Turnen dritte Liga
: Die WTG Heckengäu behält ihre weiße Weste

Die Drittliga-Turner gewinnt bei der KTV Hohenlohe mit 38:24 und bleibt auch nach dem fünften Wettkampftag ungeschlagen. Erst am Barren und Reck rückt die Riege die Kräfteverhältnisse zurecht.
Von
Wayne Jaeschky
Leonberg
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WTG Heckengäu, Turnen, Philipp Lutz

WTG-Kapitän Philipp Lutz beim Einstellen der Haltegriffe am Pauschenpferd.

Matthias Blasberg
  • WTG Heckengäu siegte bei KTV Hohenlohe mit 38:24 und bleibt ungeschlagen.
  • Der Start misslang am Boden, erst Barren und Reck brachten die Wende.
  • Manú Tschur sammelte 14 Scorepunkte, nur Alain Bregenzer war besser.
  • Nach vier Geräten lag Hohenlohe vorn – am Ende entschieden Barren und Reck.
  • Finale terminiert: Am 7. November kommt die TG Allgäu nach Renningen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wer lediglich das Endergebnis betrachtet, könnte von einem geruhsamen Ausflug der WTG Heckengäu nach Öhringen ausgehen. 38:24 gewonnen, den fünften Sieg im fünften Wettkampf verbucht und den zweiten Platz hinter der TG Allgäu gefestigt. Doch so einfach war es nicht. Bis zum fünften Gerät musste die WTG um ihren Erfolg kämpfen. Der Favorit war nicht mit seinem vollständigen Kader angereist und geriet gegen einen entschlossenen Gastgeber mehrfach ins Stolpern.

Schon der Auftakt am Boden passte nicht – Niccolo Spiess war der einzige WTG-Turner, der etwas Zählbares beisteuern konnte, das Gerät ging mit 4:7 verloren. Statt früh die Rolle des Favoriten zu unterstreichen, lief die WTG zunächst einem Rückstand hinterher. Am Pauschenpferd zeigte die Mannschaft dann, weshalb sie in dieser Saison noch keinen Wettkampf verloren hat. Manú Tschur holte vier Scorepunkte, Kapitän Philipp Lutz steuerte drei bei. Mit dem 9:3 drehten die Gäste das Duell und schienen nun jene Kontrolle zu gewinnen, die man von ihnen erwartet hatte.

Kein souveräner Auftritt der WTG

An den Ringen machte sich die dünnere Besetzung deutlich bemerkbar. Wieder blieben zu viele Duelle ohne Ertrag, einzig Tschur sammelte mit drei Scorepunkten für die WTG. Hohenlohe gewann das Gerät mit 4:3. Aus der erhofften klaren Angelegenheit war zur Pause ein Wettkampf geworden, in dem sich der Favorit keine weiteren Nachlässigkeiten erlauben durfte. Auch am Sprung fand die WTG zunächst nicht vollständig in die Spur. Adrian Dudev holte einen Punkt, Niccolo Spiess drei. In den übrigen Duellen gingen jedoch sieben Scorepunkte an die Gastgeber. Der Tabellenzweite hatte nach vier Geräten zwar noch alle Möglichkeiten, souverän aber war dieser Auftritt bis dahin nicht.

Vielleicht brauchte es genau diesen Druck. Vielleicht auch die Erkenntnis, dass der fünfte Saisonsieg nicht von alleine kommen würde. Am Barren änderte sich der Wettkampf. Lovis Spiess eröffnete mit drei Scorepunkten, Dudev legte zwei nach und Tschur setzte mit vier Punkten den kräftigsten Akzent. Das 9:3 war mehr als nur ein Gerätesieg – es war die Wende. Was anschließend am Reck folgte, war das Meisterstück der WTG. Keine größeren Patzer, keine wackligen Kompromisse, keine Einladung mehr an den Außenseiter. Tschur, Lovis Spiess und Dudev holten jeweils drei Scorepunkte. Drei Duelle, dreimal die volle Ausbeute, 9:0 für die WTG. So wurde aus einem lange offenen Wettkampf doch noch ein deutlicher 38:24-Erfolg.

Turnen, WTG Heckengäu, Niccolo Spiess am Boden im Doppelsalto

Schwieriger Start am Boden: Niccolo Spiess (beim Doppelsalto) war der einzige Turner der WTG, der hier überzeugte.

Matthias Blasberg

Der Mann, der die Heckengäuer durch die schwierigen Phasen getragen hatte, hieß Manú Tschur. Mit 14 Scorepunkten wurde er zum zweitbesten Punktesammler des Wettkampfs. Nur Alain Bregenzer von der KTV Hohenlohe lag mit 15 Zählern vor ihm. Fünf Wettkämpfe, fünf Siege, Tabellenplatz zwei. Vor ihr steht nur noch die TG Allgäu. Und ausgerechnet diese Mannschaft kommt zum Saisonfinale ins Heckengäu nach Renningen. Am 7. November (16 Uhr) treffen die beiden noch ungeschlagenen Spitzenteams in der Renninger Stadionsporthalle aufeinander. Dann geht es im direkten Duell um die Südmeisterschaft. Die WTG wird sich gegenüber dem Auftritt in Öhringen steigern müssen.