Stuttgarter Kickers siegen beim FC Bayern: Triumph jährt sich zum 35. Mal – und Jürgen Klinsmann drückt weiter die Daumen

Ein Dokument der Zeitgeschichte: Der Triumph der Blauen im Münchner Olympiastadion.
baumann- 35 Jahre danach: Die Stuttgarter Kickers siegten am 5. Oktober 1991 beim FC Bayern mit 4:1.
- Einzigartige Bundesliga-Bilanz gegen Bayern bleibt ausgeglichen: zwei Siege, zwei Niederlagen, 8:8 Tore.
- Trainer Rainer Zobel schilderte Wiesn-Erlebnisse nach dem Spiel – Fans forderten „Heynckes raus“.
- Markus Babbel blickte auf eine schwache Bayern-Phase mit Pokal- und Europacup-Aus zurück.
- Aufstellungen und Torschützen genannt; 35 000 Zuschauer sahen die Partie im Olympiastadion.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kaufen können sich die Stuttgarter Kickers davon nichts. Punkte in der Fußball-Regionalliga gibt es dafür auch keine. Doch dass die Blauen die einzige Mannschaft sind, die in der Bundesligabilanz keine negative Bilanz gegen den FC Bayern München hat, sorgt zumindest für ein genüssliches Lächeln bei den Fans der Blauen: Zwei Siege, zwei Niederlagen, 8:8 Tore lautet die Bilanz.
Das Highlight aus diesen Duellen gegen den deutschen Rekordmeister jährt sich an diesem Montag zum 35. Mal: Am 5. Oktober 1991 gewannen die Kickers im Münchner Olympiastadion mit 4:1 (2:0). Die Erinnerungen bei den Protagonisten sind nicht verflogen: „Ich fühlte mich vor allem nach dem Spiel überfordert. Unser damaliger Präsident Axel Dünnwald-Metzler hatte auf dem Oktoberfest eine Wiesn-Box reserviert. Die Bayern-Fans grölten „Heynckes raus“, feierten uns. Und ich musste im Bierzelt hoch und die Musikgruppe dirigieren“, sagte der damalige Kickers-Trainer Rainer Zobel (77) im Doppel-Interview mit unserer Redaktion zum 30-Jahr-Jubiläum des denkwürdigen Auftritts.
Der damalige Bayern-Spieler Markus Babbel meinte in dem damaligen Gespräch: „Bei uns war der Wurm drin. Nicht nur, dass uns die Kickers vorgeführt haben, wir flogen auch im DFB-Pokal daheim gegen den FC 08 Homburg raus, wir verabschiedeten uns im Uefa-Cup gegen den dänischen Club Boldklubben 1903. Wir kamen in der Bundesliga sogar in Abstiegsgefahr. Am Ende retteten wir uns auf Platz zehn, auch weil wir das Rückspiel bei den Kickers mit 4:2 gewonnen haben.“
Die Kickers stiegen am Ende aus der Bundesliga ab – mit einem Punkt Rückstand auf Wattenscheid 09. Der Triumph in München hatte den Blauen nicht gut getan. In den beiden darauf folgenden Heimspielen gegen den MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf setzte es jeweils ein 0:1.
Inzwischen spielen die Blauen in der Regionalliga. Am vergangenen Freitag kamen 7810 Zuschauer gegen Kickers Offenbach – und Jürgen Klinsmann, der im Gazi-Stadion auf der Waldau zuschaute drückt den Blauen die Daumen, dass es wieder nach oben geht: „Ich hoffe, dass es irgendwann klappt, wieder eine Stufe höher zu gehen oder sogar nochmal eine Stufe höher. Das Publikum ist da, die Unterstützung ist da. Das ist eine schöne Sache.“

Jürgen Klinsmann (li., neben Roland Eitel) schaute sich das Spiel der Stuttgarter Kickers gegen Offenbach an.
Baumann/Alexander KepplerAufstellungen
FC Bayern München: Hillringhaus – Berthold, Pflügler, Grahammer – Schwabl, Effenberg, Sternkopf (80. Kreuzer), Ziege, Bender (80. Babbel) – Labbadia, Wohlfarth.
Trainer: Jupp Heynckes.
Stuttgarter Kickers: Reitmaier – Ritter, Keim, Novodomsky – Wörsdörfer, Schwartz, Kula, Tattermusch, Imhof – Vollmer (88. Moutas), Marin (75. Richter).
Trainer: Rainer Zobel.
Tore: 0:1 Kula (8.), 0:2 Marin (24.), 0:3 Keim (63.), 1:3 Wohlfarth (73.), 1:4 Moutas (89.).
Zuschauer: 35 000.








