Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Später Knockout im Neckarpark – die Noten für die VfB-Profis

Der VfB hat am 28. Spieltag mit 0:2 gegen Borussia Dortmund verloren. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler mit einer Einzelkritik bewertet.
Von
David Scheu und Heiko Hinrichsen
Stuttgart
  • Lange dominiert der VfB mit Verteidiger Ramon Hendriks (li.) den BVB mit Julian Ryerson – doch am Ende müssen die Stuttgarter zwei bittere Gegentore hinnehmen.

    Baumann/Julia Rahn
  • Alexander Nübel (Note 3): Der Stuttgarter Schlussmann bekam in der ersten Halbzeit mit Ausnahme eines harmlosen Eckballs überhaupt keinen Ball auf seinen Kasten – was viel über die Dominanz seines Teams in den ersten 45 Minuten aussagt. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nicht viel. In der Nachspielzeit dann die beiden Gegentreffer zum 0:2, an denen der Keeper aber schuldlos war.

    Pressefoto Baumann
  • Finn Jeltsch (Note 3): Zeigte in der Dreierkette eine sachlich-solide Vorstellung, indem er sich schnörkellos auf das Wesentliche konzentrierte. Hatte die beiden sich abwechselnden BVB-Außenstürmer Beier und Chukwuemeka gut im Griff. Wagte im zweiten Durchgang auch ein paar offensive Vorstöße.

    Pressefoto Baumann
  • Jeff Chabot (Note 3,5): Der zuletzt etwas schwächelnde Chabot war zunächst wieder auf den Punkt bissig in den Zweikämpfen – und hatte dabei keinen Geringeren als den Ex-VfB-Torjäger Serhou Guirassy, der nach 62 Minuten ausgewechselt wurde, auf Dortmunder Seite sicher im Griff. Schwach dann beim 0:1 durch Adeyemi, als er den Ball in die Mitte köpfte.

    Pressefoto Baumann
  • Ramon Hendriks (Note 3,5): Stand hinten als linkes Glied der Dreierkette lange sicher, und fand sogar noch die Zeit, sich auf der linken Seite häufiger ins Offensivspiel der Stuttgarter einzuschalten. War lange wie gewohnt laufstark und ballsicher, hatte bei beiden Gegentoren aber seine Aktien im Spiel. Beim 0:1 durch Adeyemi kam er nicht hinterher, vor dem 0:2 durch Brandt verlor er den entscheidenden Zweikampf

    Pressefoto Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3): Hatte als linker Schienenspieler anfangs nicht ganz so viele Offensivaktionen wie sein Gegenüber Assignon, war aber oft am Ball und leistete sich abgesehen vom Fehlpass in der 39. Minute kaum Ungenauigkeiten (Passquote 91 Prozent im ersten Durchgang).

    Pressefoto Baumann
  • Lorenz Assignon (Note 2,5): Startete als rechter Schienenspieler in der Fünferkette mit viel Elan und Vorwärtsdrang – und hatte starke Statistiken: In der ersten Hälfte gewann er die Mehrzahl seiner Zweikämpfe (70 Prozent) und brachte ausnahmslos jeden Pass zum Mitspieler. In der 56. Minute mit einem gefährlichen Abschluss.

    Pressefoto Baumann
  • Atakan Karazor (Note 3,5): Bot wieder eine grundsolide Leistung im zentralen Mittelfeld, allerdings mit einigen kleineren Ungenauigkeiten – als sein Pass (12.) und seine Kopfball-Ablage (23.) nicht den Mitspieler fand. Nach der Pause gab er in einigen aussichtsreichen Positionen Ball und Entscheidungsfindung an den Nebenmann ab. Als defensiver Stabilitätsanker aber wie gewohnt wichtig.

