: Bitterer Nackenschlag – trotz eines starken Nick Woltemade
Der VfB Stuttgart hat am 26. Bundesliga-Spieltag gegen Bayer Leverkusen 3:4 verloren. Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.
Alexander Nübel (Note 3): Der Nationaltorwart zeigte zunächst Schwächen im Aufbauspiel, einige leichtere Zuspiele von hinten raus landeten im Nirgendwo. War beim Flachschuss aus kurzer Distanz zum 1:2 durch Frimpong (56.) wie beim 2:3 durch Hincapie (67.) und dem 3:3 machtlos. Hatte sonst mangels herausgespielter Torchancen der Leverkusener keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen.
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Finn Jeltsch (Note 3): Wurde als Rechtverteidiger eingesetzt – und hatte mit seiner Rolle wenig Anlaufprobleme. Was auch daran lag, dass die linke Angriffsseite zunächst die schwächere der Leverkusener war. Der Ex-Nürnberger fand daher auch Zeit, Akzente nach vorne zu setzen. Dass Jeltsch ein Teenager ist, der vor kurzem noch in der zweiten Liga gespielt hat, merkte in Halbzeit eins niemand. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeigen passt. Baute im zweiten Durchgang aber deutlich ab.
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Ameen Al-Dakhil (Note 2,5): Spielte nach seiner sechswöchigen Verletzungspause gleich von Beginn an – und ersetzte Jeff Chabot gestenreich als Abwehrchef. Doch zunächst hatte Al-Dakhil auch ein paar Wackler in seinem Stellungs- und Passspiel drin. Fügte sich dann aber stark ins Zentrum der VfB-Viererkette ein – und wusste auch durch seine Schnelligkeit zu gefallen. Ging nach 78 Minuten für Chabot vom Feld.
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Ramon Hendriks (Note 3,5): Besetzte die linke Position in der Innenverteidigung. Hatte am Anfang Probleme ins Spiel zu kommen, weil die Abstände in der VfB-Viererkette nicht passten. Doch Hendriks steigerte sich mit zunehmender Spielzeit. Grätschte in der Schlussphase beherzt dazwischen; und setzte mit 35,7 Stundenkilometer hinter Justin Diehl den zweitschnellsten Sprint der VfB-Saison an. Beim 3:3 wie die Kollegen indispobiert. Beim 3:4 zu spät gegen den Torschützen Patrik Schick.
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Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Gewann in eindrucksvoller Manier den entscheidenden Zweikampf vor dem 1:0 durch Demirovic (15.). Hatte ganz zu Beginn kurz seine liebe Mühe mit dem schnellen Frimpong, bekam aber auch dies die meiste Zeit gut in den Griff. Unterm Strich spielte Mittelstädt lange eine starke Partie. Verlor in der Schlussphase aber die Übersicht.
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Atakan Karazor (Note 3,5): War sehr engagiert und lauffreudig bei der Sache. Karazor stopfte so manche Lücke – ließ dabei aber hin und wieder die nötige Souveränität vermissen. Sah nach 28 Minuten Gelb, was ihn in seinem Tatendrang hemmte. Verpasste es desöfteren, mit genauen Zuspielen in den Leverkusener Drangphasen für Entlastung zu sorgen.
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Angelo Stiller (Note 3): Der Mittelfeldfeldmann spielte eine unauffällige erste Hälfte, verrichtete aber sehr viel Laufarbeit, war der laufstärkste VfB-Akteur vor der Pause. Bei einem Abschluss in der Nachspielzeit war er etwas zu zaghaft. In der zweiten Hälfte war er weiter als Zweikämpfer im Mittelfeld gefordert, er lief weiter am meisten von allen VfB-Profis und behauptete sich gut. Allerdings endete die Partie für ihn äußerst unglücklich, als er eine Hereingabe von Victor Boniface ins eigene Tor lenkte.
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Jamie Leweling (Note 3): Der Flügelspieler sollte offensive Akzente setzen, war von Beginn an aber auch defensiv enorm gefordert, da Piero Hincapie auf seiner Seite viel Dampf nach vorne machte. Leweling wirkte zunächst nicht immer passsicher, dennoch war er am 1:0 maßgeblich beteiligt: Sein abgewehrter Torschuss landete vor den Füßen von Ermedin Demirovic. Die Chance auf einen eigenen Treffer vergab er in der 60. Minute mit einem harmlosen Abschluss. Kurz danach leistete er dann aber die Vorarbeit zum 3:1. Alles in allem ein sehr engagierter Auftritt mit Licht und Schatten. In der 68. Minute ging er für Josha Vagnoman vom Feld.
