Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Jamie Leweling sammelt Scorerpunkte – und führt den VfB zum Sieg

Der VfB Stuttgart hat am 14. Bundesliga-Spieltag gegen Werder Bremen 4:0 gewonnen. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler bewertet.
Von
Dirk Preiß und Marco Seliger
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    Baumann/Hansjürgen Britsch/Hansjürgen Britsch
  • Alexander Nübel (Note 2,5): Zuletzt leistete sich der Keeper gegen den FC Bayern und Maccabi Tel Aviv Patzer, die zu Gegentoren führten – nun in Bremen war Nübel wieder sicherer unterwegs. Als es darauf ankam, vor allem in der Anfangsphase, war die Stuttgarter Nummer eins zur Stelle und parierte einige Bremer Versuche sicher. Auch in der Folge war ein Nübel der souveränen Art zu sehen – zu tun hatte er freilich kaum noch etwas.

    Baumann/Volker Mueller
  • Josha Vagnoman (Note 3): Lorenz Assignon fehlte in Bremen aufgrund seiner Roten Karte gegen den FC Bayern gesperrt. Vagnoman also durfte den Rechtsverteidiger geben für die Weiß-Roten – und machte eine solide Partie in der Defensive. Nach vorne wiederum stand Vagnoman oft hoch, wie das dann so schön heißt, also weit in der Werder-Hälfte – das allerdings ohne entscheidende Akzente zu setzen.

    Baumann/Julia Rahn
  • Finn Jeltsch (Note 3): Der U-21-Nationalspieler agierte in Bremen neben Jeff Chabot in der Innenverteidigung und legte wie sein Nebenmann einen wachen, umsichtigen und wenn es sein musste auch aggressiven Auftritt hin.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Jeff Chabot (Note 2,5): Der Innenverteidiger durfte beim SV Werder wieder von Beginn an ran, nachdem er gegen den FC Bayern überraschend auf der Bank gesessen hatte. Chabot war bis auf die Anfangsphase, die Werder dominierte, meist ein sicherer Anker der VfB-Abwehr. Denn nach knapp 20 Minuten hatte der VfB – auch dank des umsichtigen Abwehrchefs - alles im Griff.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Ramon Hendriks (Note 3): Auf der Linksverteidiger-Position (im Aufbau allerdings meist als linker Teil einer Dreierkette) zeigte der Niederländer, der ja auch als Innenverteidiger keine B-Lösung ist, eine abgezockte Leistung am Sonntagabend. Hendriks war zur Stelle, als es darauf ankam und verlieh der Abwehrreihe Stabilität.

    Baumann/Julia Rahn
  • Atakan Karazor (Note 2): Der Kapitän sollte wie immer Stabilität ins VfB-Spiel und speziell ins Zentrum bringen, was ihm gelang – und zwar mit einer so geschickten wie konsequenten Zweikampfführung. Der Sechser gewann in der ersten Hälfte überragende zehn von elf direkten Duellen. So spielt ein echter Anführer.

    Baumann/Julia Rahn
  • Angelo Stiller (Note 2,5): Der Nationalspieler kämpft mit dem Blick auf die WM im nächsten Sommer darum, bald wieder nominiert zu werden und damit wieder ein echter Nationalspieler zu sein. Wie das geht? Klar, nur mit konstant starken Leistungen im Verein. In Bremen nun machte Stiller abermals einen Schritt in die richtige Richtung. Sein Pass in die Tiefe auf Deniz Undav in der ersten Hälfte war überragend und hätte am Ende ein Tor verdient gehabt (Undav stand knapp im Abseits). Ansonsten war Stiller wie immer um Struktur im Aufbau bemüht, was dem Taktgeber meist glückte. Ein reifer, abgezockter Auftritt.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Bilal El Khannouss (Note 2,5): Die Nummer elf des VfB agierte gegen die Bremer auf der halbrechten Offensiv-Seite neben Nikolas Nartey. Der Marokkaner war oft am Ball, zunächst ohne, dass etwas dabei herauskam. Sein Kontakt mit der Kugel in der 40. Minute war dann aber entscheidend. Eine Flanke von Jamie Leweling köpfte El Khannouss perfekt ein. Nach der Pause hatte er viele Ballkontakte und half so mit, das Spiel zu kontrollieren. In der 76. Minute kam für ihn Chris Führich.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Nikolas Nartey (Note 2,5): Der Däne begann als zentraler Offensivspieler hinter Deniz Undav, tauschte aber auch immer wieder mit Bilal El Khannouss (rechts) und Jamie Leweling (links). Nartey war extrem engagiert, führte viele Zweikämpfe und sorgte damit für viel Unruhe zwischen den Bremer Defensivreihen. Auch defensiv half er aus, weshalb es ein starker Auftritt des so lange verletzten Mittelfeldspielers war.

