Blickfang bei Olympia
: Raven Saunders komplett vermummt – die Geschichte hinter der Maske

Eine Kugelstoßerin aus den USA sorgt mit ihrem Auftritt bei Olympia in Paris für Aufsehen. Es ist nicht der erste schillernde Auftritt der 28-Jährigen.
Von
Michael Bosch
Stuttgart
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  • Komplett vermummt: Raven Saunders im Stade de France

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  • Die Vermummung ist zum Markenzeichen der US-Amerikanerin geworden.

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  • Schon in Tokio war ihr Mundschutz, den sie damals noch zum Schutz trug, extravagant.

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  • Raven Saunders trägt den Spitznamen „Hulk“.

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  • Den Schutz hat sie nach der Pandemie einfach beibehalten. Zuvor war sie, wie hier bei einem Wettkampf in Berlin ohne angetreten.

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  • Die Designs, die Saunders präsentiert, sind vielfältig ...

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  • ... und immer besonders.

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  • Die 28-Jährige macht sich für die LGBTQ-Community stark. Ihre Outfits seien auch ein Statement, sagt sie.

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Extrovertierte Athleten gibt es zuhauf bei Olympia – und besonders im Team der USA. Eine der auffälligsten unter ihnen ist die Kugelstoßerin Raven Saunders. Auch am Donnerstag trat sie mit grün und violett gefärbten Haaren in den Ring. Das allein hätte schon für Aufsehen gesorgt. Aber: Das Gesicht der 28-Jährigen war obendrein komplett vermummt, über der Maske trug sie eine verspiegelte Sonnenbrille.

Es ist nicht das erste Mal, dass die US-Amerikanerin mit einem extravaganten Outfit einen besonderen Blickfang bietet. Bei den vergangenen Olympischen Spielen in Tokio hatte sie einen besonderen Mund-Nase-Schutz getragen – Corona war noch nicht ausgestanden: Grüne Haut, rotes Zahnfleisch, weiße Beißer. So sah sie bei den Sommerspielen in Japan aus. Ihre Haare waren damals pink und grün gefärbt. Comicfans fühlten sich an die Figur Hulk erinnert.

Warum trägt die Kugelstoßerin eine Maske?

Die Maske hat Saunders nach den Spielen von Tokio einfach beibehalten. Sie helfe ihr dabei, sich besser zu konzentrieren, sagt die Athletin. Und das Hulk-Design greift sie häufig auf. Den Spitznamen „Hulk“ bekam sie schon während ihrer Schulzeit verpasst. Sie identifiziere sich mit der Figur, sagt Saunders. Ähnlich wie Bruce Banner, der sich zum Hulk verwandelt, habe sie gelernt mit ihren Dämonen umzugehen. Im Jahr 2018 hatte sie mit einer schweren Depression zu kämpfen, dachte nach eigener Aussage auch über Selbstmord nach. Eine Therapie half ihr.

Mit ihrem schillernden Äußeren will Saunders zudem ein Zeichen für die LGBTQ-Community setzen, zu der sie sich selbst zählt. Nach eigenen Aussagen war sie in der Vergangenheit häufiger mit Rassismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert.

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