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Enzo Millot (Note 2): Der Franzose wirkte vom Start weg agiler und spritziger als zuletzt, war an vielen Angriffen des VfB beteiligt. Seinen Glanzmoment hatte er kurz nach der Pause, als er Nick Woltemade wie maßgeschneidert bediente – und der zum 2:0 abschloss. Nach einem guten Auftritt wurde Millot in der 68. Minute gegen Deniz Undav ausgewechselt.
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Nick Woltemade (Note 1,5): Der groß gewachsene Angreifer glänzte immer wieder mit seiner speziellen Mischung aus Technik und Körperlichkeit. So war er in Hälfte eins an einigen gefährlichen Aktionen maßgeblich beteiligt – auch an der Entstehung des 1:0. Das 2:0 besorgte er dann selbst, als er ein starkes Zuspiel von Enzo Millot eiskalt verwertete. Zum 3:1 leistete der U-21-Nationalspieler dann wieder die Vor-Vorarbeit, weshalb er insgesamt großen Anteil am
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Ermedin Demirovic (Note 2): Der Stürmer übernahm den Startelfplatz des zuletzt glücklosen Deniz Undav – und rechtfertigte seinen Einsatz früh, als er bei seinem 1:0 goldrichtig stand. Auch ansonsten war er ordentlich im Spiel und bearbeitete die Leverkusener Abwehr vor allem körperlich. Beim 3:1 war er maßgeblich beteiligt am Leverkusener Eigentor von Granit Xhaka. Nach einer guten Leistung ging er in der 78. Minute vom Feld.
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Josha Vagnoman (Note 3,5 ): Kam nach 68 Minuten für Leweling in die Partie und besetzte die rechte, offensive Flügelposition. Leistete in der Endphase der Partie auch Defensivaufgaben und half Jeltsch dabei, die rechte Seite des VfB zuzumachen. Doch es fehlte oft an einem guten Stellungsspiel und an der Zweikampfhärte.
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Jeff Chabot (Note 3,5): Kam nach 78 Minuten für Al-Dakhil in die Partie und übernahm im Zentraum der Viererkette gleich Führungsaufgaben. Setzte durch seine körperliche Robustheit auch einen Gegenpol zum langen Leverkusener Angreifer Patrik Schick. Besetzte beim Augleich zum 3:3 und beim 3:4 wie die Mitspieler die Rolle des Zuschauers.
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El Bilal Touré (Note 3): Der wiedergenesene Stürmer kam in der 78. Minute für Ermedin Demirovic in die Partie. Blieb ohne entscheidende Aktion.
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Deniz Undav (Note 3,5): Der zuletzt kriselnde Angreifer kam in der 68. Minute für Enzo Millot in die Partie und versuchte sich gleich, im Strafraum durchzuwursteln. Dabei blieb er ebenso erfolglos wie bei einer folgenden Kopfballchance.
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Chris Führich kam kurz vor Schluss und bleibt ohne Bewertung.
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Der VfB Stuttgart hat am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen 3:4 verloren. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß weiter 37 Punkte auf der Habenseite. Nun geht es in die Länderspielpause, danach ist Eintracht Frankfurt der nächste Gegner beim Auswärtsspiel in der Bundesliga (29. März, 18.30 Uhr, Liveticker).
Der VfB fand gegen Bayer Leverkusen gut in die Partie, war präsent und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Die Belohnung für einen starken Beginn gab’s in der 15. Minute, als Ermedin Demirovic zum 1:0 traf. Die Werkself blieb zwar stets gefährlich, doch die junge Stuttgarter Abwehr verteidigte mit Geschick und auch etwas Glück.
Nach der Pause erhöhten die Gäste noch einmal den Druck, doch dem VfB gelang das 2:0 durch Nick Woltemade. Und stellte nach dem Anschluss von Bayer durch Jeremie Frimpong mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her (Eigentor Granit Xhaka). In einem unterhaltsamen Spiel traf dann Piero Hincapie für die Gäste. Die VfB-Führung hielt dann bis in die Schlussphase, ehe Angelo Stiller einen Ball unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Es wurde noch bitterer – Leverkusens Patrik Schick traf in der Nachspielzeit zum Auswärtssieg.
Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.