Bitteres Comeback: GSV Pleidelsheim verliert seinen Keeper und zwei Punkte

Pechvogel: Uwe Düding musste beim Comeback verletzt runter.
Archiv (Baumann/Britsch)Tief durchatmen und sich innerlich erst einmal sortieren – die Spieler und Verantwortlichen von Landesligist GSV Pleidelsheim wussten am späten Sonntagnachmittag nicht so richtig, wie sie das Spiel beim SV Kaisersbach einordnen sollten. Den Sieg schon vor Augen, mussten die Gelb-Schwarzen am Ende froh sein, beim 2:2 zumindest noch einen Punkt mitzunehmen.
In der ersten Halbzeit dominierten die Pleidelsheimer das Geschehen nach Belieben und kamen zu mehreren guten Möglichkeiten. Patrick Sirch brachte den GSV in der 41. Minute in Führung, als er ein Zuspiel von Tim Ranzinger verwertete. Bereits zur Pause hätte das Ergebnis deutlicher ausfallen können. Und nach dem Seitenwechsel machte die Mannschaft von Trainer Marcus Wenninger da weiter, wo sie begonnen hatte. Sowohl Ranzinger als auch Sirch und Mirsad Vejselovic hatten beste Möglichkeiten.
Einen Bruch im Spiel bedeutete der Ausfall von Torhüter Uwe Düding. Nach anderthalb Jahren Verletzungspause prallte er in der 58. Minute mit einem Gegenspieler zusammen und musste nach längerer Behandlungszeit ausgewechselt werden. Beim GSV Pleidelsheim hofft man nun darauf, dass die Verletzung nicht ganz so schlimm ausfällt wie befürchtet. „Düding ist ein sehr wichtiger Spieler. Aufgrund seines Könnens, aber auch, weil er sehr viel Ruhe ausstrahlt“, betont Wenninger. Die Untersuchungen im Krankenhaus werden zeigen, wie lange der Torhüter wird pausieren müssen. Für Düding kam Jan Czeilinger ins Tor.
Trotz des Verletzungsschocks blieben die Pleidelsheimer bestimmend. In der Nachspielzeit kassierten sie dann aber doch noch zwei Gegentore nach Standards. Zunächst traf Steffen Mastalerz zum 1:1 (90.+1), ehe die Gastgeber durch ein Eigentor – Constance Igwe hatte den Ball per Kopf ins eigene Tor gelenkt – 2:1 in Führung gingen (90.+5). Nun stand der GSV gar vor einer Niederlage. Nach einem Foul an Igwe bekamen die Pleidelsheimer jedoch einen Foulelfmeter zugesprochen, den Patrick Sirch sicher zum 2:2 verwandelte (90.+7).
„Einerseits ist es enttäuschend, nicht gewonnen zu haben. Andererseits muss man am Ende noch froh sein, nicht mit null Punkten nach Hause zu fahren“, so Wenninger. „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, so dominant, wie wir aufgetreten sind. Immerhin haben wir aber unser Minimalziel, den Gegner auf Abstand zu halten, erreicht.“ Der GSV bleibt Zehnter und hat sieben Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 13.