    Baumann/Julia Rahn
  • Jamie Leweling (Note 1,5): Der Nationalspieler sollte auf der linken Außenbahn Offensivpower ins VfB-Spiel bringen. Zunächst tat er sich schwer, in die Partie zu finden. Doch kurz vor der Pause drehte Leweling dann mächtig auf. Erst bediente er Bilal El Khannouss mustergültig, sodass der Marokkaner zum 1:0 einköpfen konnte. Kurz danach traf er per wuchtigem Fernschuss selbst zum 2:0. Zudem hatte er bis zur Pause alle seine fünf Zweikämpfe gewonnen. Er blieb auch in Hälfte zwei ein Aktivposten und sammelte noch einen Scorerpunkt, als er für Deniz Undav auflegte. So krönte sich Leweling zum Mann des Tages.

    Baumann/Julia Rahn
  • Deniz Undav (Note 2): Der Stürmer hatte in der 23. Minute seinen Glücksmoment, als er per Lupfer wunderschön traf. Der Treffer wurde allerdings nicht gegeben, da Undav knapp im Abseits stand. Der Angreifer versuchte es das eine oder andere Mal wieder, zudem beschäftigte er die Bremer Innenverteidiger mit geschicktem Körpereinsatz. In Hälfte zwei unternahm er weitere Versuche, seinen eigenen Treffer zu erzielen, es dauerte dann bis zur 79. Minute, als er ein Zuspiel von Jamie Leweling abgeklärt verwandelte.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Chris Führich: Der Offensivmann kam nach 76 Minuten in die Partie und konnte in der Schlussphase keine großen Akzente mehr setzen – bis er zum Ende der Nachspielzeit über links zum Sprint anzog, die Kugel gekonnt am Fuß behielt und mit links ebenso gekonnt flach ins lange Eck zum 4:0 traf. Trotzdem: keine Benotung.

    Baumann/Julia Rahn
  • Tiago Tomas: Wie Führich wurde Tomas nach 76 Minuten eingewechselt und fiel nicht weiter auf – keine Benotung.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Maximilian Mittelstädt: Der Linksverteidiger kam in Bremen erst nach 82 Minuten in die Partie und war dieses Mal als Außenstürmer unterwegs - keine Bewertung.

    Baumann
  • Badredine Bouanani: Der Offensivmann kam in der 89. Minute ins Spiel, keine Benotung.

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  • Ameen Al-Dakhil: Der Abwehrmann wurde in Minute 89 eingewechselt - ohne Note.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
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Der VfB Stuttgart hat am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen 4:0 gewonnen gespielt. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß nun 25 Punkte auf der Habenseite. Nun steht zum Ende des Jahres 2025 noch ein Bundesligaspiel auf dem Programm. Am kommenden Samstag empfängt der VfB die TSG Hoffenheim in der MHP-Arena (20. Dezember, 15.30 Uhr, Liveticker).

Der VfB begann mit viel Ballbesitz, die ersten gefährlichen Szenen spielten sich aber im Stuttgarter Strafraum ab. In der 23. Minute traf dann zwar Deniz Undav wunderschön, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. Keine Zweifel gab es dann, als Bilal El Khannouss in der 40. Minute per Kopf traf. Und auch nicht, als Jamie Leweling per Fernschuss kurz darauf erhöhte.

Nach der Pause gab es zunächst wenig Höhepunkte, in der 59. Minute verbesserten sich die Stuttgarter Chancen jedoch, als Karim Coulibaly mit Gelb-Rot vom Platz musste. Der VfB kontrollierte die Partie komplett und machte in der 79. Minute alles klar. Erneut legte Leweling auf, Undav vollendete zum 3:0. Chris Führich setzte mit dem 4:0 den Schlusspunkt.

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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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