    Pressefoto Baumann
  • Angelo Stiller (Note 2,5): Wieder einmal Dreh- und Angelpunkt des Stuttgarter Spiels mit den meisten Ballkontakten aller Akteure auf dem Rasen (66 im ersten Durchgang). Seinen etwas zu unplatzierten Schuss von der Strafraumgrenze (19.) konnte BVB-Keeper Kobel parieren. In der 77. Minute unterband er mit einer wichtigen Balleroberung einen Dortmunder Angriff.

    Pressefoto Baumann
  • Chris Führich (Note 3): Der linke Flügelstürmer kam in der ersten hälfte zu zwei Abschlüssen, die aber zu mittig (13.) beziehungsweise zu hoch (43.) waren. Ansonsten verpasste Führich in einigen Situationen den richtigen Moment für ein Abspiel oder eine Flanke. In der zweiten Hälfte mit weniger offensiven Akzenten, nach 70 Minuten ging er vom Feld.

    Pressefoto Baumann
  • Nikolas Nartey (Note 3): Stand auf dem rechten Flügel in der Anfangsformation – und leitete dort in der 19. Minute mit einem Ballgewinn eine gute Chance von Stiller ein. Auch ansonsten ein sehr präsenter und aufmerksamer Auftritt. Mit zunehmender Spieldauer etwas unauffälliger, aber fehlerfrei. Nach 72 Minuten wurde er ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann
  • Deniz Undav (Note 3,5): Der Stürmer kam in der ersten Hälfte zu einem Abschluss, als er aus der Drehung über den Kasten schoss (26.). Darüber hinaus hatte Undav vor allem mit dem Rücken zum Tor einige gute Aktionen, indem er Bälle ablegte oder einen Freistoß an der Strafraumgrenze herausholte (33.). Nach der Pause unauffälliger und mit dem einen oder anderen Fehlpass.

    Pressefoto Baumann
  • Jamie Leweling (Note 3): Kam in der 69. Minute für Chris Führich ins Spiel und hatte einen gefährlichen Flankenlauf über rechts (73.), leistete sich danach aber auch einen unbedrängten Fehlpass, den Stiller durch eine Ball-Rückeroberung ausmerzte (77.). In der Folge mit mehreren Aktionen und Abschlüssen, aber ohne den letzten Punch.

    Pressefoto Baumann
  • Bilal El Khannouss (Note 3,5): Kam in der Schlussviertelstunde in der Offensive ins Spiel und leitete direkt mit einem Chipball auf Leweling eine Chance ein (73.). Danach mit einem Ballverlust (78.) und ansonsten unauffällig.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Tiago Tomas (Note 3,5): Kam in der 72. Minute für Assignon ins Spiel, um die rechte Offensivseite des VfB neu zu beleben. Der Portugiese überzeugte auch mit viel läuferischem Einsatz – und suchte die entscheidende Lücke in der dichten Deckung des BVB. Doch wie die Kollegen fand auch Tomas sie nicht. Dann der Rückschlag durch die späten Gegentore.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Ermedin Demirovic: Kam in der 87. Minute für Maximilian Mittelstädt – zu spät für eine Bewertung.

    Pressefoto Baumann
  • Chema: Kam in der 87. Minute für Angelo Stiller – zu spät für eine Bewertung.

    VfB Stuttgart
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Der VfB hat am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Heimspiel gegen Borussia Dortmund durch zwei späte Gegentore mit 0:2 (0:0) verloren. Die BVB-Treffer in der Nachspielzeit gelangen Karim Adeyemi (90.+4) und Julian Brandt (90.+6).

Der VfB rutscht auf Platz vier der Tabelle. Weil die TSG Hoffenheim ihr Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 mit 1:2 verlor, hat die Stuttgarter Elf von Trainer Sebastian Hoeneß mit weiter 53 Zählern nun drei Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Champions-League-Platz.

Weiter geht es in der kommenden Woche erneut mit einem Heimspiel, wenn der VfB am Sonntag (17.30 Uhr/Liveticker) den Hamburger SV empfängt.

Alle Noten für die Weiß-Roten | Das Bundesliga-Livecenter

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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