STN+STN+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Gebrauchter Tag für Nick Woltemade – und das ganze VfB-Team

Der VfB Stuttgart hat am 29. Bundesliga-Spieltag gegen den SV Werder Bremen 1:2 verloren. Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Dirk Preiß
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Alexander Nübel (Note 3): Der Torhüter war gleich zur Stelle, als er gegen Oliver Burke rettete (7.). Beim zweiten Versuch ließ der Bremer Alexander Nübel dann keine Chance und traf zum 1:1 (32.). Mit dem Fuß schlug der Keeper den Ball meist nach vorne zu Nick Woltemade – beim Mitspieler landete die Kugel nur selten. Parierte stark gegen Marco Friedl (84.), beim 1:2 chancenlos (90.).

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Leonidas Stergiou (Note 3): Der Außenverteidiger ist schnell – und das half beim 1:0 (19.). Leonidas Stergiou ersprintete einen Pass von Angelo Stiller und vollendete zur Führung. Defensiv hatte der Schweizer zuvor ein paar Probleme gehabt. Steigerte sich hinten und spielte sehr giftig.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Finn Jeltsch (Note 4,5): Brauchte etwas Zeit, um sich in der Innenverteidigung zurechtzufinden. Danach spielte Finn Jeltsch gewohnt unaufgeregt. Wagte sich mit Ball am Fuß immer wieder in die Bremer Hälfte. Ein paar Unsauberkeiten werden dem Abwehrtalent nachgesehen, weil er mit großem Einsatz spielt. Sah beim 1:2 von Oliver Burke (90.) nicht gut aus.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Jeff Chabot (Note 4): Der Innenverteidiger fiel gleich mit einem Stellungsfehler auf. Auch danach hielt Jeff Chabot die Abwehr nicht richtig zusammen. In der 42. Minute war der Arbeitstag auf dem Platz beendet. Der Hüne griff sich nach einem gespielten Pass an den Oberschenkel und humpelte verletzt in die Kabine.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3): Mit zahlreichen Vorstößen im ersten Abschnitt. Seine Flanken kamen jedoch nicht an. Hinten rettete Maximilian Mittelstädt zwar in höchster Not (39.), aber auch ihm unterliefen Flüchtigkeitsfehler. In Unterzahl besann sich der einsatzfreudige Nationalspieler auf seine defensiven Kernaufgaben.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Angelo Stiller (Note 2,5): Mit dem Außenrist bereitete der Mittelfeldstratege die Führung durch Leonidas Stergiou vor (19.). Und Angelo Stiller bewies weiter ein feines Füßchen, als er Ermedin Demirovic in eine gute Position brachte (22.). Vor allem seine Steilpässe brachten verheißungsvolle Szenen. Blieb der Antreiber bis zum Schluss.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Atakan Karazor (Note 4): Aggressiv im Mittelfeld. Atakan Karazor gewann zahlreiche Zweikämpfe und lief viel. Allerdings bekam der Kapitän das Geschehen nicht vollends in den Griff. Im zweiten Abschnitt war vor allem als Bodyguard der Abwehr gefragt. Stand nach seiner Gelben Karte (40.) mehrfach vor einem Platzverweis und wurde ausgewechselt (79.).

    Baumann
  • Jamie Leweling (Note 4,5): Der Flügelspieler verdrängte Fabian Rieder wider auf die Ersatzbank, leistete sich aber wie schon öfters in den vergangenen Wochen einen unsauberen und hektischen Beginn. Nach 25 Minuten ging sein Schuss knapp übers Bremer Tor. s wurde in der Folge nicht viel besser, Leweling konnt sich nicht steigern und wurde zur Pause ausgewechselt. Fabian Rieder kam für ihn.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Chris Führich (Note 4): Der Mann von der linken Außenbahn stand wie schon in Bochum in der Startelf. Führich hatte in der Anfangsphase einige temporeiche Aktionen, die aber nicht zum Erfolg führten. Der Nationalspieler blieb blass bis in Minute 57, als r Nick Woltemade perfekt bediente. Der Stürmer köpfte aber neben das Werder-Tor. Für Führich blieb es der einzige echte Lichtblick. Nach 79 Minuten verließ er für Jacob Bruun Larsen den Platz.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Nick Woltemade (Note 4,5): Der Ex-Bremer war vom Beginn an viel in die Stuttgarter Angriffe eingebunden, suchte aber zunächst noch nach der gewohnten Ball- und Passsicherheit. In der 57. Minute vergab er per Kopf die Topchance zum 2:1, wenig später war es dann vollends ein gebrauchter Tag für den Angreifer. Bei einer eigenen Aktion mit Ball war er mal wider zu unsauber, beim Versuch, den Ball wieder zu ergattern, kam es zu einem Foul am Mitchell Weiser. Woltemade sah Gelb-Rote – eine (zu) harte Entscheidung.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Ermedin Demirovic (Note 3,5): Der Dreifach-Torschütze vom vergangenen Wochenende hätt beinahe gleich das nächste Tor gemacht. Sein Kopfball in der ersten Minute geriet aber zu unplatziert. Einen 20 Minuten spätren Schussversuch parierte Gäste-Keeper Michael Zetterer. Ansonsten tat sich Demirovic in den Luftduellen gegen Amos Pieper schwer. Klare Chancen blieben Mangelware für den Stürmer, der sich bemühte, aber in den direkten Duellen oft das Nachsehen hatte – er gewann nur drei von elf Zweikämpfen. In der 84. Minute ging er für Deniz Undav vom Feld.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Ramon Hendriks (Note 3): Wurde für den verletzten Jeff Chabot eingewechselt (42.) und war gleich mit einer Grätsche voll da. Übernahm den Posten in der Innenverteidigung. Ramon Hendriks erledigte den Job schnörkellos und robust. Es ist kein Vergnügen, gegen ihn den Zweikampf zu gehen.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Yannik Keitel (Note 3): Kam für Atakan Karazor (79.), der Gelb-Rot-gefährdet war. Sollte helfen, in Unterzahl die Defensive zu stärken. Yannik Keitel brachte sich in einigen Szenen gut ein.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jacob Bruun Larsen (Note 3): Der Däne kam in der 79. Minute für Chris Führich in die Partie – als der VfB schon in Unterzahl agieren musste. Somit blieb es ein Auftritt ohne besondere Wirkung.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Deniz Undav kam in der 84. Minute für Ermedin Demirovic in die Partie – zu spät für eine Bewertung.

    Baumann
  • Fabian Rieder (Note 3): Der Schweizer kam nach der Pause für den schwachen Jamie Leweling und war gleich gut drin in der Partie. Den Schwung, den er half zu entfachen, bremste der Platzverweis gegen Nick Woltemade. Danach half Rieder noch, sich gegen eine Niederlage zu stemmen. Was misslang.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
1 / 17