Einzelkritik Deutschland gegen die Niederlande
: Sieg gegen Oranje – die Noten für die DFB-Kicker

In der Nations League traf Deutschland am Montagabend auf die Niederlande. Der Stuttgarter Jamie Leweling ebnete der Nationalelf den Weg ins Viertelfinale. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten DFB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Marco Seliger, dpa
Stuttgart
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  • Erst ein aberkanntes Tor, dann doch noch der Führungstreffer: Jamie Leweling ist der Mann des Spiels.

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  • Oliver Baumann (Note 2,5): Der Hoffenheimer Keeper feierte in München seine Länderspielpremiere – der Konkurrent von VfB-Torhüter Alexander Nübel im Kreise der DFB-Elf punktete in eigener Sache, weil er einen fehlerfreien Auftritt hinlegte (auch, weil er kaum geprüft wurde). Beim Mitspielen, mit dem Ball am Fuß, stark. Und dann, am Ende, als es darauf ankam, da war Baumann da – mit einer tollen Parade in der 90. Minute nach dem satten Schuss von Donyell Malen.

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  • Joshua Kimmich (Note 2,5): Hinten rechts, das ist schon lange wieder die Stammposition des ehemaligen VfB-Jugendspielers im DFB-Dress. Bei seinem Heimspiel in München überzeugte der Bayern-Profi über weite Strecken - weil er meist ballsicher war, offensive Akzente setzte und hinten sicher stand.

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  • Nico Schlotterbeck (Note 2,5): Der Dortmunder rückte für den Leverkusener Jonathan Tah in die Startelf und agierte in die Innenverteidigung nicht so fehlerbehaftet wie jüngst beim BVB. Ein souveräner, meist hellwacher Auftritt.

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  • Antonio Rüdiger (Note 3): Der Profi von Real Madrid zeigte in München eine solide Leistung - der Innenverteidiger trat bis auf einen Fehlpass in Hälfte eins souverän auf.

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  • Maximilian Mittelstädt (Note 3): Nach der verletzungsbedingten Abreise von Konkurrent David Raum durfte der Linksverteidiger des VfB nun auch in München wieder von Beginn an ran – betrieb aber nur bedingt Werbung in eigener Sache: Nach hinten wie in Bosnien zwar wieder sicher, nach vorne aber nicht so wirkungsvoll wie noch am Freitagabend – bis er kurz vor Schluss mit einem abgefälschten Schuss fast das 2:0 erzielte.

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  • Aleksandar Pavlovic (Note 3): Startelfdebüt in der DFB-Elf für den gebürtigen Münchner in München, in der Arena seines FC Bayern, geht noch mehr? Klar, eine gute Leistung bei diesem wunderbaren Rahmen – die der defensive Mittelfeldmann zunächst brachte. Und das vor allem in der Defensive, wo Pavlovic besonders umsichtig agierte. In der Vorwärtsbewegung mit fortlaufender Spieldauer dagegen mitunter fahrig, mit einigen Fehlpässen. Als Zehner in Hälfte zwei eher unauffällig.

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  • Angelo Stiller (Note 2,5): Antonio Rüdiger hatte sich tags zuvor als Stiller-Fan geoutet – in seiner Geburtsstadt zeigte der Mittelfeldmann des VfB Stuttgart bei seinem ersten Einsatz von Beginn an für das DFB-Team öfters, warum Rüdiger so schwärmt: Stiller war die Anspielstation im Zentrum, er agierte ballsicher – und mitunter genial, so wie bei seinem Pass in die Tiefe in Minute 28, der in der weiteren Folge fast zum 1:0 geführt hätte. Ein gelungenes Startelfdebüt.

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  • Jamie Leweling (Note 2,5): Nach dem kurzfristigen Ausfall seines Stuttgarter Kollegen Deniz Undav (muskuläre Probleme) feierte der Rechtsaußen des VfB Stuttgart überraschend seine Länderspielpremiere in Münchens Arena. Leweling legte bei seinem Debüt einen Traumstart hin – weil er nach nicht einmal zwei Minuten traf. Aber: es gab den Videobeweis, Serge Gnabry war im Abseits gestanden. Hinterher dann fiel Leweling, der anders als beim VfB den Linksaußen gab, zunächst nicht mehr so auf. Bis er in der 28. Minute fast das 1:0 schoss. Und bis er in Minute 64 nach einer Ecke, genau: Das 1:0 schoss. Ohne Kompromisse, ohne Abseits, mit Karacho in den Winkel. Was für ein Debüt – ein gelebter Traum!

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  • Florian Wirtz (Note 3,5): Der Leverkusener machte gegen die Niederlande da weiter, wo er gegen Bosnien am Freitagabend aufgehört hatte – der deutsche Meister und Pokalsieger war oft nicht zu sehen. Aber wenn doch, dann wurde es mitunter brillant. Insgesamt aber mit Luft nach oben dieses Mal. Zur Halbzeit raus.

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  • Serge Gnabry (Note 3): Nach langer Leidenszeit ist der Profi des FC Bayern wieder dabei im Kreis der DFB-Elf und durfte jetzt wie in Bosnien wieder von Beginn an ran. Im heimischen Stadion agierte Gnabry extrem engagiert, blieb aber noch vorne glücklos. Dafür mit einigen gefährlichen Hereingaben von rechts.

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  • Tim Kleindienst (Note 3): Nach dem Debüt in Bosnien stand der ehemalige Stürmer des 1. FC Heidenheim nun auch gegen die Niederlande wieder in der Anfangself. Der stets engagierte Gladbacher war vorne drin ein Unruheherd, band die niederländischen Abwehrspieler, kam aber kaum zu Abschlüssen – auch, weil er die Kugel manchmal knapp verpasste nach Flanken.

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  • Robert Andrich (Note 3): Kam zur zweiten Halbzeit für Florian Wirtz ins Spiel – und agierte als Sechser neben Stiller gewohnt aggressiv und umsichtig.

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  • Kevin Schade (li.): Der ehemalige Freiburger Offensivmann kam in der 77. Minute ins Spiel – zu spät für eine Bewertung.

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  • Waldemar Anton: Der ehemalige VfB-Kapitän wurde in der 82. Minute eingewechselt - ohne Note.

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  • Jonathan Burkardt: Der Mainzer Stürmer kam nach 82 Minuten rein, keine Bewertung.

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  • Robin Gosens: Der Linksverteidiger kam in der 87. Minute in die Partie.

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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der zweiten Partie der Nations League einen weiteren Sieg eingefahren und sichert sich somit das Ticket fürs Viertelfinale. Am Jahrestag seines ersten Länderspiels konnte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann über ein 1:0 (0:0) gegen die Elftal freuen.

Vor 68.367 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena sorgte Debütant Jamie Leweling vom VfB Stuttgart in der 63. Minute für den entscheidenden Treffer. Vor dem Anpfiff waren Rekord-Torwart Manuel Neuer, Thomas Müller, Ilkay Gündogan und der nicht anwesende Toni Kroos mit viel Applaus aus der Nationalelf verabschiedet worden.

Nächstes Spiel gegen Bosnien

In der Gruppe A3 kommt Deutschland jetzt auf zehn Punkte und gehört damit bereits zu einem der beiden Gruppenbesten. In den abschließenden Gruppenspielen im November gegen Bosnien-Herzegowina und Ungarn geht es nun noch darum, den ersten Platz endgültig fix zu machen. In der neu eingeführten K.-o.-Runde mit Hin- und Rückspiel spielen im März die acht besten Nationen um den Einzug ins Finalturnier im Juni.

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des DFB-Teams mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke.

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