Beerdigung in Gelsenkirchen: Abschied von Rolf Rüssmann

Der frühere Manager von Bayer Leverkusen, Rainer Calmund (l-r), der Trainer des 1. FC Köln, Zvonimir Soldo und der frühere Schalke-Manager Rudi Assauer
Foto: dpa"Sein Tod ist vor allem für seine engen Wegbegleiter ein großer und schmerzlicher Verlust, aber auch für den deutschen Fußball insgesamt", sagte Rüssmanns ehemaliger Mitspieler Klaus Fischer.
Wegen des großen Andrangs wurde die Trauerfeier aus der kleinen Friedhofhalle über eine Lautsprecheranlage nach draußen übertragen.
Neben Bundesliga-Vertretern nahmen viele ehemalige Vereins- und Nationalmannschaftskollegen wie Fischer, Rainer Bonhof und Bernard Dietz an der Beerdigung teil. Mit einer Vereinsfahne des FC Schalke 04, für den Rüssmann insgesamt 304 Meisterschafts-Spiele bestritten hatte, trat sein langjähriger Freund Fischer an das Grab.
"Auch im Angesicht seiner schweren Krankheit war Rolli ein Kämpfer. Er war morgens noch bei der Chemotherapie und stand mittags mit uns auf dem Golfplatz", sagte der ehemalige Schalke-Profi Erwin Kremers.
Rüssmann war am vorigen Freitag an Krebs gestorben. Zwischen 1969 und 1985 kam er in 453 Bundesligaspielen für die Revierclubs Schalke und Borussia Dortmund zum Einsatz. Nach dem Ende seiner Karriere als Fußball-Profi mit 20 Länderspielen war der zweifache Familienvater als Manager beim FC Schalke, Borussia Mönchengladbach und VfB Stuttgart tätig.
Zum Gedenken an Rüssmann hatte der Deutsche Fußball- Bund entschieden, dass die U 21-Nationalmannschaft beim Länderspiel am Freitagabend gegen Slowenien in Fürth mit Trauerflor spielen sollte.