Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Starker El Khannouss – aber dem VfB fehlt gegen Werder der letzte Esprit

Der VfB hat am 31. Spieltag 1:1 gegen Werder Bremen gespielt. Wir bewerten alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Stuttgarter mit einer detaillierten Einzelkritik.
Von
Dirk Preiß und Jochen Klingovsky
Stuttgart
  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note. Diese sehen Sie in der Bildergalerie.

    AFP
  • Alexander Nübel (Note 3): Der VfB-Torwart war viel weniger ins Aufbauspiel eingebunden als noch zuletzt im Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg, und auch sonst hatte er keinen allzu arbeitsreichen Nachmittag. Einmal musste er in der 71. Minute gegen Jens Stage retten, das gelang ihm souverän. Beim Gegentor zum 0:1 war Nübel chancenlos.

    Pressefoto Baumann
  • Lorenz Assignon (Note 3,5): Der Rechtsverteidiger hatte seine besten Szenen in der Offensive, er schlug einige gefährliche Flanken, so auch vor der besten VfB-Chance in der ersten Stunde, die Bilal El Khannouss per Kopf vergab (22.). Andererseits gehörte er zu den zweikampfschwächsten Spielern auf dem Platz. Nach 57 Minuten kam Chris Führich für Lorenz Assignon.

    Pressefoto Baumann
  • Luca Jaquez (Note 3,5): Der Innenverteidiger wirkte anfangs nervös, stabilisierte sich dann aber und leistete sich in der Defensivarbeit keine Fehler mehr Im Spiel nach vorne fiel Jaquez nicht groß auf – obwohl er die meisten Ballkontakte im VfB-Team hatte.

    Pressefoto Baumann
  • Dan-Axel Zagadou (Note 4,5): Es war der erste Startelf-Einsatz des Innenverteidigers seit November 2025 – und es stellte sich die Frage, ob dieser nicht zu früh kam. Zagadou wirkte noch nicht hundertprozentig fit, es fehlte ihm sichtlich an Schnelligkeit und Zweikampfstärke. Exemplarisch war ein Laufduell mit Jovan Milosevic. Die VfB-Leihgabe der Bremer hängte Zagadou erst ab und ließ ihn dann noch ins Leere rutschen (40.). Nach der ersten Hälfte war das Comeback beendet – Zagadou wurde ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note 4): Der Linksverteidiger machte immer wieder lange Laufwege – zur gegnerischen Eckfahne. Doch die vielen von ihm getretenen Eckbälle blieben ohne Wirkung. In der Defensive war Mittelstädt einmal richtig gefordert, doch er schlug am Ball vorbei. Zum Glück vergab Jens Stage die beste Bremer Chance in der zweiten Hälfte (71.).

    Pressefoto Baumann
  • Chema Andres (Note 4): Dem Mittelfeldspieler fehlte es in der einen oder anderen Szene an Handlungsschnelligkeit. Insgesamt war er für die zentrale Rolle, die er auszufüllen hatte, viel zu wenig ins Spiel eingebunden. Der Spanier hatte schon wesentlich bessere Auftritte im VfB-Trikot.

    VfB Stuttgart
  • Angelo Stiller (Note 3,5): Der Mittelfeldregisseur hatte zwar gewohnt viele Ballkontakte und auch die eine oder andere gute Idee, ein Geistesblitz war allerdings nicht dabei. In der zweiten Hälfte gelang es ihm vorübergehend, dem Spiel mehr Impusle zu verleihen. Dass es am Ende nur zu einem 1:1 reichte, lag aber auch an der durchschnittlichen Leistung des wichtigsten VfB-Profis.

