Junioren des VfB Stuttgart: Die U 19 macht’s vor – und holt sich den DFB-Pokal
Der VfB darf sich einen weiteren DFB-Pokal in die Vereinsvitrine stellen, wenn auch nur die kleine Version: Denn die U 19 der Stuttgarter hat vor der Rekordkulisse von 8040 Zuschauern im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion das Finale gegen den VfL Wolfsburg völlig verdient mit 3:0 (2:0) gewonnen. Es war der fünfte Pokalsieg einer U 19 des VfB Stuttgart. Enis Redezepi (22.), Mirza Catovic (30.) und Neno Zezelj (88.) schossen die Tore für die Weiß-Roten.
„Dieser Pokalsieg bedeutet viel für den Verein, für mich als Trainer – aber er ist vor allem für die Jungs, die als kleine Krieger auf dem Platz alles reingelegt haben“, sagte der Stuttgarter Trainer Tobias Rathgeb.
Seine Spieler lieferten bei bestem Fußballwetter von Beginn an ein konzentriertes und dominantes Spiel ab. Im Mittelfeld zog das Duo Yanik Spalt und Mirza Catovic, beide bereits mit reichlich Drittligaerfahrung, die Fäden. Über die Außen kam der VfB mit den quirligen Tuncay Durna (links) und Neno Zezelj (rechts), während ganz vorne das auch physisch beeindruckende Stürmerduo Matheos Tsigkas und Enis Redzepi für Gefahr sorgte. Hinten spielte Verteidiger Antonijo Janjic eine starke Partie.
In der 22. Minute ging der VfB folgerichtig mit 1:0 in Führung: Kapitän Yanik Spalt, der bereits einen Profi-Einsatz in der Europa League bei der AS Rom vorweisen kann, eroberte den Ball per robustem Einsatz im Mittelfeld – und legte rechts raus auf Neno Zezelj. Der spielte mit Zug flach nach innen, wo Stürmer Enis Redzepi den Ball über die Linie drückte (22.).
Acht Minuten später das 2:0, als Tuncay Durna einen Freistoß von links dicht vors Tor der Wölfe schlug, wo Mirza Catovic ihn vollends über die Linie spitzelte (30.). Nach der Pause rückte Stuttgarts Torwart Florian Hellstern, der in der ersten Spielhälfte fast nicht geprüft wurde, vereinzelt in den Blickpunkt – hielt dabei seinen Kasten sauber.
Letztlich geriet der Sieg des VfB gegen die kleinen Wölfe auch aufgrund der größeren individuellen Klasse der Stuttgarter nicht mehr in Gefahr. Das zeigte sich auch, als Neno Zezelj kurz vor Schluss mit einem schönen Schlenzer ins linke Eck zum 3:0 den Schlusspunkt setzte (88.). Nach der deutschen Meisterschaft der U 17 hatte damit auch der U-19-Jahrgang des VfB seinen Titel.
„Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben die Nervosität schnell abgeschüttelt“, sagte der Torhüter Hellstern: „Wir sind extrem glücklich, dass wir das Ding gezogen haben. Wir konnten den ersten Pokal nach Stuttgart holen. Morgen folgt hoffentlich im Spiel unserer Profis der Zweite.“













