte er gegen die Niederlande spielen.
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Fragen nach der Aufstellung gleichen am Tag vor dem Spiel einer Lotterie. Manchmal gibt der geneigte Fußballlehrer etwas preis, oftmals aber auch nicht, weil er sich nicht in die berühmten Karten schauen lassen will. Jürgen Klopp machte am Mittwochabend Letzteres. Auf die Frage, ob Rechtsverteidiger Josha Vagnoman vom VfB Stuttgart beim Nations-League-Spiel gegen die Niederlande an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) von Beginn an ran darf, sagte der neue Bundestrainer mit Blick auf seinen Amtskollegen der Gastgeber in Amsterdam dies: „Hat Xavi hier die Aufstellung bekannt gegeben? Dann hätte ich sie gerne, dann würde ich über unsere auch sprechen.“
Der Spanier Xavi hatte vorher nichts bekannt gegeben, also tat Klopp das auch nicht – war aber mit Blick auf Vagnoman dennoch in Plauderlaune: „Josha hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen, das haben die Jungs sowieso“, sagte der Coach und ergänzte, dass die vergangenen Trainingstage mit der DFB-Elf etwas von einer Vorbereitung in der ersten, zweiten oder dritten Woche gehabt hätten, denn: „Alle sind top drauf, es gab keine negativen Erlebnisse – und jetzt steigen wir ohne ein Testspiel direkt in den Wettbewerb ein. Dementsprechend wird alles zu überprüfen sein nach dem jeweiligen Ergebnis.“
Klopp gab dann noch einen Einblick in seine Eindrücke der vergangenen drei Tage in Herzogenaurach – von Franken aus flog der DFB-Tross ja am Mittwochnachmittag nach Amsterdam. „Alle Jungs haben sich sehr über die Einladung gefreut, egal, ob es die Etablierten oder nigelnagelneue waren, alle wollen sich auf unseren Weg einlassen.“ Da sei Josha Vagnoman dabei gewesen, sagte Klopp weiter: „Deshalb ist alles gut. Und in allen Trainingseinheiten war Josha gut: Also: er könnte spielen.“
Vor einer Woche hatte der neue Bundestrainer auf seiner Nominierungspressekonferenz recht anschaulich über die Qualitäten des VfB-Rechtsverteidigers gesprochen. „Wenn wir ein Buch darüber schreiben würden, was er alles nicht kann, dann würde es wie bei uns allen einiges zu lesen geben“, sagte Klopp in Frankfurt, „aber wenn wir eines darüber schreiben würden, was er alles kann, dann gäbe es auch viel Material, und für mich wäre es die bessere Lektüre.“
Fakt ist: Vagnoman bietet bei Fehlern manchmal Anlass zum Kopfschütteln und agiert im nächsten Augenblick bei anderen Aktionen erstaunlich stark. Dazu kommt: „Als ich mich für Josha entschieden habe, war der Faktor Torgefahr noch gar nicht dabei“, betonte Klopp. Nun hat der VfB-Verteidiger in der Bundesliga zwei Tore und zwei Torvorlagen in seiner Scorerliste stehen. Auch das zeichnet den schnellen Abwehrspieler aus – der in Philipp Treu vom SC Freiburg allerdings einen formstarken Konkurrenten auf der Rechtsverteidigerposition der DFB-Elf hat.



