Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Tiago Tomas krönt famose Aufholjagd in Unterzahl – unsere Noten für den VfB

Der VfB Stuttgart hat am 32. Bundesliga-Spieltag in Sinsheim 3:3 gespielt. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Philipp Maisel und Marco Seliger
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
  • Alexander Nübel (Note 2,5): Bei den beiden Gegentoren vor der Pause war der Keeper – im Gegensatz zu seinem Kollegen der DFB-Elf (Oliver Baumann) bei seinem auf der anderen Seite – machtlos. Nübel wurde nach Einwurf und Ecke im Stich gelassen von seinen schläfrigen Vorderleuten. Nach der Pause dann wieder machtlos beim 1:3. Und wieder im Stich gelassen von taumelnden Vorderleuten. Rettete in der zweiten Hälfte dann einige Male stark.

    Baumann/Hansi Britsch
  • Luca Jaquez (Note 4): Der Schweizer agierte im Abwehrzentrum gewohnt robust – war aber im Verbund mit seinen Nebenleuten fahrig und recht planlos unterwegs. Ein unterdurchschnittlicher Auftritt.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Ramon Hendriks (Note 4,5): Der Vorkämpfer war hinten links überfordert gegen die variabel auftretenden Offensivleute der TSG. Der Niederländer bekam zumindest am Samstagmittag seine Grenzen aufgezeigt. Denn nur kämpfen zu können und zu wollen reicht nicht immer. Erst recht, wenn es gegen einen direkten Konkurrenten um die Königsklasse geht.

    Tom Weller/dpa
  • Jeff Chabot (Note 4,5): Die Abwehrkante war dieses Mal gegen robuste, stabile und griffige Hoffenheimer eher ein Abwehrkäntchen. Als es darauf ankam im Kampf um die Champions League, lieferte Chabot nicht ab. Auch nicht im Spielaufbau – in dem ihm allerdings aufgrund des zutiefst harmlosen Gesamtauftritts der Weiß-Roten auch meist die Anspielstationen fehlten. Nach 55 Minuten ausgewechselt.

    Baumann/Volker Mueller
  • Josha Vagnoman (Note 5,5): Offensiv nicht existent, defensiv regelmäßig mindestens einen halben Schritt zu spät. Die Maßnahme, mit Vagnomann die rechte Schiene wuchtig zu besetzen, ging komplett nach hinten los. Wurde nach gut 55 Minuten von seinem Leiden erlöst.

    Baumann/Julia Rahn
  • Atakan Karazor (Note 5): Keine Struktur, keine Stabilität, stattdessen Plan -und Ratlosigkeit: Der Kapitän war keiner mit Weitsicht am Samstagnachmittag. Und konnte den Kurs zu keiner Zeit korrigieren. Denn in der 69. Minute sah Karazor beim Stand von 2:3 zu allem Überfluss auch noch Rot – nach einem Tritt in die Ferse von Fisnik Asllani.

    IMAGO/DeFodi Images
  • Angelo Stiller (Note 4): Von ihm kamen lange keine messbaren Impulse, er zog auch nicht wie gewohnt das Spiel an sich. Erst mit dem 1:3-Rückstand wurde er präsenter. Ein unterm Strich dennoch ausbaufähiger Auftritt zur Unzeit des Strippenziehers, der in dieser Form der Mannschaft nicht die Stütze ist, die man von ihm gewohnt ist.

    Baumann/Volker Mueller
  • Deniz Undav (Note 4): Ohne wirklich gefährliche Offensivaktionen über die komplette Spielzeit – auch, weil die Kollegen gar keine Bälle bis zu ihm in die Spitze brachten. Ließ sich dann immer weiter zurückfallen, um aus der Tiefe wenigstens an Ballkontakte zu kommen. Doch auch diese Maßnahme verpuffte weitestgehend.

    Baumann/Julia Rahn
  • Chris Führich (Note 2): Gab sich selbst den Pre-Assist vor seinem zwischenzeitlichen 1:1, pennte kolossal beim 1:2, doch insgesamt präsentierte sich Führich immerhin konkurrenzfähig. Seine starke Pressingaktion initiiert das zwischenzeitliche 2:3. Kurbelte unermüdlich an, konnte nur leider mit seiner Leistung die Kollegen nicht anstecken, die reihenweise unter ihren Möglichkeiten blieben.

    Baumann/Volker Mueller
  • Bilal El Khannouss (Note 5): Schwacher Auftritt des zuletzt so starken Offensivmannes, der in Sinsheim mit allen Freiheiten ausgestattet war. Doch anstatt die zu nutzen, blickte er immer wieder hilfesuchend zur Trainerbank. Wirkte teils planlos und agierte ohne Fortune, verschuldete dazu beinahe noch einen Strafstoß bei seinem Foul an Touré.

    Baumann/Julia Rahn
  • Ermedin Demirovic (Note 2,5): Der Stürmer kam nach 55 Minuten ins Spiel und sollte beim Stand von 1:3 neue Impulse gelingen – was gelang. Der Bosnier erzielte das 2:3. Ansonsten eher unauffällig, was in der VfB-Unterzahl von Minute 69 an aber nicht verwunderte.

    IMAGO/MIS
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3): Der Linksverteidiger wurde nach 55 Minuten eingewechselt. Mittelstädt fiel nicht weiter auf – weder positiv noch negativ.

    Baumann/Julia Rahn
  • Lorenz Assignon (Note 3): Der Rechtsverteidiger kam nach 76 Minuten in die Partie und konnte keine entscheidenden Impulse mehr setzen.

    Baumann/Julia Rahn
  • Tiago Tomas (keine Note): Der Offensivmann wurde in Minute 86 eingewechselt – zu spät für eine Bewertung. Aber, aber, aber: Nach vergebenem Hochkaräter per Kopf in der Nachspielzeit noch später mit dem Ausgleich. Gefühlte Note am Ende: 1 mit Sternchen.

    Baumann/Julia Rahn
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Der VfB Stuttgart hat am 32.Spieltag der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim 3:3 gespielt. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß 58 Punkte auf der Habenseite. Am kommenden 33. Spieltag geht es gegen Bayer 04 Leverkusen (9. Mai, 15.30 Uhr, Liveticker).

Für den VfB lief in Sinsheim lange nichts zusammen. Doch der Platzverweis für Karazor kippte die Partie zugunsten des VfB, der aufopferungsvoll kämpfend zu einem Punktgewinn in Sinsheim kam.

Alle Noten für die Weiß-Roten | Das Bundesliga-Livecenter

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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