FC Marbach verliert: K.o. in der Nachspielzeit

Luis Herre blieb diesmal vor dem gegnerischen Tor glücklos.
Archiv (avanti)„Wenn wir in diesem Spiel nicht punkten, in welchem dann?“, fragt Matteo Battista nach der Partie seines FC Marbach frustriert. Mit 0:1 unterlag der Bezirksligist beim nun punktgleichen TSV Phönix Lomersheim und ließ drei wichtige Punkte liegen. Durch ein Gegentor in der 91. Minute.
Dabei hätte der FC vor diesem bitteren Ende locker das Spiel auf seine Seite ziehen können. „Man glaubt es vielleicht nicht, wenn man nicht dort war. Aber ein 5:0-Sieg wäre nicht übertrieben gewesen“, sagt Battista. Sein Trainerkollege habe sich nach Abpfiff beim Händeschütteln beinahe schon entschuldigt. „Ich muss meiner Mannschaft einfach den Vorwurf machen, dass sie nicht abgezockt und kaltschnäuzig genug ist“, so Battista. Die Marbacher hatten zwar die bessere Spielanlage und eine Vielzahl an Chancen. Zählbares kam dabei aber nicht heraus.
Nächster Spieler mit Rot gesperrt
Allein Luis Herre hätte in der ersten Hälfte schon zwei, drei Tore machen können. Einmal traf er den Pfosten, einmal lupfte er zu hoch. Und Lomersheim? Die hatten in der ersten Hälfte eine Großchance, entstanden durch Zufall: Nach einer verunglückten Flanke klatschte der Ball an den Pfosten.
Und doch ging Phönix am Ende als Sieger vom Feld. Nach einer Ecke köpfte ein Lomersheimer am verwaisten langen Pfosten problemlos ein (91.). „Wir haben da nicht gut verteidigt“, ärgert sich der FC-Coach.
Bitter zudem: Seine Mannschaft kassierte erneut eine rote Karte, diesmal ging sie in der 85. Minute an Steffen Leibold bei einer Notbremse. „Die Karten sammeln wir gerade wie reife Äpfel“, so Battista verbittert. Er appelliert nun an seine Mannen, rutscht Marbach mit sieben Punkten aus sieben Spielen doch immer mehr Richtung Abstiegszone. „Wer es jetzt nicht verstanden hat, der ist fehl am Platz. Dann wird es sehr schwierig für uns.“