    Pressefoto Baumann
  • Tiago Tomas (Note 3,5): Der Pokalheld vom Donnerstag durfte gegen Werder in der Startelf ran. Der Portugiese war ein Aktivposten, viel in Bewegung und Vorlagengeber über rechts. Selbst gefährlich wurde Tomas aber selten. In der 57. Minute wurde er ausgewechselt, für ihn kam Ermedin Demirovic.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Bilal El Khannouss (Note 2): Der Startelfeinsatz war der Lohn für ein starkes Pokalspiel am Freitag. Auch gegen Werder war er der auffälligste VfB-Offensivspieler. In der 61. Minute flankte er butterweich auf Ermedin Demirovic, der zum 1:1 traf. Bis zum Ende blieb er aktiv und versuchte, entschiedende Aktionen zu kreieren.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jamie Leweling (Note 3,5): Der Nationalspieler spielte zu Beginn auf der linken Seite und startete viele Aktionen. Präzision und Durchsetzungsvermögen gingen ihm aber ein wenig ab. So stand am Ende ein engagierter Auftritt ohne nennenswerten Einfluss auf das Spiel. In der 78. Minute kam für ihn Badredine Bouanani.

    Pressefoto Baumann
  • Deniz Undav (Note 3,5): In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verfehlte sein Schuss ins lange Eck knapp das Bremer Tor. Davor und danach tat sich der Nationalspieler schwer, in gefährliche Positionen zu kommen. So blieb es bis zum Ende, weshalb Undav diesmal keine Scorerpunkte sammeln konnte.

    Pressefoto Baumann
  • Ramon Hendriks (Note 2,5): Der Innenverteidiger kam zu Beginn der zweiten Hälfte für Dan-Axel Zagadou und stabilisierte die Abwehr. Dass die Bremer in der zweiten Hälfte nur eine Chance hatten, lag auch am souveränen Auftritt des Niederländers.

    Pressefoto Baumann
  • Chris Führich (Note 3): Der Flügelspieler kam in der 57. Minute für Lorenz Assignon in die Partie – und hatte gleich eine auffällige Aktion. Führich sorgte über links für neuen Schwung, brachte die Defensive der Bremer damit aber nicht ins Wanken. Seine Aktionen waren im Ansatz gut, aber entfalteten nicht die erhoffte Wirkung.

    Pressefoto Baumann
  • Ermedin Demirovic (Note 2,5): Der Mittelstürmer saß zunächst auf der Bank und sollte ab der 57. Minute an der Wende in diesem Spiel basteln. Das gelang bestens – in der 61. Minute köpfte er den Ausgleich für den VfB. Danach war Demirovic in einigen Situationen zu ungestüm und bekam viele Aktionen abgepfiffen.

    Pressefoto Baumann
  • Badredine Bouanani wurde in der 77. Minute eingewechselt und bleibt damit ohne Bewertung.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Nikolas Nartey wurde kurz vor Schluss eingewechselt und bleibt ohne Bewertung.

    Pressefoto Baumann
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Drei Tage nach dem erneuten Einzug ins Finale des DFB-Pokals hat der VfB Stuttgart sein Bundesliga-Heimspiel gegen den SV Werder Bremen nicht gewinnen können. Nach dem 1:1 haben die Stuttgarter drei Spieltage vor Saisonende 57 Punkte auf dem Konto und stehen auf Rang vier der Tabelle. Weiter geht es für den VfB am kommenden Samstag (15.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim.

Der VfB begann gegen die Bremer mit sechs Änderungen in der Startelf gegenüber dem 2:1 nach Verlängerung gegen den SC Freiburg am Donnerstag. Dan-Axel Zagadou feierte sein Comeback nach überstandener Verletzung. Deniz Undav und Tiago Tomas hatten die ersten Möglichkeiten, in Führung ging aber der SV Werder. Jens Stage traf in der 18. Minute.

Der VfB war zwar spielbestimmend, entfachte aber erst nach rund einer Stunde mehr Feuer. In der 61. Minute erzielte denn auch Ermedin Demirovic per Kopf den Ausgleich. Danach drängten die Stuttgarter auf den Siegtreffer – wurde aber nicht mehr gefährlich genug.

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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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